Büdesheims Trainer Michael Resch erwartet gegen Hanau 93 ein Duell auf Augenhöhe.
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KLA-Schlusslicht Büdesheim setzt die Zusammenarbeit mit Trainer Michael Resch unabhängig vom Ausgang der Saison fort.

Kreisliga A Hanau

Trainer Resch geht mit dem FC Büdesheim in die nächste Dekade

  • vonOliver Kraus
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Auch der FC Büdesheim hat die momentane Fußballflaute auf dem Plätzen der Region genutzt und sich für die nächste Spielzeit aufgestellt. Wie der Tabellenvorletzte der Kreisliga A Hanau bekannt gegeben hat, wird Michael Resch die erste Mannschaft auch in der nächsten Saison betreuen – unabhängig vom möglichen Ausgang der aktuellen Runde.

Schöneck – Damit setzen die Verantwortlichen weiter auf Kontinuität, denn der 54-Jährige, der 2011 die Geschicke des Vereins nach dem bitteren Absturz in die C-Klasse übernommen hatte, ist der Trainer, der am längsten im Dienste eines KLA-Vereins steht. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich so lange hier bin. Auf der einen Seite ist es zwar erschreckend, wenn man feststellt, wie lange man schon dabei ist; auf der anderen Seite aber auch erstaunlich, wie schnell die Zeit vergehen kann“, äußert sich Resch über den kommenden Start seiner zweiten Dekade als Übungsleiter des FCB.

Ein solch langes Engagement sei aber nur möglich, weil sich der Verein durch eine gewisse Bodenständigkeit auszeichne. „Wir hinterfragen uns immer wieder und klären ab, ob unser Weg so noch Sinn macht, ob es Abnutzungserscheinungen gibt und ob ich die Mannschaft noch erreiche. Wir sind intern immer in einem sehr regen Austausch.“ Daher sei es auch nicht verwunderlich, dass Büdesheim unbeirrt seinen Weg in Zeiten weitergeht, in denen andere Klubs eher die viel zitierte Reißleine ziehen würden.

Vielmehr wissen die Vereinsverantwortlichen, was sie trotz der momentanen Tabellensituation an ihrem Coach haben. „Wir bewerten nicht nur die aktuelle Lage. Wir hatten mit Michael Resch auch unsere erfolgreichste Zeit“, erklärt Vereinssprecher Olaf Fürchtenicht. „Allerdings hatten wir vor eineinhalb Jahren auch einen Riesenumbruch, als wir eine komplette Mannschaft ersetzen mussten.“

Da der FCB seinen Spielern kein Geld bezahle, sei es nicht möglich gewesen, einige Spieler zu halten, sodass man mit dem arbeiten müsse, was man eben hat. Außerdem könne man laut Fürchtenicht die beiden Corona-Saisons sowieso nicht wirklich bewerten. „In so einer Zeit ist es schwer für ein Team, sich zu finden. Da kann dann auch der Trainer nichts dafür. Michael Resch ist mit demselben Einsatz dabei, wie die letzten Jahre auch“, so der FCB-Sprecher in seiner Analyse.

Eine Analyse, die der Angesprochene nur bestätigen kann. „Wir mussten das Projekt A-Liga mit dem eigenen Nachwuchs und dem C-Liga-Kader bestreiten. Ich bin aber nach wie vor optimistisch und der Meinung, dass wir das mit den Jungs packen können – unabhängig davon, ob und wie die Saison zu Ende gespielt werden kann“, so Resch, der nach der erfolgreichen Aufstiegsrelegation 2015/16 gegen den Dörnigheimer SV 49-jährig die Fußballschuhe an den Nagel gehängt hatte. „Es macht Spaß, die Jungs auf ein höheres Niveau zu bringen. Deswegen bin ich noch Trainer in Büdesheim.“

Gleiches gilt für Randolf Schäfer. Auch mit dem verantwortlichen Trainer der zweiten Mannschaft hat der FC Büdesheim bereits über die aktuelle Spielzeit hinaus um ein Jahr verlängert.

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