Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Felix Hecker (links) hat mit den Ebbecke White Wings auch in Speyer verloren.
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Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Felix Hecker (links) hat mit den Ebbecke White Wings auch in Speyer verloren.

Siegchancen in regulärer Spielzeit vergeben

ProB: White Wings verlieren im Overtime-Krimi gegen Baskets Speyer

  • vonDominik Sharaf
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Die Ebbecke White Wings haben auch ihre zweite Begegnung in der neuen ProB-Saison nicht gewonnen. Am Samstag unterlagen die Hanauer bei den Baskets Speyer mit 83:88 in der Verlängerung, obwohl sie ihren ersten Sieg unter Headcoach Kamil Piechucki in der regulären Spielzeit zweimal klarmachen konnten. Es mangelte aber an der nötigen Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

In den letzten 15 Sekunden des Schlussviertels scheiterte beim Stand von 78:78 erst Felix Hecker mit einem Korbleger an der Entscheidung. Anschließend verfehlte ein Versuch von Till-Joscha Jönke zum sicheren Sieg das Ziel.

Als es in die Overtime ging, war Speyer nicht nur mental im Vorteil, sondern auch körperlich. Dass die White Wings nach der Niederlage gegen den FC Bayern Basketball II lediglich 48 Stunden Regenerationszeit gehabt hatten und Eduard Arques Lopez im vierten Viertel mit fünf Fouls vom Feld gegangen war, wurde in der Defense deutlich.

White Wings Hanau mit Problemen aus dem Spiel heraus

Die ebenfalls geschwächten Baskets, die ihren bis dato 25 Punkte starken Topwerfer Darian Ruda verloren hatten, setzten konsequent auf Dreier – ohne übermäßig erfolgreich zu sein. Weil die Hanauer jedoch aus dem Spiel heraus in fünf Minuten nur einen einzigen Korb erzielten, reichte Speyer eine Erfolgsquote von 40 Prozent bei den Distanzversuchen für den Sieg. „Wir müssen den Jungs wirklich dankbar sein. Sie haben mehr gegeben, als man von ihnen hätte erwarten können“, lobte Piechucki seine Mannschaft für ihren Kampfgeist.

Dennoch erkannte der Headcoach ähnliche Versäumnisse wie beim Saisonauftakt am Donnerstag: „Wir haben das Reboundduell mit 58:25 katastrophal verloren. So können wir nicht gewinnen.“ Das Manko nur mit dem Fehlen Josef Eichlers zu begründen, wäre zu einfach. Schließlich verfügen die White Wings über vier weitere Spieler, die an der Zwei-Meter-Marke mindestens kratzen.

White Wings Hanau: Team mangelt es an Konstanz

Vielmehr scheint es dem größtenteils neu zusammengestellten Team an Konstanz zu mangeln. Gegen Speyer gelang in der ersten Halbzeit kaum ein Spielzug, der Rückstand wuchs bis kurz nach der Pause auf 17 Zähler an. In der Folge glückte den White Wings eine furiose Aufholjagd, die in einer Fünf-Punkte-Führung zum Ende des dritten Viertels gipfelte. „Meine Jungs haben Energie und Siegeswillen“, sagte Kamil Piechucki. „Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir stark zurückkommen.“ In den guten Phasen zeichnete die Hanauer ihre Aggressivität in der Verteidigung und ihre Sicherheit im Spielaufbau aus, was allerdings auf einzelne Phasen beschränkt blieb.

Die White Wings sind wie Aufsteiger KIT Karlsruhe und die Skyliners Juniors sieglos, haben anders als die meisten Konkurrenten jedoch erst zwei Partien absolviert. Dass nun zwei Begegnungen mit den Topteams Orange Academy und Dresden Titans anstehen sowie weitere englische Wochen mit Nachholspielen drohen, macht die Situation nicht einfacher.  sha

White Wings: Kudic (20), Jönke (19), Knox (16), Fichtner (11), Felix Hecker (10), Lopez (5), Peuser (2), Stenger, Philip Hecker, Dordevic

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