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ProB: White Wings treffen nun auf offensivstarke TG Würzburg

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Die White Wings haben sich in der Pause gut erholt - auch Miquel Servera (weißes Trikot). Archivfoto: Scheiber
Die White Wings haben sich in der Pause gut erholt - auch Miquel Servera (weißes Trikot). Archivfoto: Scheiber

Basketball. Nach einem spielfreien Wochenende blasen erholte Ebbecke White Wings zum Angriff auf eine gute Ausgangsposition für die ProB-Playoffs.

Von Dominik Sharaf

Am morgigen Sonntag (Sprungball um 18 Uhr, TGW-Sportzentrum Feggrube) treffen die Hanauer auf die TG Würzburg und dürfen sich nach zuletzt vielen guten Leistungen Chancen ausrechnen – zumal es für den sicheren Tabellenzweiten nur um die Ehre geht.

Die Bayern können an den beiden verbleibenden Spieltagen der Hauptrunde weder Spitzenreiter Baskets Elchingen abfangen noch von Verfolger Gießen 46ers Rackelos eingeholt werden. Möglicherweise schont der Bundesliga-Nachwuchs von s.Oliver Würzburg also seine Kräfte und die stärksten Spieler für die Mitte März startende K.o.-Runde.

Chance auf Rang drei

Nicht so die viertplatzierten White Wings: Ihnen winkt die Chance, auf den dritten Rang vorzurücken und sich mit dem Sechsten der Nordstaffel – derzeit der VfL Bochum – eine lösbare Aufgabe für das Achtelfinale sichern. Denkbar ist aber auch ein Abrutschen auf Platz sieben, was nicht nur einen schwierigen Gegner bedeuten würde, sondern auch den Verlust des Heimrechts in der ersten und einer möglichen dritten Begegnung. Ein Vorteil, den Coach Stephan Völkel nicht aus der Hand geben möchte.

„Wir wollen dieses Spiel gewinnen“, stellt er klar, „wohlwissend, dass es schwierig wird.“ Die TG war den Hanauern nicht nur bei ihrem 124:86-Kantersieg im Hinspiel überlegen, sondern verfügt auch über den tieferen Kader – wenn die gemeldeten Akteure alle zur Verfügung stehen. Da die Würzburger BBL-Mannschaft am morgigen Sonntag zeitgleich aufläuft, ist damit allerdings nicht zu rechnen.

Völkel warnt aufgrund der Weiterentwicklung beider Teams ohnehin davor, das erste Duell im November als Maßstab zu nehmen, weiß jedoch um die Klasse des Gegners. US-Profi Cameron Hunt ist mit einem Schnitt von 21,0 Punkten pro Partie bester Schütze der ProB-Südstaffel, knapp gefolgt von seinem erst 19-jährigen Mitspieler Joshua Obiesie (19,4).

Wegbereiter für die Stars

Der Litauer Rytis Pipiras (17,5) und Jonas Weitzel (15,3), ein weiteres deutsches Talent, würden bei fast allen anderen Mannschaften die Werferlisten anführen, sind im starken Teamplay der TG Würzburg aber nur Wegbereiter für die Stars.

Möglich, dass die Ebbecke White Wings darauf setzen, hart zu spielen und den Gegner körperlich zu fordern. „Die Spieler hatten ein paar Tage Pause, die sie sich verdient hatten und die sie dringend brauchten, um abzuschalten und den Akku aufzuladen“, so Völkel.

Er kommt zu dem Schluss, dass seine Schützlinge wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Nicht klar ist allerdings, ob die Erholungsphase lange genug für Ryan Beisty war. Der australische Guard ist nach längerer Krankheit weiterhin nicht restlos fit.

Darauf verlassen, dass Würzburg mit Blick auf die Playoffs einen B-Kader aufbietet, möchte sich Völkel nicht: „Auch wenn ihnen Platz zwei sicher ist, werden sie den Deckel draufmachen wollen, um mit positivem Momentum in die Playoffs zu gehen.“

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