Josef Eichler (Bildmitte) und die White Wings Hanau sind gegen den Spitzenreiter TG Würzburg gefordert. Archivbild: TAP

Basketball

ProB: White Wings im Nachholspiel gegen Tabellenführer Würzburg

Basketball. Sollte Interimscoach Michael Luprich auf Dauer bei den Ebbecke White Wings am Ruder bleiben wollen, kann er am Mittwochabend Werbung in eigener Sache machen: Die Hanauer treffen in der Main-Kinzig-Halle (Sprungball um 20 Uhr) auf die TG Würzburg, den Tabellenführer der Südstaffel der ProB.

Von Dominik Sharaf

Nach der Begegnung will die sportliche Leitung über den künftigen Trainer entscheiden – und zieht auch Simon Cotes früheren Assistenten Luprich in Erwägung.

Der jüngste 89:75-Sieg über den FC Bayern Basketball II stellte unter Beweis, dass noch viel Leben in der Mannschaft steckt und der 29-Jährige sie zu motivieren weiß. Ob es Luprich jedoch schafft, die Verantwortlichen in Hanau von einem Engagement zumindest bis Saisonende zu überzeugen, kristallisiert sich heraus, wenn mit dem Topspiel gegen Würzburg die selbst gesetzte Frist bei der Trainersuche verstreicht.

Luprich glaubt an eigene Stärke

Die richtige Taktik und der Wille zum Erfolg wären gefragt, findet Luprich: „Wichtig ist, dass wir wie vergangenen Samstag unsere eigenen Stärken im Blick haben, als Team auftreten und verteidigen“, fordert er. „Wir dürfen Würzburg nicht zu viele freie Würfe von der Dreierlinie geben. Außerdem wollen wir das Spiel schnell machen und unser Fast-Break-Game durchbringen. An das, was wir gegen München gezeigt haben, müssen wir heute anknüpfen.“ Offensiv wie defensiv müssten die White Wings gegen den Spitzenreiter noch cleverer sein und dürften nicht zu riskant agieren.

Schließlich können Ballverluste – zuletzt die große Schwäche der Hanauer – gegen die TG teuer werden. Das Farmteam des Bundesligisten hat die beste Offensive der Liga. Alleine US-Profi Cameron Hunt erzielt im Schnitt 24,4 Punkte und pflückte schon 16 Rebounds an einem Abend aus der Luft.

Ex-Hanauer kein Leistungsträger

Der 19-jährige Joshua Obiesie (20,0 Zähler) ist physisch noch stärker, kommt in der zweiten Mannschaft aber nicht regelmäßig zum Einsatz – auch wenn er am vergangenen Wochenende beim 97:70 über die Löwen Erfurt auf dem Parkett stand. Nach seiner Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft liegt Obiesies Fokus auf dem BBL-Team.

Zum Stammaufgebot gehören dagegen der Litauer Rytis Pipiras (18,6) und Jonas Weitzel (16,3). Der Ex-Hanauer Julian Albus, der seit der Saison 2017/2018 in Würzburg zu Hause ist, zählt mit durchschnittlich 22:05 Einsatzminuten und 4,3 Punkten nicht zu den Leistungsträgern.

Norovirus sorgte für Spielverschiebung

Nach der Verschiebung des Spieltermins aufgrund eines Norovirus, der die White Wings vor zehn Tagen größtenteils außer Gefecht gesetzt hatte, lässt sich über das TG-Aufgebot nur spekulieren – schließlich ist die erste Garde unter der Woche nicht im Einsatz, eventuell aber am kommenden Wochenende auf ausgeruhte Nachwuchsspieler angewiesen.

Michael Luprich ist ohnehin gewarnt: „Sie sind der Topgegner der Liga“, meint er über die Würzburger, die ihre jüngsten sechs Partien gewannen und mit nur einer Niederlage gegen die Skyliners Juniors auf dem ersten Tabellenplatz stehen.

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