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ProB: White Wings vor kniffliger Aufgabe in Speyer

Basketball. Die erste Partie von Stephan Völkel als Headcoach der Ebbecke White Wings könnte ein Duell auf Augenhöhe werden: Die Hanauer treffen am Samstag (19.30 Uhr, Nordhalle Speyer) auf die Baskets Speyer.

Der Aufsteiger aus der Regionalliga schwächelte nach einem starken Saisonstart zuletzt und ist als Tabellenfünfter der ProB Süd punktgleich mit den White Wings. Ein Sieg würde für beide Teams einen Schritt in Richtung der Playoff-Teilnahme bedeuten.

White Wings brauchen deutlichen Sieg für direkten Vergleich

Völkel und seine neuen Schützlinge müssen dafür eine Hinspiel-Niederlage ausbügeln. Anfang Oktober unterlagen die White Wings noch unter Simon Cote in der Main-Kinzig-Halle mit 73:82 – ergo braucht es einen Erfolg mit mindestens zehn Punkten Vorsprung, um am Ende der Hauptrunde in einem möglichen direkten Vergleich mit Speyer die Nase vorne zu haben.

Eine knifflige Aufgabe, denn die Baskets verfügen über ein mit erfahrenen Spielern gespicktes Aufgebot. Der US-Amerikaner Darryl Woodmore war vier Jahre auf dem College, ehe er sich auf dem Basketball-Internat in Speyer weiterentwickelte und in der laufenden Saison zum Topwerfer avancierte: Ein Punkteschnitt von 18,2 und eine Karrierebestleistung von 33 Zählern in der letzten Partie vor der Weihnachtspause verdeutlichen, dass Woodmore der Mann ist, den die Hanauer stoppen müssen.

Offensiv routiniert, defensiv nicht sattelfest

Auch der den White Wings aus seiner ProA-Zeit bei den Academics Heidelberg bekannte Albert Kuppe strahlt Gefahr aus – wegen seiner 16,7 Punkte pro Spiel, noch mehr aber aufgrund seiner Routine in entscheidenden Szenen, die Speyer einige knappe Siege über die Ziellinie bringen ließ. Der frühere Bundesliga-Profi Tim Schwartz (15,5), der spanische Berufsspieler Michael Acosta Marte (13,8) und der schon bei zwei ProA-Klubs beschäftigte Dmitrij Kreis (10,8) komplettieren die mit 1 088 Punkten zweitbeste Offensive der Liga.

Seit Anfang Dezember fällt die Defensivleistung der Baskets demgegenüber jedoch ab. Gegen die Gießen 46ers Rackelos setzte es zwei Pleiten, das Tabellenschlusslicht BBC Coburg musste sich erst nach einem zähem Kampf geschlagen geben. Für Aufsteiger Speyer, der die Tabelle der Südstaffel Ende Oktober angeführt hatte, ging es bergab.

Keine großen Systemumstellungen erwartet

Dennoch glauben die White Wings nicht, die routinierte Truppe spielerisch überraschen zu können. Die Marschroute lautet wie schon unter Simon Cote und Michael Luprich: kratzen, beißen, kämpfen. So wird es wohl vorläufig bleiben, schließlich wählt Stephan Völkel eine behutsame Herangehensweise. Er will seine neue Truppe zunächst beobachten und Schritt für Schritt Neuerungen in die Systeme einbringen.

Eine Routine in der Zusammenarbeit entwickeln und anschließend an den richtigen Stellschrauben drehen, um die Qualifikation für die Playoffs zu schaffen und sich in der K.O.-Runde teuer zu verkaufen – so lautet Völkels Plan. Ob er aufgeht, könnte sich schon in diesen Tagen entscheiden. Mit weiteren Siegen würden die White Wings Selbstbewusstsein tanken, während eine Schwächephase und ein erneutes Abrutschen in die Abstiegszone daran kratzen würden. sha

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