Mit neuem Impuls: Justin Hedley (links) und die White Wings Hanau stehen im ersten Spiel nach dem Aus von Headcoach Simon Cote unter besonderer Beabachtung. Genau wie Interimstrainer Michael Luprich. Archivfoto: TAP

Basketball

ProB: White Wings im ersten Spiel nach Cote bei Bayern zu Gast

Basketball. Über vier Jahre lang leitete Simon Cote die Geschicke bei den Ebbecke White Wings, die Partie der Hanauer ProB-Basketballer beim FC Bayern Basketball II wird das erste Spiel nach der Entlassung des bisherigen Headcoaches.

Von Robert Giese

Unter dem bisherigen Co-Trainer Michael Luprich, der vorerst auf der Trainerbank Platz nimmt, wollen die White Wings am Samstag ab 14 Uhr in der bayerischen Landeshauptstadt siegen.

Bayern mit vier Pleiten in Folge

Als Tabellenzehnter stehen die Gastgeber aktuell drei Plätze schlechter da als die White Wings, obwohl sie schon ein Spiel mehr absolviert haben. In den vergangenen Wochen bekam Bayern gar kein Bein mehr auf den Boden, die letzten vier Partien verlor das Team aus München allesamt. „Die Leistungsträger aus der vergangenen Saison sind weg“, hat Luprich beobachtet, und die jungen, talentierten Spieler, die sich aktuell im Kader befinden, konnten diese Weggänge noch nicht auffangen.

Bei den bisherigen Spielen des Tabellenzehnten stachen dabei drei Spieler heraus: Mit mindestens einem Dutzend Punkte im Schnitt sind Sasha Grant, Jacob Knauf und Victor Frankl-Maus beim jungen Team aus München die Leistungsträger. „Diese drei Spieler sollten wir vernünftig verteidigen“, erklärt Luprich seinen Matchplan.

Dreierspezialist im Fokus

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Frankl-Maus, denn während dessen Team insgesamt über die schwächste Dreierquote der ProB verfügt, versenkt er fast die Hälfte seiner Versuche aus der Distanz. „Ihn dürfen wir nicht werfen lassen“, fordert Luprich daher, den Scharfschützen der Münchner weitgehend aus dem Spiel zu nehmen.

Obwohl der Fokus auf den drei Top-Spielern des Gegners liegt, wollen die White Wings aber auch das restliche Team nicht unterschätzen, schließlich könnten auch andere Gegenspieler aufblühen, wenn die Schlüsselspieler abgemeldet sind. „Wir müssen einfach als Mannschaft gut verteidigen“, stellt Luprich klar.

White Wings wollen schneller angreifen

Unter der Woche hat der neue Coach versucht, viele Kleinigkeiten zu verbessern, unter anderem will der Tabellensiebte im Angriff künftig schneller spielen als zuletzt. „Große Veränderungen geschehen aber nicht von heute auf morgen und den Basketball soll er auch nicht neu erfinden“, meint White Wings-Geschäftsführer Sebastian Lübeck zu den Erwartungen an Luprich, „aber er soll die Dinge, die gut liefen, weiter verbessern und an den Schwächen arbeiten.“

Zwei Spiele hat der bisherige Co-Trainer Zeit, um die sportliche Leitung der White Wings zu überzeugen, Vorgaben will Lübeck dem Trainer aber nicht machen. „Wir wollen ihn jetzt erst einmal arbeiten lassen und schauen uns danach an, wie die Jungs spielen. Wie es nach diesen beiden Spielen weitergeht, werden wir dann sehen, feste Vorgaben gibt es nicht.“

Lübeck fordert Reaktion nach Cote-Entlassung

Dass Lübeck gerne den ersten Auswärtssieg der Hanauer seit knapp zwei Monaten bejubeln möchte, daraus macht der Geschäftsführer der White Wings keinen Hehl: „Wir müssen uns da nicht schlechter machen, als wir sind: Wenn wir das abrufen, was wir können, können wir in München gewinnen.“ Zudem erwartet Lübeck, dass die Mannschaft nach dem Abschied von Cote eine Reaktion zeigt, schließlich hätten die Verantwortlichen damit „einen Reizpunkt gesetzt."

Luprich setzt derweil darauf, dass die Spieler unter ihm keine große Anlaufzeit benötigen, „schließlich müssen wir am Samstag von Anfang an richtig da sein – und wollen nach Möglichkeit bis zum Ende dominieren.“ Luprich lässt keinen Zweifel daran, in München unbedingt gewinnen zu wollen, „zur Not mit einem Punkt mehr, das reicht auch.“

Spieler haben Norovirus überstanden

Personell kann der neue Mann auf der Trainerbank dabei aus dem Vollen schöpfen, denn die Spieler haben den Norovirus inzwischen auch dank einiger freier Tage gut überstanden. „Sie haben sich alle auskuriert, obwohl dem ein oder anderen in der ersten Trainingseinheit schon noch etwas anzumerken war“, erzählt Luprich, „aber das ist im Laufe der Trainingswoche immer besser geworden. Am Wochenende“, ist der 29-Jährige überzeugt, „sind alle bei hundert Prozent.“

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