Den Gegner im Blick: Till-Joscha Jönke (links, hier gegen Coburg) und die White Wings Hanau müssen gegen die Fraport Skyliner Juniors ran. Archivfoto: Patrick Scheiber

Basketball

ProB: White Wings brauchen mehr Disziplin im Hessenderby

Basketball. Mit einem Erfolg am Samstagabend (19 Uhr, Main-Kinzig-Halle) können die Ebbecke White Wings zwei Negativserien beenden. Erstens wäre ein Sieg über die Fraport Skyliners Juniors gleichbedeutend mit den ersten Punkten unter dem neuen Trainer Stephan Völkel, zweitens mit einem langersehnten Triumph in einem Hessenderby.

Denn die Hanauer verloren nicht nur das Hinspiel mit 76:90, sondern auch das erste Duell mit den Gießen 46ers Rackelos.

Für die White Wings spricht, dass Miquel Servera Rodriguez wieder schmerzfrei ist. Der zweitbeste Werfer des Teams klagte während der Partie gegen den BBC Coburg am vergangenen Wochenende über Beschwerden infolge einer Fußverletzung aus dem Spiel zuvor, trainierte zuletzt aber ohne Einschränkung. Die Heilung verlaufe „gut“, heißt es von offizieller Seite.

Trainer fordert weniger Dreier-Würfe

Völkel fordert nach einem kniffligen Start ins Amt von seiner Mannschaft mehr Intensität und Kontinuität. Zu teuer kamen den White Wings in den vergangenen Wochen Schwächephasen aus heiterem Himmel und vernachlässigte Matchpläne zu stehen.

„Wir müssen Dinge durchziehen, die wir uns vornehmen, statt in Muster zu verfallen, die nicht von Erfolg gekrönt sind“, betont der Trainer. Gemeint ist der Versuch, mit Dreiern zum Erfolg zu kommen, statt den Ball nach innen zu passen und Stärken in der Zone auszuspielen, die die Hanauer auszeichnen. Auch Hektik, die nach Systemumstellungen des Gegners oft aufkommt, gelte es abzustellen, so Völkel.

Skyliners sind direkter Konkurrent

Gelingt das nicht, drohen die siebtplatzierten White Wings zum zweiten Mal in der laufenden Saison in die Abstiegszone der ProB Südstaffel zu rutschen. Einem Sieg über die Skyliners käme besondere Bedeutung zu, denn die Frankfurter gehören neben dem Team Orange Academy aus Ulm und dem FC Bayern Basketball II zu einem Verfolgertrio mit je zwei Punkten Rückstand auf Hanau.

Dass die Juniors um den Einzug in die Playoffs bangen müssen, kommt nach einer starken Hinrunde und dem zwischenzeitlichen Tabellenplatz vier überraschend und hat mit einer Formkrise zu tun. Der Sieg der Skyliners über Kellerkind Löwen Erfurt am vergangenen Wochenende war der erste nach einer sechs Partien währenden Niederlagenserie mit derben Pleiten, die nach dem Hinrunden-Erfolg über die White Wings im November begann.

Frankfurt kann aus Bundesliga-Kader aufstocken

Dabei hat das Aufgebot viel Talent zu bieten – wenn die Spieler aus dem erweiterten Bundesliga-Kader in der ProB auflaufen. Topwerfer Richard Freudenberg, der auf einen Punkteschnitt von 16,3 kommt, wurde nur dreimal eingesetzt, stand zuletzt gegen Erfurt aber auf dem Parkett und sorgte für 25 Zähler.

Zum festen Aufgebot gehören US-Profi Nigel Pruitt (13,3 Punkte pro Partie) und seit der Winterpause auch der kroatische Guard Bruno Vrcic (16,2), der vom FC Bayern II kam. Außerdem verstärkten sich die Frankfurter mit dem reboundstarken Noah Kamdem vom BBC Coburg.

„Frankfurt ist sicher stärker als im Hinspiel“, prognostiziert Völkel trotz der jüngsten Probleme des Tabellenneunten. „Sie haben sich über die Saison gut entwickelt und zwei neue Spieler im Kader, was sie gefährlicher macht.“

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