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ProB: White Whings Hanau feiern ersten Sieg und präsentieren einen Neuzugang

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Von: Dominik Sharaf

Eduard Arques Lopez von den Ebbecke White Wings Hanau behauptet den Ball im Rhein-Main-Derby gegen die Fraport Skyliners Juniors unter dem Korb.
Eduard Arques Lopez von den Ebbecke White Wings Hanau behauptet den Ball im Rhein-Main-Derby gegen die Fraport Skyliners Juniors unter dem Korb. © Markus Rosemann

Es ist vollbracht: Die Ebbecke White Wings haben am Samstag in der Main-Kinzig-Halle ihren ersten Sieg in der ProB-Saison 2020/21 gefeiert. In einem spielerisch nicht berauschenden, aber hart umkämpften Kellerduell rangen die Hanauer die ebenfalls noch punktlosen Fraport Skyliners Juniors mit 69:61 nieder.

Hanau – Die erste Überraschung des Abends war eine positive: Die White Wings liefen – ohne den Deal vorab vermeldet zu haben – mit ihrem neuen Center Michael Acosta Marte auf, der unter der Woche als Ergänzung zu Josef Eichler verpflichtet wurde.

Der 2,01 Meter große Spanier hatte in der vergangenen Saison Ligakonkurrent Speyer in die Playoffs geführt. Anschließend unterschrieb er einen Vertrag bei Aufsteiger Koblenz, fiel beim medizinischen Check allerdings aus nicht genannten Gründen durch und stand ohne Verein da.

White Wings überzeugen im Angriffsspiel

Auch wenn es Acosta sichtbar an gemeinsamer Trainingszeit mit den neuen Kollegen mangelte und er Probleme hatte, sich in das Offensivspiel einzubringen, war sein siebenminütiger Einstand ordentlich. „Er hat uns gut im Spiel gehalten, als Josef mit Fouls belastet war. Er kann uns auf jedem Fall helfen“, sagte Hanaus Trainer Kamil Piechucki.

Auch sonst lieferte das Aufeinandertreffen mit den Skyliners Juniors aus Frankfurt Indizien dafür, dass die Ebbecke White Wings eine bis dato verkorkste Saison (zuvor fünf Niederlagen) noch retten können: Mit gut koordiniertem Angriffsspiel erarbeiteten sie sich bereits im ersten Viertel eine Neun-Punkte-Führung. Ihre jüngste Startschwäche schienen sie ad acta gelegt zu haben.

White Wings lassen gegen Skyliners Juniors viel zu

Über weite Strecken ohne Kapitän Till-Joscha Jönke, auf den Trainer Kamil Piechucki aus Leistungsgründen verzichtete, hatten die Hanauer in der Folge Probleme, ihren Vorsprung zu verteidigen. Sie erlaubten es den Frankfurtern zu häufig, ihre Angriffe mit Dreierversuchen abzuschließen und die Entscheidung zu vertagen.

Piechucki sprach von „glücklichen“ Treffern. Ihm wird jedoch nicht entgangen sein, dass die Skyliners nicht in Bestbesetzung angereist waren und bessere Schützen hätten aufbieten können. Sie verzichteten sowohl auf ihren Topscorer als auch auf ihren Spielmacher.

Felix Hecker der Matchwinner der Hanau White Wings

Die Entscheidung in Kellerduell fiel erst nach zähem Kampf. Die White Wings waren im Schlussviertel nicht nur körperlich auf der Höhe, sondern behielten auch die Nerven. Der treffsichere Felix Hecker – gegen seinen Ex- Verein mit 17 Punkten Topwerfer – und der formstarke US-Profi Omari Knox drehten auf und sorgten für mehrere Dreier.

„Unsere Jungs haben dazu eine gute Defensivleistung gezeigt“, lobt Piechucki. Bis zu den Playoff-Plätzen der Tabelle bleibt es für die Hanauer, die weiterhin auf dem elften Rang stehen, jedoch noch ein weiter Weg.

White Wings: Felix Hecker (17 Punkte/6 Rebounds), Kudic (16/3), Eichler (15/8), Knox (10/5), Arques Lopez (4/4), Peuser (4/3), Fichtner (2/3), Jönke (1/1), Acosta Marte, Philipp Hecker (beide 0/0)

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