Die White Wings stehen vor dem Einzug in die Playoffs. Foto: Schreiber

Hanau

ProB: Playoff-Teilnahme ist White Wings kaum noch zu nehmen

Basketball. Die Teilnahme an den ProB-Playoffs ist den Ebbecke White Wings kaum noch zu nehmen. Die Hanauer siegten am Samstagabend mit 101:93 bei den Tropics Oberhaching und kletterten drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde auf den dritten Tabellenplatz.

Die Chance, mit dem neuen Trainer Stephan Völkel den direkten Wiederaufstieg in die zweite Liga zu schaffen, lebt.

Sie fällt umso größer aus, wenn die White Wings auch in Zukunft Offensivleistungen wie in Oberhaching anbieten: Wie von den Coaches immer wieder gefordert, konzentrierten sie sich nach einer schwachen Anfangsphase auf schnelles Kombinationsspiel und brachten den Ball ohne Umwege in die Zone. Dort trafen beinahe zwei von drei Versuchen den Korb. Ihre Dreier gingen die Hanauer nicht aus Verzweiflung an, sondern nur mit Aussicht auf Erfolg.

50-Prozentquote aus der Distanz

Eine Quote von 50 Prozent versenkten Distanzwürfen bedeutete für sie eine der besten in der laufenden Saison. „Der Wille zum Sieg war immer da“, stellte Stephan Völkel fest. Dass sich die White Wings bis fünf Minuten vor Ende nicht absetzten, lag daran, dass auch die Tropics im Angriff stark waren und die Verteidigung nicht so bissig auftrat, wie es Völkel wünscht. Er sprach anschließend von „Nachlässigkeiten“.

Die Verhältnisse änderten sich erst beim Stand von 83:83, als noch 5:28 Minuten auf der Uhr waren. In der Offensive gelang den White Wings fast alles – und plötzlich auch fünf Rebounds und ein Block unter dem eigenen Korb. Als Oberhachings Ex-BBL-Spieler Peter Zeis sich ein unsportliches Foul an Preston Beverly leistete, starteten sie einen 10:2-Punkte-Lauf – die Entscheidung.

Stammspieler muss kurzfristig ersetzt werden

„Wir haben Intensität und Tempo angezogen, zudem gute Entscheidungen getroffen. Da konnten die Tropics nicht mehr mithalten“, so Völkel – obwohl der erkrankte Ryan Beisty kurzfristig ausgefallen war und die White Wings mit einem Stammspieler weniger auskommen mussten. In die Bresche sprangen Miquel Servera Rodriguez, der 22 Punkte erzielte, und Beverly mit einem „Double-Double“ aus 16 Zählern und elf Rebounds.

Dass die White Wings in der Tabelle zwei Ränge gutmachten, war den Überraschungen in anderen Hallen geschuldet: Schlusslicht Löwen Erfurt düpierte den BBC Coburg mit 92:81 und die Gießen 46ers Rackelos verloren beim FC Bayern Basketball II mit 66:76, sodass die Hanauer beide Konkurrenten überholten. Ihr Polster auf die Abstiegszone beträgt sechs Punkte bei drei noch ausstehenden Partien. Weil sich die Gegner an den kommenden Spieltagen gegenseitig Zähler wegnehmen, ist es praktisch ausgeschlossen, dass das Völkel-Team aus den Playoff-Qualifikationsplätzen rutscht.

White Wings wollen gute Ausgangsposition

Vielmehr geht es für die White Wings darum, sich eine gute Ausgangsposition für die K.o.-Runde zu erarbeiten. Im Achtelfinale wird mit der zweiten Regionalstaffel gekreuzt. Nach aktuellem Stand wartet also nur der Tabellensechste aus dem Norden. Hinzu kommt: Lediglich die Top-4 genießen im Modus „Best-of-three“ in der ersten Begegnung und damit auch in einer möglichen Entscheidungspartie Heimrecht.

White Wings: Servera Rodriguez (22 Punkte/4 Rebounds), Beverly (16/11), Jönke (16/5), Eichler (16/2), Niedermanner (15/2), Mesghna (10/1), Hecker (6/2)

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