Niedergeschlagen haben die Ebbecke White Wings gestern Abend in Karlsruhe das Spielfeld verlassen.
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Niedergeschlagen haben die Ebbecke White Wings gestern Abend in Karlsruhe das Spielfeld verlassen.

Vierte Niederlage in Folge

ProB: Niederlage bei Aufsteiger -White Wings warten auf ersten Saisonsieg

  • vonDominik Sharaf
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Es setzte die vierte Niederlage beim vierten Auftritt – aber immerhin verkauften sich die Ebbecke White Wings im Nachholspiel bei KIT Karlsruhe am Mittwochabend teurer als über weite Strecke der bisherigen ProB-Saison.

Das lag vor allem daran, dass die Verteidigung bissiger war und die Hanauer mehr Rebounds holten. Nur konnte das die 79:87-Schlappe ebenso wenig verhindern wie über Schwächen im Spielaufbau hinwegtäuschen.

Was für die White Wings ohne 15 leichtfertige Ballverluste, die sie sich über die Spielzeit hinweg leisteten, möglich gewesen wäre, wurde in der Schlussphase deutlich. Nach einem zwischenzeitlichen 16-Punkte-Rückstand kämpften sie sich bis fünf Minuten vor Ende auf einen Zähler heran und vergaben zwei dicke Chance auf die erste Führung in der zweiten Halbzeit, als Till-Joscha Jönke und Matthias Fichtner mit Korblegern scheiterten.

Aufsteiger aus Karlsruhe mit mehr Kraft und besseren Nerven

Die Karlsruher besaßen die klar besseren Nerven und wohl auch die größeren Kraftreserven. Alle drei Dreierversuche der Arvato College Wizards in den letzten 300 Sekunden landeten in der Reuse, während die White Wings aufgrund individueller Fehler aus ihrem verbesserten Reboundspiel kein Kapital schlugen.

Dass das Duell unter den Körben gegen einen physisch starken Gegner lediglich mit 30:31 verloren ging, unterstrich jedoch die Fortschritte der in dieser Hinsicht zuletzt noch desolaten Mannschaft von Trainer Kamil Piechucki.

Eichler und Knox die Stärksten bei den White Wings

Positiv fiel dazu der US-Profi Omari Knox auf, der mit 20 Punkten Topwerfer seiner Farben war und maßgeblich zu den ordentlichen Wurfquoten beitrug. Auch Rückkehrer Josef Eichler präsentierte sich mit 16 Zählern und sieben Reboundgewinnen stark.

In der Tabelle bewahrt die White Wings lediglich ihr besseres Punkteverhältnis gegenüber den ebenfalls noch sieglosen Fraport Skyliners Juniors vor dem Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz.

White Wings Hanau müssen gegen Dresden Titans ran

Wenn dem Team neben kleinen Verbesserungen auf dem Court etwas Mut machen kann, sind es die Ergebnisse der Gegner: Weil es vielen Klubs an Konstanz mangelt, könnte der erste Saisonsieg schon reichen, um aus dem Keller in die Playoff-Plätze zu springen und das eigene Nervenkostüm ein wenig zu entlasten.

Am kommenden Samstag sind die Hanauer Korbjäger erneut auswärts gefordert. Um 18 Uhr ist Sprungball zum Duell mit den Dresden Titans, die mit Sebastian Heck einen ehemaligen Hanauer Akteur in ihren Reihen haben. Dresden ist Tabellenvierter und hat drei seiner vier bisherigen Partien in dieser Spielzeit gewonnen. Unter anderem gegen zwei Teams, gegen die die White Wings das Nachsehen hatten: Karlsruhe und der FC Bayern Basketball II.

White Wings: Knox (20 Punkte/1 Rebound), Eichler (16/7), Felix Hecker (15/5), Fichtner (7/1), Arques Lopez (6/6), Jönke, Kudic (beide 6/3), Peuser (4/1), Philipp Hecker (0/0)

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