Wiedersehen: Tobias Jahn (links noch im Trikot von Ehingen) trifft mit der Junior-Mannschaft der Frankfurt Skyliners mal wieder auf alte Bekannte bei den White Wings (Till-Joscha Jönke, rechts). Archivfoto: TAP

Basketball

ProB: Nächstes Hessenderby für die White Wings

Basketball. Das zweite Hessenderby der ProB-Saison 2019/2020 steht am Sonntag (Sprungball um 15 Uhr) auf dem Programm: Die Ebbecke White Wings gastieren bei der Junior-Mannschaft der Frankfurter Skyliners in der Basketball City Mainhattan im Nordwestzentrum.

Von Dominik Sharaf

Es winkt ein Wiedersehen mit zwei alten Bekannten: Der frühere Hanauer Center Tobias Jahn stützt als erfahrener Recke das sonst blutjunge Aufgebot der Bundesliga-Nachwuchstruppe. Auch ihr Assistenztrainer Dominik Duclervil trug in seiner aktiven Zeit das White-Wings-Trikot.

Ob der in den vergangenen Wochen fehlende Jahn auflaufen wird, ist allerdings unklar. Die Korbgefahr strahlen ohnehin seine Teamkameraden aus: Der 18-jährige Bruno Vrcic ist mit einem Schnitt von 19 Punkten einer der Top-Werfer der gesamten Liga und gemessen an seiner Erfahrung extrem nervenstark. US-Profi Nigel Pruitt (15,5 Zähler), der britische Berufsspieler Jazdeep Bains (12,3) und Cosmo Grün (11,1) dürften die White-Wings-Verteidigung ebenfalls fordern. Nach vier Siegen aus den jüngsten fünf Partien mangelt es den Skyliners Juniors nicht an Selbstvertrauen.

Zu viele leichte Ballverluste

Anders gestaltet sich die Situation in Hanau. Der Arbeitssieg gegen den Kellerklub Löwen Erfurt in der vergangenen Woche brachte zwar Auftrieb im Kampf um die Playoff-Plätze, verdeutlichte aber auch die Probleme, die das Team von Simon Cote aktuell bei Ballbesitz und im Kombinationsspiel plagt. Die White Wings leisteten sich seit Saisonbeginn 142 Turnover – so viele wie kein anderes Team der ProB-Südstaffel. Zum Vergleich: Tabellenführer TG Würzburg bringt es auf 92 leichtfertige Ballverluste. Ähnliche Schwäche stellten die Hanauer in der vergangenen Spielzeit erfolgreich – wenn auch zu spät für den Klassenerhalt – ab, was ihnen nun Mut machen dürfte.

Um den sinkenden Zuschauerzahlen in der Main-Kinzig-Halle entgegenzuwirken, haben die White Wings die Eintrittspreise mit sofortiger Wirkung erneut gesenkt. Eine Tribünenkarte kostet im Vorverkauf ab sofort acht statt zwölf Euro. Schüler, Studenten, Rentner und Mitglieder der TG Hanau sowie des eigenen Fanklubs zahlen sechs statt acht Euro. Es gibt aber keine weitere Vergünstigung mehr für die Plätze auf den Seitentribünen und hinter den Körben.

Nicht nur die White Wings kämpfen mit Zuschauerschwund

Nachdem zu den ersten drei Heimspielen der Saison im Schnitt nur 364 Fans kamen, erhoffen sich die Verantwortlichen so mehr Zuspruch. Im Vergleich mit den restlichen Klubs der ProB-Südstaffel stehen die Hanauer allerdings nicht schlecht da: Lediglich fünf Konkurrenten freuen sich über besser gefüllte Hallen, angeführt von Tabellenschlusslicht Löwen Erfurt (625 Zuschauer).

Die großen Namen spielen dagegen vor leeren Rängen. 158 respektive 105 Menschen kommen zu den Heimspielen des FC Bayern Basketball II und der Skyliners Juniors. In der ProB Nord sind die Partien viel besser besucht. Der Schnitt liegt mit 724 Zuschauern weit über dem der Südstaffel (334), was dem Fehlen von Farmteams und dem Vorzeigeprojekt Baskets Münster geschuldet ist. Deren Halle säumen an jedem Wochenende 2492 Besucher.

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