Wieder am Ball: Die White Wings um Matthias Fichtner (am Ball) müssen heute in Karlsruhe bestehen.
+
Wieder am Ball: Die White Wings um Matthias Fichtner (am Ball) müssen heute in Karlsruhe bestehen.

Mehr Zusammenspiel nötig

ProB: Hanau White Wings treffen auf offensivstarke Karlsruher

  • vonDominik Sharaf
    schließen

Den Ebbecke White Wings bleibt keine Zeit, um durch zu schnaufen und ihre Wunden zu lecken: Schon am Mittwochabend (18. November, Sprungball um 19.30 Uhr, live im kostenlosen Internetstream auf dem YouTube-Kanal des Gegners) gastieren die Hanauer in einem weiteren Nachholspiel bei ProB-Aufsteiger KIT Karlsruhe.

Für die Mannschaft von Kamil Piechucki geht es nach einer herben Pleite am Wochenende darum, sich zu rehabilitieren – und den ersten Sieg einzufahren.

Dass der Trainer seine White Wings nach der 74:94-Klatsche gegen die Orange Academy dafür lobte, „40 Minuten gekämpft“ zu haben, zeigt: Derzeit ist das Team im ligaweiten Vergleich spielerisch höchstens Durchschnitt. Ergo verlangt Piechucki vollen Einsatz in der Defensive und muss sich auch darauf verlassen, dass die Konkurrenten mit ihren Wurfquoten Chancen anbieten.

Karlsruher Team verkauft Namensrechte und wird auf Transfermarkt aktiv

Das gilt auch für die Begegnung mit dem Team des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das in der neuen Saison offiziell als Arvato College Wizards antritt. Das Geld aus dem Verkauf der Namensrechte nutzte der amtierende Meister der Regionalliga Süd-West, um auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

Der US-amerikanische Power Forward Alexander Thompson wurde aus Finnland geholt und schlug sofort ein. Sein Punkteschnitt von 22,5 liegt minimal über dem des Ex-BBL-Profis und Kapitäns Rouven Roessler (20 Zähler), um den das KIT-Projekt seit drei Jahren aufgebaut wird. Außerdem verfügen die Wizards mit Eyke Prahst und Moritz Bär (holen 9,3 beziehungsweise 7,0 Rebounds pro Spiel) über zwei Center, die den White Wings in Duellen unter den Körben alles abverlangen werden.

Gegner der Hanau White Wings mit durchwachsenem Saisonstart

Trotz starker Zahlen und des aktuell drittbesten Angriffs der Südstaffel, erlebte der irische Headcoach Daniel Nelson in den vergangenen Wochen ein schwieriges Deutschland-Debüt: Gegen Spitzenklub Dresden Titans setzte es eine klare Niederlage, gegen die Baskets Koblenz und gegen den BBC Coburg verspielte sein Team mögliche Siege in der Schlussphase. Der Knoten platzte erst am Samstag mit einem 94:70-Erfolg gegen die Tropics Oberhaching.

Um in Karlsruhe zu siegen, müssten sich die White Wings in der Verteidigung auf ihre Qualitäten besinnen, sagt Kamil Piechucki: „Die Wizards sind ein offensivorientiertes Team. Sie spielen sehr schnell. Daher müssen wir es schaffen, ihre Konter zu unterbinden.“ Doch auch offensiv sucht der Trainer nach Antworten auf die jüngste Klatsche. Mehr Zusammenspiel statt Einzelaktionen und bessere Wurfquoten sollen helfen. Dass der Kader das Potenzial besitzt, mit Druck zu agieren und dem Gegner seinen Basketball aufzuzwingen, bezweifeln die White Wings nicht.  sha

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema