William Bessoir (Oberhaching, links) und Till-Jöscha Jönke (White Wings) werden am Samstagabend wieder aufeinandertreffen. Archivfoto: Scheiber

Basketball

ProB: Favorit White Wings Hanau gastieren bei Tropics Oberhaching

Basketball. Mit einem Sieg bei den Tropics Oberhaching könnten die Ebbecke White Wings am Samstagabend (Sprungball um 19 Uhr, Grundschule Deisenhofen) den Einzug in die ProB-Playoffs und damit das Erreichen ihres Saisonziels feiern.

Von Dominik Sharaf

Obwohl den Hanauern ein Platz unter den ersten Acht in der Tabelle der Südstaffel auch ohne die Hilfe der Konkurrenz im Falle eines Erfolgs praktisch nicht zu nehmen wäre, dürfte Trainer Stephan Völkel interessiert auf die Zwischenstände in den anderen Hallen blicken.

Hilfreich wäre es für die aktuell fünftplatzierten White Wings, wenn das Ulmer Juniorteam Orange Academy erwartungsgemäß bei Tabellenführer Baskets Elchingen verlieren und der FC Bayern Basketball II zu Hause gegen die favorisierten Gießen 46ers Rackelos nicht punkten würde. Völkel fordert seine Spieler jedoch auf, sich auf ihre eigene Aufgabe zu konzentrieren und warnt vor Oberhaching. „Sie sind eine erfahrene Mannschaft mit einigen Spielern, die schon sehr lange in den Ligen unterwegs sind und genau wissen, was sie tun.“

Mehrere solide Schützen im Kader

Das bewiesen die als Tabellenelfter lediglich noch mit theoretischen Chancen auf die K.o-Runde ausgestatteten Tropics in der vergangenen Woche. Sie feierten einen 94:84-Heimsieg über Schlusslicht Löwen Erfurt, gegen das sich die White Wings kurz zuvor schwergetan und mit nur zwei Punkten Unterschied gewonnen hatten. Erfolgsrezept der Oberhachinger war wie so oft ihre variable Offensive. Topwerfer Moritz Wohlers erzielt nicht nur 15,6 Punkte pro Partie, sondern nutzt seine 2,03 Meter und 110 Kilogramm auch dazu, sich Bälle beim Rebound zu sichern – durchschnittlich 8,0.

Mit Janosch Kögler (12,1), William Bessoir (11,6) und Omari Knox (10,1) stehen weitere solide Schützen im Kader, der als einziger in der Liga ohne Profispieler auskommt. Dazu ist das Aufgebot der Tropics mit einem Schnitt von 26,9 Jahren das älteste, jedoch nicht das profilierteste. Außer dem Ex-BBL-Spieler Peter Zeis gehören ihm keine Akteure aus der 1. oder 2. Liga an.

Sieg sei im Bereich des Möglichen

Dafür gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Justin Hedley, der erst im November von Hanau nach Oberhaching ging, hat sich nach seinem Wechsel prächtig entwickelt und mit 11,7 Punkten pro Partie zum drittbesten Werfer seiner Farben gemausert. Wie die White Wings ihn stoppen, sollten sie wissen. Ob sie auch in der richtigen körperlichen Verfassung sind, ist nach einer schwierigen Trainingswoche offen.

Völkel muss mitansehen, wie eine lange und bis dato von wenigen Verletzungen geprägte Saison an den Kräften seiner Schützlinge zehrt. „Einige Spieler sind angeschlagen und konnten nicht an allen Tagen trainieren“, sagt er. Dennoch stimmt nach drei Siegen in Serie die Motivation der Truppe. Völkel ist davon überzeugt, die Heimreise mit zwei Punkten anzutreten: „Wenn wir uns an unseren Matchplan halten und mit hoher Intensität spielen, dann können wir gewinnen.“

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