Chase Adams gibt bei den White Wings Hanau den Takt an. Im Heimspiel gegen die RheinStars Köln wird es darauf ankommen, die zweitbeste Defensive zu knacken. (Archivfoto: Kalle)

Hanau

ProA: White Wings treffen auf RheinStars Köln

Basketball. Es sind wegweisende Wochen für die Hebeisen White Wings: Wollen die Hanauer den überraschenden Einzug in die Playoffs um den Aufstieg in die Bundesliga schaffen, gilt es bis Weihnachten gegen Spitzenmannschaften der ProA zu punkten.

Von Dominik Sharaf

Am Samstagabend (19 Uhr, Main-Kinzig-Halle, live und kostenlos im Internetstream auf airtango.live) empfangen sie mit den RheinStars Köln den ersten BBL-Kandidaten. Bis Weihnachten warten noch Liga-Topfavorit Rasta Vechta, Überraschungsteam Karlsruhe Lions und Tabellenführer Crailsheim Merlins. Nur in die Begegnung mit den Nürnberg Falcons gehen die White Wings noch als Favorit.

Stark gestartet und dann nachgelassen

Das knackige Programm kommt an einem möglichen Wendepunkt einer Saison, in die die Truppe von Simon Cote bärenstark gestartet ist, jüngst aber nachließ. Gegen Ehingen Urspring hatte sie unerwartet Mühe, gegen Phoenix Hagen ging sie – auch aufgrund kämpferischer Defizite – unter. Co-Trainer Tuna Isler hofft, dass es sich um Ausrutscher handelte: „Wir haben bisher gezeigt, dass wir unberechenbar sind, auch auf verschiedenen Positionen“, betont er eigene Stärken. „Es geht jetzt darum, den Fokus der Spieler wieder zu richten und gegen Köln klar unser Spiel zu spielen.“

Aggressiver verteidigen

Heißt: Die White Wings sollen sich auf gewohnte Qualitäten besinnen und aggressiver verteidigen. So viele Punkte wie in den zwei zurückliegenden Partien ließen sie sich 2017/2018 bis dato nie einschenken. „Wir müssen uns giftiger und galliger präsentieren“, wünscht Sportdirektor Helmut Wolf. Er fordert, mit der Unterstützung der eigenen Fans, „mutig und selbstbewusst in einen offensiven Rhythmus zu kommen“. Zweite Baustelle ist die Offensive, die auch an guten Tagen zu viele Abschlüsse braucht, um Korberfolge zu landen.

Finanzstarkes Team aus Köln

Gegen die RheinStars könnten solche Fehler teuer werden. Die finanzstarken Kölner werden wie die White Wings von Unitymedia gesponsert. Wie zu hören ist, investiert das Unternehmen in der Domstadt deutlich mehr Geld, was der Qualität des Kaders – insbesondere bei den US-Profis – abzulesen ist. Kavin Gilder-Tilbury und Matt Vest sind mit einem Punkteschnitt von 11,9 die besten Werfer ihrer Farben. Keith Ramsey angelt sich 7,6 Rebounds pro Partie und ist mit einer Erfolgsquote von 62,1 Prozent bei Abschlüssen aus der Zone einer der sichersten Schützen der Liga.

Defensive knacken

Vest trifft zudem jeden vierten Dreierversuch und lieferte schon 39 Vorlagen. Nicht mehr im Kader steht der frühere Hanauer Robin Christen, der im Sommer nach Vechta wechselte. Seit Mitte Oktober haben die RheinStars vier von sechs Partien gewonnen, darunter eine knappe Niederlage gegen Tabellenführer Crailsheim. Schlüssel zu den Erfolgen war die zweitstärkste Verteidigung der ProA.

„Sie sind eine defensivstarke Mannschaft, die zu Beginn kaum in Tritt gekommen ist“, erklärt Wolf, warum die Kölner als Sechster trotzdem punktgleich mit den White Wings – derzeit Achter – sind.

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