US-Profi Chase Adams (links) führte die Hebeisen White Wings mit starken Aktionen in der Schlussphase zum Heimsieg über die Nürnberg Falcons. Ein großer Schritt für die Hanauer in Richtung K.o-Runde. Foto: TAP

Hanau

ProA: White Wings schlagen Nürnberg und sind den Playoffs nah

Basketball. Perfektes Wochenende für die Hebeisen White Wings: Mit einem 79:75-Erfolg über die Nürnberg Falcons haben die Hanauer am Sonntag in der Main-Kinzig-Halle ihren zweiten Heimsieg binnen drei Tagen gefeiert.

Von Dominik Sharaf

Eine umkämpfte Partie mit vielen Fouls entschieden sie in der Schlussminute für sich, als US-Profi Chase Adams seine Truppe mit einem spektakulären Dreier und Freiwürfen ein Polster verschaffte. In der ProA-Tabelle stehen die White Wings weiter auf dem achten Rang. Zur Playoff-Qualifikation fehlen ihnen zwei Siege aus vier noch ausstehenden Partien.

Dass die Begegnung gegen Nürnberg eine Berg- und Talfahrt war, schien bei der anschließenden Feierstunde – wie gewohnt mit Kapitän Christian von Fintel als Anheizer am Hallenmikrofon – für einen Moment vergessen. „Wir haben die Aufgabe mit Bravour bewältigt. Ich bin begeistert von dem, was die Mannschaft zeigt und wie sie auftritt“, sagte Sportdirektor Helmut Wolf. Besonders beeindruckt haben dürfte ihn das starke zweite Viertel, in dem sich die White Wings dank der besseren Wurfquoten zum ersten Mal abgesetzt hatten.

„Wir ernten den Lohn der harten Arbeit“Die Freude währte aber nicht lange: Der Angriff schwächelte zur Mitte der zweiten Halbzeit. Es war in dieser Phase besonders sichtbar, dass das Reboundduell mit 28:37 verloren ging. Als Falcons-Spieler Madracus Wade zwei Steals binnen 15 Sekunden markierte und seine Farben drei Minuten vor dem Ende wieder auf zwei Punkte heranbrachte, schien die Begegnung zu kippen – doch es folgte Adams' Galauftritt. „Wir machen bei unseren Partien den Sack mit Ruhe und Konstanz zu. Wir ernten den Lohn der harten Arbeit“, jubelte Wolf.

Matchwinner Adams zeigte sich nach einer seiner stärksten Vorstellungen der laufenden Saison bescheiden: „Es war eine tolle Teamleistung. Ich bin wirklich stolz auf die ganze Mannschaft.“ Im Freudentaumel machte er zudem öffentlich, dass die Playoffs bei den White Wings viel länger ein Thema sind als sie zugeben wollen: „Wir haben von Saisonbeginn darauf hingearbeitet. Nun scheint es tatsächlich zu klappen.“

Nur ein Team noch gefährlichGefährlich werden den White Wings im Kampf um den letzten Platz für die K.o.-Runde wohl nur die Kirchheim Knights (9.). Nach einem 81:72-Auswärtserfolg bei den Uni Baskets Paderborn bleiben sie den Hanauern mit zwei Punkten Rückstand auf den Fersen, der direkte Vergleich spricht aber gegen sie. Die Niners Chemnitz (10.), die den RheinStars Köln mit 67:74 unterlagen, mussten abreißen lassen. Vier Zähler weniger und zwei Pleiten in den direkten Duellen mit der Cote-Truppe dürften in Anbetracht eines knackigen Restprogramms nicht mehr aufzuholen sein.

Dazu könnten die White Wings im Tableau vorrücken: Sie sind nach dem 26. Spieltag punktgleich mit dem Siebten Phoenix Hagen, der eine 78:92-Schlappe bei den Gladiators Trier (5.) kassierte. Der Bundesliga-Zwangsabsteiger hat jedoch den direkten Vergleich mit Hanau auf der Habenseite.

White Wings: Adams (23 Punkte / 3 Rebounds), von Fintel (15/2), Long (13/3), Jönke (12/7), Jacko (8/3), Albrecht (5/4), Brady (2/1), Eichler (1/1), Choice (0/1)

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