Auf den Sieg gegen Tabellenführer Hamburg folgte für Luquon Choice (links) und die White Wings nun in Baunach der tiefe Fall: Die Hanauer kassierten die bisher höchste Saisonniederlage. Archivfoto: TAP

Basketball

ProA: White Wings kassieren in Baunach höchste Saisonniederlage

Basketball. Nichts zu holen für die White Wings: Bei einer mit Doppellizenz-Spielern aus der Bundesliga gespickten Mannschaft der Baunach Young Pikes gingen die Hanauer am Samstag mit 58:85 unter. Die vierte Pleite am fünften Spieltag war die deutlichste der laufenden ProA-Saison und maßgeblich einer Schwächephase geschuldet.

Von Dominik Sharaf

Dass seine White Wings anschließend auch in aussichtsloser Lage versuchten, die Partie zu drehen, dürfte Trainer Simon Cote optimistisch gestimmt haben – mehr aber auch nicht.Schließlich war der Fehlstart der White Wings zu gravierend. „So darf man nicht in ein Spiel gehen“, sagt Sportdirektor Helmut Wolf über ein erstes Viertel, das mit 5:19 verloren ging. In der Offensive saß fast kein Wurf, in der Verteidigung ging es vogelwild zu. Nie zuvor erzielte eine Hanauer Mannschaft in der ProA weniger Punkte zum Auftakt. „So ist es gegen so eine Mannschaft schwierig, zurückzukommen“, weiß Wolf über den frustrierenden Start.

Erschreckende Abschlussquoten

Dennoch versuchten die White Wings in der Folge alles und stabilisierten sich zumindest im Angriff. Neuzugang Kalidou Diouf avancierte mit 17 Punkten erstmals zum besten Werfer, konnte erschreckende Abschlussquoten jedoch nicht im Alleingang aufhübschen: Nur 39 Prozent der Hanauer Versuche aus der Zone fielen. Dazu trafen lediglich drei von 25 Anläufen auf einen Dreier den Korb – zwölf Prozent Ausbeute und ein neuer Saison-Negativrekord.„Es gibt solche Tage, da klappt es offensiv irgendwie nicht. Im vergangenen Spiel hatten wir noch eine Dreierquote von 55 Prozent“, hadert Wolf und zeigt sich auch mit der Verteidigung unzufrieden: „Wenn die Würfe nicht fallen, muss ich defensiv noch eine Schippe drauf legen.“ Fehlanzeige.

Immer wieder bestrafte Baunach die Ballverluste der Gäste aus Hanau mit Tempogegenstößen. Dass der Rückstand kurz vor der Halbzeit auf elf Punkte schmolz, blieb das höchste der Comeback-Gefühle. An dem Bild änderte sich nach dem Seitenwechsel wenig. „Wir haben versucht uns heranzukämpfen. Aber die Young Pikes haben eine tiefe Rotation und konnten uns dauerhaft unter Druck setzen. Darauf haben wir keine Antworten gefunden“, sagt Helmut Wolf. Vor allem über die Topscorer Henri Drell (26 Punkte) und Kristian Kullamäe (17) neutralisierte Banauch immer wieder Hanaus Kampfgeist.

White Wings fehlt Konstanz

Unter dem Strich fehlte es den White Wings – wie bei der Pleite gegen Abstiegskandidat Paderborn – an Konstanz. Auch eine klar erkennbare taktische Linie, die Simon Cote wohl vorgegeben hatte, ließen sie auf dem Parkett nicht erkennen. Von den Galavorstellungen gegen die BBL-Kandidaten Hamburg, Hagen und Tübingen war nichts mehr übrig. „Wir zeigen derzeit zwei Gesichter. Heute war es das, das wir nicht so gerne sehen“, meint Helmut Wolf.

White Wings: Diouf (17 Punkte/7 Re-bounds), Choice (13/4), Pinson (6/5), Eichler (6/2), Talley (6/0), Angerer (4/6), Jönke (4/2), Woods (2/2), Nicolay (0/2)

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