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ProA: White Wings Hanau verlieren 56:111 bei den Artland Dragons

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Nichts zu holen gab es für die White Wings Hanau um Kalidou Diouf (links) im Rückspiel gegen Paul Albrecht und die Artland Dragons. Die Hanauer mussten auf Kapitän Till-Joscha Jönke verzichten und kamen komplett unter die Räder. Archivfoto: TAP
Nichts zu holen gab es für die White Wings Hanau um Kalidou Diouf (links) im Rückspiel gegen Paul Albrecht und die Artland Dragons. Die Hanauer mussten auf Kapitän Till-Joscha Jönke verzichten und kamen komplett unter die Räder. Archivfoto: TAP

Basketball. Die sportliche Talfahrt der Ebbecke White Wings setzt sich im neuen Jahr ungebremst fort: Am Sonntagabend kamen die Hanauer bei den Artland Dragons mit 56:111 unter die Räder. Es war die 14. Pleite am 17. Spieltag der laufenden ProA-Saison.

Von Dominik Sharaf

In Abwesenheit des mit Knieproblemen fehlenden Kapitäns Till-Joscha Jönke und seines gesperrten Stellvertreters Josef Eichler sowie ohne US-Profi Jaleel Crawford hatte die Mannschaft von Simon Cote dem Aufsteiger wenig entgegenzusetzen.Die nur sieben einsatzfähigen Stammspieler liefen von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher. Dass die White Wings drei Minuten vor der Halbzeit auf acht Punkte herankamen, war das höchste der Gefühle und beinahe schmeichelhaft: In Anbetracht dessen, dass weniger als jeder zweite Hanauer Abschluss aus der Zone den Korb fand und die Dreierquote mit 17 Prozent unterirdisch war, hätten sich die Dragons früher absetzen können. Allerdings präsentierte sich auch der Auf-steiger nicht in Bestform – für das Notaufgebot von Trainer Simon Cote reichte es aber.

Mangel an Kraft

Im zweiten Durchgang mangelte es den White Wings an der nötigen Kraft, um sich gegen die Klatsche aufzubäumen. Das unterstrich ein mit 27:48 verlorenes Reboundduell. Ihr angeschlagener Topwerfer Luquon Choice, der mit den altbekannten Kniebeschwerden aus der Weihnachtspause gekommen war, quälte sich 34 Minuten lang, war jedoch weit entfernt von seinem vollen Leistungsvermögen. Das Schlussviertel endete mit 8:37 für Artland. Höher ging für die White Wings seit dem Aufstieg in die zweite Liga kein Spielabschnitt verloren.Die Tabellensituation gestaltet sich für die White Wings noch besorgniserregender als zuvor: Während sie mit nur sechs Punkten weiter auf dem 16. und letzten Rang rangieren, verschaffte sich Gegner Artland Luft und liegt nun acht Zähler vor ihnen. Auch Abstiegskandidat Uni Baskets Paderborn punktete mit einem 91:70-Erfolg über die Baunach Young Pikes, die sich als 15. als einzige Mannschaft in Reichweite der White Wings befinden. Die Bayern haben nur einen Sieg mehr auf dem Konto. Erfreulicher aus Hanauer Sicht: Schalke 04 unterlag bei den Karlsruhe Lions mit 59:82 und die Tigers Tübingen kassierten eine 55:73-Auswärtspleite bei den Nürnberg Falcons. So beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer unverändert sechs Punkte.

Im Kampf um die Qualifikation für die Playoffs um den Bundesliga-Aufstieg stieg die Spannung. Tabellenführer Niners Chemnitz kassierte nach zwölf Siegen in Serie die dritte Niederlage im vierten Spiel, liegt mit 26 Punkten aber noch komfortabel an der Spitze. Auch Verfolger Hamburg Towers ließ zum zweiten Mal binnen drei Spieltagen Federn. Als Zweitplatzierter trennen sie nur vier Zähler von Ehingen Urspring, das als Achter den letzten Playoff-Platz belegt.Weiter geht es mit dem Ligabetrieb für die White Wings Hanau am Samstag, 11. Januar. Um 20 Uhr ist in der Main-Kinzig-Halle Sprungball gegen die Academics Heidelberg. Eine Woche später am Samstag, 19. Januar, steht das Gastspiel bei Phoenix Hagen (19 Uhr) auf dem Spielplan, ehe zum letzten Punktspiel im Januar die Uni Baskets Paderborn in Hanau zu Gast sind (Samstag, 26. Januar, 19 Uhr, Main-Kinzig-Halle).

White Wings: Pinson (16 Punkte/4 Re-bounds), Diouf (14/8), Talley (10/2), Choice (6/2), Angerer (5/5), Nicolay (3/1), Woods (2/2), Bauer

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