Luquon Choice war mit 23 Punkten bester Hanauer Werfer in Heidelberg. Archivfoto: Kalle

Basketball

ProA: Siegesserie der White Wings reißt in Heidelberg

Basketball. Der Weg in die Playoffs um den Bundesliga-Aufstieg ist für die Hebeisen White Wings wieder ein Stück weiter geworden. Die Hanauer verpassten am Mittwochabend trotz eines phasenweise starken Auftritts bei dem Tabellendritten MLP Academics Heidelberg ihren sechsten ProA-Sieg in Folge.

Von Dominik Sharaf

Die 75:88-Niederlage wäre vermeidbar gewesen, hätte sich die Mannschaft von Simon Cote nicht zu Beginn einen 17-Punkte-Rückstand eingehandelt, dem sie die komplette Spielzeit über hinterherlief. Kurz nach dem Sprungball schienen die Gedanken der White Wings nur um die Chance, mit zwei Erfolgen aus vier Partien die Teilnahme an der K.o.-Runde klarzumachen, zu kreisen. Die sonst nervenstarken Chase Adams und Josef Eichler verfeuerten Korbleger, dazu leisteten sich fast alle Spieler einfache Ballverluste. „Dabei schienen mir die Jungs gar nicht nervös zu sein“, wunderte sich Cote über den Stotterstart.

Jönke und Choice lassen Hanau hoffenEr sprach von anderen Versäumnissen: „In der Verteidigung waren nicht bissig genug und haben uns Fehler erlaubt. Heidelberg hat sie mit einer tollen Dreierquote eiskalt genutzt.“ Deshalb schien die Partie beim Stand von 27:10 nach neun Minuten gelaufen, doch vier verwandelte Freiwürfe durch Till-Joscha Jönke kurz vor der Viertelpause weckten die Hanauer Lebensgeister. Luquon Choice legte elf Zähler in Serie nach und brachte die White Wings wieder in Schlagdistanz. Doch die Gala des US-Profis wurde nicht belohnt: Nach dem Seitenwechsel fielen seine Kollegen mit teils nachlässiger Defensivarbeit und fahrigem Offensivspiel in alte Muster zurück. Dass sich die Heidelberger lange nicht absetzten, lag an der kämpferischen Leistung der Hanauer.

Ausgangslage für Playoffs ist weiter gut„Wir haben unter Beweis gestellt, dass der Teamgeist bei uns in jeder Spielsituation stimmt. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, wenn es um ihre Einstellung geht“, sagte Cote. Die durchgängig schlechteren Wurfquoten und etwas Pech bei den Rebounds ließen sich nicht kompensieren, zumal sich der Gegner in gegen Ende keine Blöße gab. Trotz der Schlappe stehen die Chancen der White Wings auf die Playoff-Teilnahme gut. Schließlich sind die Academics neben dem Tabellenzweiten Crailsheim Merlins (am Mittwoch mit einem 102:77-Sieg gegen die Uni Baskets Paderborn) auf dem Papier die schwierigste Aufgabe des Restprogramms gewesen – und der einzig verbliebene Kontrahent Kirchheim Knights schlecht in Form. Hanau belegt unverändert Tabellenplatz sieben.

Am Samstag gegen TrierWeiter geht es am kommenden Samstag, wenn die Gladiators Trier in der Main-Kinzig-Halle gastieren. „Wir haben genug Zeit, um uns zu erholen. Der Rhythmus liegt uns – das haben wir in der laufenden Saison schon bewiesen“, meinte Cote.

White Wings:Choice (23 Punkte/2 Rebounds), Jönke (15/6), Albrecht (15/3), Brady (6/4), Eichler, Jacko (beide 4/3), Adams (3/2), von Fintel (3/1), Long (2/4)

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