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ProA: Bangen um Chase Adams

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Hanaus Neuzugang Chase Adams zeigte bisher nur in Testspielen seine Qualität. Ob der Leader am Sonntag spielen kann, wird sich zeigen. (Archivfoto: TAP)
Hanaus Neuzugang Chase Adams zeigte bisher nur in Testspielen seine Qualität. Ob der Leader am Sonntag spielen kann, wird sich zeigen. (Archivfoto: TAP)

Basketball. Die Hanau White Wings sind bei Orange Academy gefordert und hoffen auf Leistungsschwankungen des Gegners. Auch vor dem zweiten Spieltag der Saison bangen die Hanauer um den Einsatz von US-Profi Chase Adams.

Von Dominik Sharaf

Am zweiten Spieltag der ProA-Saison 2017/2018 steht den Hebeisen White Wings die nächste unbequeme Aufgabe ins Haus: Die Hanauer Basketballer laufen am Sonntag (17 Uhr) bei Zweitliga-Aufsteiger Orange Academy auf. Das Juniorteam des Bundesligisten Ratiopharm Ulm wird voraussichtlich auf alle Leistungsträger mit Doppellizenz vertrauen.

Umso schwieriger wird es für Trainer Simon Cote und seine Truppe, bei ihrem ersten Aufwärtsauftritt die ersten Punkte einzufahren – zumal sie weiter um den Einsatz ihres US-Profis Chase Adams bangen.

Ersatz für Chase nicht einfach

Wie wichtig der aus Paderborn gekommene Point Guard für die Offensive und für den Kräftehaushalt des kleinen Kaders ist, zeigte sich bei der Auftaktniederlage gegen die Hamburg Towers. Daher hoffen die Hanauer, dass die medizinische Abteilung Adams Muskelschmerzen vor der zweiten Begegnung in den Griff bekommt. „Chase zu ersetzen ist nicht so einfach für uns“, räumt Cote ein. Er verfügt über keine weiteren Importspieler mit Europaerfahrung. Die Neulinge Chris Brady, Lavon Long und Luquon Choice kamen vom College.

Ulmer können aus dem Vollen schöpfen

Der frisch aufgestiegene Gegner muss sich solche Gedanken nicht machen. Die Ulmer Orange Academy, die bis 2016 von ihrem alten Standort Weißenhorn aus operierte und ihr Team Youngstars nannte, kommt als einziger ProA-Teilnehmer ohne einen Berufsspieler aus Übersee aus. Als Nachwuchstruppe des Bundesligisten Ratiopharm Ulm setzen die Schwaben vielmehr auf junge, einheimische Akteure. Zwölf der 17 gemeldeten Korbjäger sind noch Teenager, 13 haben einen deutschen Pass. Die Legionäre kommen aus Ungarn und Serbien, sind aber teils lange in Ulm zu Hause.

Souveräner Auftakt der Ulmer

Kurios: Die Orange Academy startet mit vier Heimspielen in die Saison. Zum Auftakt schlug sie Ehingen Urspring souverän mit 78:69, ihre BBL-Doppellizenzspieler waren mit von der Partie – wie es wahrscheinlich auch am Sonntag gegen die White Wings der Fall sein wird. Sie wollen ihren Trainern beweisen, dass sie eine Option für das A-Team sind. Eindrucksvoll gelang es Marcell Pongo am ersten Spieltag: Der 20-jährige Point Guard wurde mit 26 Punkten, sechs Vorlagen und fünf Rebounds zum Matchwinner. Der Ungar war schon in der vergangenen Saison eine Säule des finnischen Coaches Daniel Jansson. Weniger auffällig war Kapitän Nils Mittmann. Der Power Forward ist mit seinen 38 Jahren der „Großvater“ der Truppe und der einzige Akteur, der über 22 Jahre alt ist.

Hoffen auf Leistungsschwankungen

Hanaus Hoffnung: Junge Spieler sind anfällig für Leistungsschwankungen. Simon Cote wünscht sich daher, dass seine Schützlinge früh Druck auf den Ball machen und die Gastgeber zu Fehlern zwingen. „Ich bin ein Defensivtrainer“, erklärt der Headcoach, dass seine Systeme auf einer funktionierenden Abwehr fußen – in der Vorbereitung der klare Schwerpunkt. Cote appelliert, weiter Gas zu geben: „Wir müssen täglich besser werden. Ich will, dass sich die Spieler gegenseitig auf Topniveau treiben.“

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