Konstanz fehlte: Mara Lindner gewann mit ihren Mitspielerinnen der HSG Preagberg in der abgelaufenen Bezirksoberligasaison acht Spiele. Elf Partien verloren sie. Archivfoto: TAP

Region Hanau

HSG Preagberg: Schwierige Saison nach Umbruch

Handball. Nach dem dritten Platz im vergangenen Jahr ist die HSG Preagberg in der abgelaufenen Saison auf Platz acht abgerutscht. Auch wegen zwei Trainerwechseln in dieser Zeit habe das Team „die Konstanz vermissen lassen“, erklärt Trainerin Katrin Müller.

Von Per Bergmann

„Wir hatten zuletzt auch immer wieder angeschlagene Spielerinnen“, erinnert sich Müller an die letzten Spiele der Saison. „Aber diese Probleme haben viele Teams, das soll keine Ausrede für die mangelnde Konstanz sein“, stellt die 36-Jährige, die das Team am siebten Spieltag von Ex-Trainer Daniel Porebska übernahm, klar. Nach fünf sieglosen Spielen fuhr ihre Mannschaft gegen die SG Dietesheim/Mühlheim damals direkt einen Sieg ein.

Eine Woche darauf konnte der Verein zudem Dennis Weih als Trainer gewinnen, der die Mannschaft seitdem zusammen mit Müller betreut. Das neue Duo an der Seitenlinie schien dem Team wieder Leben einzuhauchen. „Die Stimmung ist besser geworden“, erinnert sich Müller. Das bestätigten auch einige Spielerinnen. Doch der Impuls klang schnell wieder ab. Nach zwei weiteren Siegen in den Derbys gegen Langenselbold und Hainburg ließen die Leistungen wieder nach. Als Grund für die konstante Inkonstanz sieht Müller „einen grundlegenden Umbruch“, der vor der Saison vollzogen werden musste.

"Selbstbewusstsein gelitten"

Nicht nur Erfolgstrainer Torsten Weber verließ die Preagbergerinnen, auch Müller selbst legte eine Handballpause ein - genauso wie Kerstin Rahmel-Wurst und Janina Rupp.

Die Handballerfahrung auf der Platte ließ nach „und wir mussten den Kader mit Spielerinnen aus der Jugend und der zweiten Mannschaft auffüllen“. Mehrere Niederlagenserien führten letztendlich dazu, „dass auch das Selbstbewusstsein der Mannschaft gelitten hat“. Von elf Spielen in der Rückrunde konnte die HSG nur noch drei gewinnen.

Aufgrund des Umbruches sei man im Verein dennoch zufrieden mit dem achten Platz. Nun gehe es in den kommenden Wochen darum, das Team neu aufzustellen, die Kräfte zu bündeln und an einem Strang zu ziehen. Müller wird dabei zunächst nur im Hintergrund aktiv sein, da sie Anfang Juni ihr erstes Kind erwartet. „Eventuell werde ich im Laufe der Saison wieder als Spielerin zum Team stoßen“, kündigt sie an.

Weitere Neuzugänge

Bis dahin werde Weih die Mannschaft alleine auf die nächste Saison vorbereiten. Die Kaderplanung ist derweil in vollem Gange. Vor allem auf der Torhüterposition steht der HSG ein Umbruch bevor: Sowohl Christine Wostruha als auch Jessica Kukla hängen die Handballschuhe vorerst an den Nagel.

Mit Anna Walper von der HSG Maintal, die im Rahmen der Handball-Gala des HANAUER ANZEIGER zur besten Torfrau der A-Klasse gewählt wurde, steht bereits ein guter Ersatz als Neuzugang fest. Hinzu kommen Rückraumspielerin Rebekka Müller (HSG Maintal) und Kreisläuferin Anne Rauch (HSG Rodgau Nieder Roden II). Rückraumspielerin Tina Glückschalt kehrt nach ihrer Handballpause zurück zum Team.

Das könnte Sie auch interessieren