Handball Bezirksoberliga, SG Bruchkoebel II - HSG Preagberg II
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Das war es für das Team von Oliver Neumann: Der Hessische Handball-Verband hat seine umstrittene Regel bezüglich des Auf- und Abstiegs bekräftigt.

Der Kampf geht weiter 

HSG Preagberg will trotz Beschluss des HHV gegen die Wertung vorgehen

  • vonRobert Giese
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er Entschluss steht fest: Der Hessische Handball-Verband (HHV) hat seine Entscheidung bekräftigt, nach dem hessenweiten Abbruch der Handballsaison den Tabellenstand vom 13. März zur Ermittlung der Auf- und Absteiger von der Bezirksliga D bis zur Oberliga heranzuziehen – trotz lautstarker Kritik.

Für die HSG Preagberg, die von dieser Regelung schwer getroffen werden könnte, habe sich durch die Bekräftigung seitens des HHV nach Aussage des Vorsitzenden Sascha Möhwald jedoch nichts geändert. HHV-Präsident Gunter Eckart sprach im Rundschreiben an die Vereine davon, dass angesichts der Corona-Pandemie die vom Verband entschiedene Variante die „gerechteste und sinnvollste“ sei. Diese Ansicht dürfte nicht nur bei der HSG Preagberg Stirnrunzeln hervorrufen, schließlich sind die Tabellen in praktisch allen Ligen durch Spielverlegungen und noch ausstehende Nachholspiele arg verzerrt. 

Die Preagberger Männer trifft es besonders hart

Besonders hart trifft es in der Region die Preagberger Männermannschaft, die in der Bezirksoberliga auf dem vorletzten Platz steht, zwei Punkte hinter der HSG Kinzigtal. Allerdings hat Preagberg auch zwei Partien weniger bestritten als die auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz stehende HSG Kinzigtal. Es könnte also gut sein, dass die Preagberger durch die Regelung des HHV den Abstieg antreten müssen – doch sicher ist das freilich nicht: Da der Deutsche Handballbund (DHB) noch nicht entschieden hat, wie Auf- und Abstieg in den 3. Ligen gehandhabt werden, könnte das Team von Pedro Valina den Klassenerhalt auch trotz der umstrittenen Regelung des HHV noch schaffen.

Ob das gelingt, hängt direkt vom Schicksal des TV Kirchzell ab, der sich in der 3. Liga Mitte in einer ähnlichen Situation wie Preagberg befindet: Aktuell steht der TVK nämlich auf einem Abstiegsplatz, hat bei nur einem Punkt Rückstand auf den Northeimer HC aber zwei Partien weniger absolviert als die Niedersachsen. Würde Kirchzell dennoch absteigen, zöge das einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Abstiegen nach sich, bis hinunter zu den Preagbergern, die sich dann nach nur einer Saison wieder aus der Bezirksoberliga verabschieden müssten. 

Preagberg will sich mit der Entscheidung nicht abfinden

Mit der Entscheidung des HHV will sich Preagberg indes nicht abfinden und hat fristgerecht Einspruch beim Sportgericht eingelegt. „Wir warten nun auf die Reaktion“, so Möhwald, der noch einmal betont, den Abbruch der Saison angesichts des um sich greifenden Coronavirus voll und ganz zu unterstützen. 

Von der Aussage des HHV, dass Kritiker ihren Unmut zu deutlich geäußert hätten, „fühlen wir uns nicht angesprochen, da wir uns nie direkt beim HHV beschwert haben“, wie Möhwald klarstellte. Ob die Preagberger gegen die Entscheidung zivilrechtlich vorgehen, falls ihr Einspruch beim Sportgericht keinen Erfolg hat, ließ Möhwald offen: „Damit befassen wir uns erst, wenn es so weit ist.“

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