Schweres Auswärtsspiel: Dominik Wüst (weißes Trikot, am Ball) und der FC Hanau 93 müssen am Samstag in Baunatal gewinnen, um die Aufstiegsrunde nicht aus den Augen zu verlieren. Der Stürmer zählt zu den positiven Entwicklungen an der Kastanienallee.
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Schweres Auswärtsspiel: Dominik Wüst (weißes Trikot, am Ball) und der FC Hanau 93 müssen am Samstag in Baunatal gewinnen, um die Aufstiegsrunde nicht aus den Augen zu verlieren. Der Stürmer zählt zu den positiven Entwicklungen an der Kastanienallee.

HESSENLIGA

Pfeilschneller Stürmer mit Torinstinkt: Dominik Wüst hat mit Hanau 93 Aufstiegsrunde fest im Blick

Es ist bis zum jetzigen Zeitpunkt der Saison für den ambitioniert gestarteten Fußball-Hessenligisten FC Hanau 93 schon so einiges schiefgelaufen. Zu den gelungeneren Aktionen gehört zweifelsohne die Laste-Minute-Verpflichtung von Dominik Wüst. Der vom Nord-Regionalligisten Phönix Lübeck verpflichtete Stürmer hat an der Kastanienallee gut eingeschlagen und zählt für die zweite Saisonhälfte - egal ob in der Auf- oder Abstiegsrunde - zu den kickenden Hoffnungsträgern des HFC.

Hanau – Aktuell führt Wüst, der erst kurz vor Ende der Wechselfrist Ende August zu den Hanauern stieß, mit fünf Treffern die interne Torschützenliste der 93er an. Der 25-Jährige ist in der Region kein Unbekannter. Kickers Offenbach II und Bayern Alzenau gehören zu den Ex-Vereinen des aus Frankfurt stammenden Stürmers, der vor seiner Zeit in Alzenau für die zweite Mannschaft des aktuellen Bundesligisten Spvgg. Greuther Fürth aktiv war. Aus Alzenauer Zeiten stammt der Kontakt zu 93-Coach Kreso Ljubicic, der im Sommer hellhörig wurde, als er vernahm, dass Wüst im hohen Norden nicht richtig glücklich war und einen Rückwechsel ins Rhein-Main-Gebiet in Erwägung zog.

Wüst gilt als pfeilschneller Stürmer, der sowohl über die Außen kommen, als auch als Mittelstürmer fungieren kann. Obwohl selbst mit gutem Torinstinkt ausgestattet, legt Wüst auch gerne mal für besser postierte Mitspieler auf. Steht er selbst in der Box, wird es für die verteidigende Mannschaft auch bei hohen Bällen schwer, denn Wüst verfügt auch über ein passables Kopfballspiel. „Dominik läuft und ackert viel für die Mannschaft und ist zudem torgefährlich. Das war ein absolut gelungener Transfer“, sagt Ljubicic. Der Neuzugang hat sich innerhalb kürzester Zeit gut in seinem neuen Umfeld eingelebt. Der in Frankfurt lebende Offensivspieler hat trotz des vorübergehenden Abstiegs von der Regionalliga in die fünfhöchste Spielklasse eine Profikarriere weiterhin im Auge. „Ich denke, dass ich mindestens Regionalliga spielen kann“, meint Wüst selbstbewusst.

Wüst: „Können jede andere Mannschaft in dieser Liga schlagen“

Im Vereinsumfeld fühlt er sich wohl, wenngleich ihn die aktuelle sportliche Situation beim HFC (wie viele andere auch) nicht zufriedenstellt. „Wir hätten schon den einen oder anderen Punkt mehr haben können“, erzählt der Stürmer, der gegen Hünfeld nach einer Bänderverletzung wieder auf dem Platz stand. Vier Spiele stehen für die Hanauer noch aus - und Dominik Wüst will unbedingt die Aufstiegsrunde erreichen. „Wenn wir unser Potenzial abrufen, dann können wir jede andere Mannschaft in dieser Liga schlagen“, ist Wüst auch vor den schweren Auswärtsspielen wie an diesem Samstag in Baunatal oder zwei Wochen später in Stadtallendorf nicht bange.

Für Hanau 93 zählt nur ein Sieg

In der Fußball-Hessenliga Gruppe A zählt in der Partie am Samstag (14.30 Uhr) zwischen dem KSV Baunatal und dem FC Hanau 93 für beide Teams nur ein Sieg. Im Kampf um die Plätze vier und fünf, die zwei noch zu vergebenen Tickets zur Aufstiegsrunde, haben die beiden früheren Zweitligisten keine guten Karten auf der Hand. Nur eine eigene Siegesserie und entsprechende Patzer der Konkurrenten würden ein Happy End und das Abwenden der Abstiegsrunde bedeuten. Dem KSV Baunatal verbleiben für ein „Fußballwunder“ nur drei Spiele, während der HFC noch vier Partien zu absolvieren hat. „Wir spielen auf Sieg“, sagt HFC-Spielertrainer Kreso Ljubicic entschieden. Das Hinspiel entschieden die Hanauer mit 3:1 für sich. Fraglich sind die Einsätze von Cem Kara, Semih Sentürk und Damjan Kovjenic. Kubilay Cetin, der zuletzt krank fehlte, steht wieder im Kader der Hanauer.

Kürzlich profitierte der Hessenligist von Wüsts guten Kontakten. Der Stürmer brachte seinen aktuell vereinslosen Kumpel Mohamed Adam Ahmed mit zum Probetraining. Der großgewachsene Defensivspieler überzeugte und feierte bereits beim 1:1 gegen den Hünfelder SV ein starkes Debüt auf der Innenverteidigerposition. Ahmed und Wüst sind nun heiß auf den Schlussspurt in der Gruppe A der zweigeteilten Hessenliga. „Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel“, betont der Stürmer, der in Baunatal am Samstag gerne seinen sechsten Punktspieltreffer im HFC-Dress bejubeln möchte. (Von Frank Schneider)

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