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Opel-Brass-Cup: Seckbach entthront Titelverteidiger Bruchköbel

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Das Foto zeigt im Endspiel den SGB-Akteur Tobias Kühn (am Boden) und den Seckbacher Erich Stanskus. Foto: Kalle
Das Foto zeigt im Endspiel den SGB-Akteur Tobias Kühn (am Boden) und den Seckbacher Erich Stanskus. Foto: Kalle

Fußball. Der Sieger des 23. Opel-Brass-Cups der SG Bruchköbel heißt FG Seckbach. Der Fünfte der Gruppenliga Frankfurt West besiegte im Finale Titelverteidiger und Gastgeber Bruchköbel mit 2:1.Germania Dörnigheim qualifizierte sich mit dem Halbfinaleinzug für das Hanauer Hallenmasters.

Von Gert Bechert

Der achte Cupgewinn schien für Titelverteidiger SG Bruchköbel greifbar nahe. Die FG Seckbach spielte aber nicht mit. Der erstmals am hochdotierten Traditionsturnier teilnehmende West-Gruppenligist machte der SGB mit einem verdienten 2:1-Sieg einen Strich durch die Rechnung und kassierte das Rekordpreisgeld von 1000 Euro. Ob alles in die Mannschaftskasse fließt, ließ Jonas Scheitza offen. Der mit vier weiteren Spielern im Sommer vom Verbandsligisten Viktoria Kelsterbach nach Seckbach gewechselte Co-Trainer war jedoch zuversichtlich, dass es zu einer großzügigen Regelung mit den Cluboberen kommt.

SGB im Finale schnell mit 0:2 hintenSeckbach kassierte während des Turniers nur eine Niederlage, die mit 4:5 gegen den hohen Favoriten SC 1960 Hanau knapp ausfiel. Die Frankfurter Gäste legten im Finale eine schnelle 2:0-Führung vor, von der sie bis zur Schlusssirene zehrten. Schon nach 28 Sekunden klingelte es erstmals im Tor von Janis Gräfe, der zum besten Keeper des Turniers gewählt wurde. Konstantin Büdinger vertändelte vor dem eigenen Gehäuse das Leder, Seckbachs Torjäger Milad Wardak bedankte sich mit seinem 15. Turniertreffer, der ihm sogleich die Torjägerkrone bescherte, für das großzügige Geschenk. Nur drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Seckbach auf 2:0, als ein Distanzschuss von Julen Herrero wie ein Blitz einschlug. Bruchköbel berappelte sich nur langsam von den beiden Tiefschlägen, profitierte aber ebenfalls von einem Blackout eines gegnerischen Spielers. Einen Tiefschlaf von Florian Brenner nutzte Tobias Kühn (10.) kurz vor dem Seitenwechsel zum Anschlusstreffer. In der Schlussphase mobilisierte Bruchköbel nochmals alle Kräfte, doch FGS-Keeper Niklas Beyer hielt den Sieg fest. Speziell hier machte sich bei den Gastgebern das urlaubsbedingte Fehlen von Dorian Ahouandjinou bemerkbar, der in der Gruppenphase zu den auffälligsten SGB-Akteuren zählte.

Neu-Coach Repp sehr zufriedenAlbert Repp steckte die Niederlage gelassen weg. „Im Vorfeld hatte doch kaum einer mit dem Finaleinzug gerechnet. Die Mannschaft hat die Vorgabe voll erfüllt und wieder für Freude bei unseren Anhängern gesorgt. Das lässt mich für die Zukunft hoffen“, meinte der neue SGB-Coach.

Dörnigheim fährt zum MastersDagegen herrschte bei 1960 Hanau am Finaltag eher Tristesse. Der Verbandsligist nahm nach dem souveränen Auftritt in der Gruppenphase das Viertelfinalspiel gegen Germania Dörnigheim wohl zu sehr auf die leichte Schulter und fiel prompt auf die Nase. Auch das Fehlen von Güney Günel konnte die blamable 1:3-Niederlage gegen den Kreisoberligisten nicht entschuldigen. Die Germania löste damit das Ticket für das Hanauer Hallenmasters am 20. und 21. Januar in der August-Schärttner-Halle. Wohltuend war die faire Gangart am Finaltag. Im Gegensatz zu den Vortagen gab es keine Roten Karten. Die Zuschauerresonanz lag mit insgesamt knapp über 500 am unteren Ende des Erwartungshorizonts der Verantwortlichen. Mitorganisator Timo Haas nannte zwei Gründe. „Zum einen lässt das Zuschauerinteresse bei Hallenturnieren offenbar nach, zum anderen sorgte das verkleinerte Teilnehmerfeld für weniger Zuschauer.“ Oliver Gust ließ sich davon seine gute Laune nicht verderben. „Ich bin zufrieden, zumal auch unsere Mannshaft endlich wieder für positive Schlagzeilen sorgte“, meinte der SGB-Abteilungsleiter.

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