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Ole Hanack ist U19-Weltmeister: Hanauer rudert im Doppelzweier zu Gold

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Von: Julius Fastnacht

Starkes Duo: Der Hanauer Ole Hanack und Jakob Geyer haben im Doppelzweier Gold bei der U19-Weltmeisterschaft gewonnen.
Starkes Duo: Der Hanauer Ole Hanack und Jakob Geyer haben im Doppelzweier Gold bei der U19-Weltmeisterschaft gewonnen. © DRV/Schwier

Bei der Ruder-Weltmeisterschaft im norditalienischen Varese haben die Starter des Hanauer Ruderclubs Hassia mehrfach Edelmetall abgeräumt. Allen voran Ole Hanack: Im U19-Doppelzweier mit Jakob Geyer gewann er die Goldmedaille, setzte sich in 6:21,52 Minuten gegen ein starkes türkisches Boot durch.

Hanau/Varese – „Die beiden hatten schon im Viertelfinale die schnellste Zeit von allen, auch im Halbfinale. Die Vorzeichen standen richtig gut“, sagte Hassia-Trainer Robby Gerhardt. „Im Finale lagen die Türken dann aber lange vorne. Ole und Jakob hatten aber eine richtig gute Rennstrategie, haben es dann geschafft, ihren Bug nach vorne zu legen – und so bestimmt mit einer dreiviertel Bootslänge gewonnen.“

Celina Grunwald, bei der WM im U19-Achter unterwegs, gewann die Bronze-Medaille – nachdem ihr Boot sich zunächst noch über den Hoffnungslauf für das Finale qualifizieren musste. „Beim Fußball sagt man dazu Turniermannschaft“, kommentierte Coach Gerhardt die Leistung von Grunwald. Lange Zeit fuhr ihr Achter sogar um die Silbermedaille mit, die sich dann schlussendlich das britische Team sicherte. „Trotzdem: Gerade Celina kann zufrieden sein, nach einem schwierigen Jahr hat sie sich super reingekämpft. Die Bronzemedaille ist wirklich viel wert“, so Gerhardt.

Lisa Holbrook hat wertvolle Erfahrungen gesammelt

Lisa Holbrook brachte die Regatta im U23-Vierer ohne Steuerfrau zu einem versöhnlichen Ende. Nachdem ihr Boot nicht wie erhofft in die Rennen gestartet war, sicherte es sich über das B-Finale den siebten Platz im Gesamtklassement. Trainer Gerhardt ist sich sicher: „Sie geht gestärkt aus dem Wettkampf hervor. Nach gebrochener Rippe, Corona im Vorfeld und Ersatzfrau im Boot war das für sie persönlich eine super Leistung. Sie hat Felsbrocken aus dem Weg geräumt.“

Der gesteuerte Juniorinnen-Vierer mit Stella Kreft (SC Magdeburg), Sara Grauer (RV Münster), Viola Heidacher (Hallescher RV/Nelson im SV Halle), Maya Grün (RK am Baldeneysee) und Steuermann Elias Fabian (RG Speyer) eröffnete vor voll besetzter Zieltribüne den Reigen der A-Finals am Sonntag. Das Boot von Trainer Nick Stollenmeyer (Hassia Hanau) legte den besten Start hin und behauptete bei der 1000-Meter-Marke noch Rang zwei hinter dem späteren Sieger USA. Doch dann zog Italien vorbei und auf den letzten Metern schnappte Rumänien dem DRV-Quartett um 0,19 Sekunden auch noch Bronze weg.

Der U19-Vierer um den Offenbacher Linus Klein (RG Undine) hat die Regatta auf dem fünften Platz abgeschlossen. Für den 17-Jährigen war der Wettkampf eine Premiere in mehrfacher Hinsicht.

Zum ersten Mal im Bundeskader, inklusive dreiwöchigem Trainingslager in Berlin, zum ersten Mal überhaupt bei einer WM dabei. Und zum ersten Mal ging es gegen hochkarätige Gegner. So zeigten die Boote aus Großbritannien, Dänemark, Rumänien und Italien dem deutsche Vierer im Finale am Sonntag zwar noch die Grenzen auf. Klein und seine Kollegen aus Gießen und Frankfurt kämpften trotzdem bis zum Schluss, ruderten die 2 000 Meter in 6:04,68 Minuten. „Das ist für uns eine persönliche Bestzeit“, sagte Klein. „Mit unserer Leistung bin ich ziemlich zufrieden.“ Auch Undine-Trainer Jochen Weber zog ein positives Fazit. „Klar, ein dritter Platz wäre super gewesen“, sagte er. „Ich mache das Geschäft aber schon seit 25 Jahren. Und dass die Jungs überhaupt da vorne mitgespielt haben, hätte ich vor einem Jahr nicht erwartet.“ Der Blick richtet sich deshalb nach vorne. „Wir schauen jetzt, an welcher Stellschraube wir drehen. Zum Beispiel werden wir uns über das Thema Ernährung unterhalten, uns da professionell beraten lassen. Im Winterhalbjahr arbeiten wir dann an der Physis und der Ausdauer“, sagte Weber weiter. Fest steht auch: Klein und sein Ruderpartner Jasper Schulz aus Gießen bleiben ein Team. „Wir wollen kommendes Jahr auf jeden Fall noch mal angreifen. Vielleicht auch im Zweier oder im Achter, das werden wir sehen“, erklärt Klein. Zunächst stehen aber erst mal die Sommerferien an. (Von Julius Fastnacht)

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