Furkan Usta (am Boden) droht beim SC 1960 Hanau im letzten Punktspiel des Jahres 2016 wegen einer Gehirnerschütterung auszufallen. Archivfoto: TAP

Hanau

Ohne Druck: Hanau fordert den Tabellenführer heraus

Fußball. Der 5:3-Auswärtssieg beim Tabellenvorletzten SV Geinsheim hat den Fußballern des SC 1960 Hanau vorm letzten Verbandsliga-Punktspiel des Jahres etwas den Druck genommen (Samstag 14.30 Uhr). Befreit aufspielen heißt es nun beim neuen Tabellenführer Spvgg. Neu-Isenburg.

Von Frank Schneider

Chancenlos ist die Mannschaft von Trainer Seref Zangir im Match in der Hugenottenstadt freilich nicht, denn eine ihrer drei Saisonpleiten kassierte Neu-Isenburg in der Hinrunde im Herbert-Dröse-Stadion. „Wer in ein Fußballspiel geht und nicht gewinnen will, ist ohnehin fehl am Platze“, sagt Zangir.

Der HSC-Trainer freut sich auf das Wiedersehen mit Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann, mit dem er seit Jahren gut befreundet ist. „Peter leistet dort seit fast 15 Jahren hervorragende Arbeit. Wir treffen auf ein Topteam, das stabile Leistungen zeigt und seit Jahren um die Meisterschaft spielt“, weiß Zangir um die Schwere der Aufgabe. Mit einem 2:1-Sieg bei TS Ober-Roden haben die Neu-Isenburger erst am vergangenen Spieltag dem VfB Ginsheim die Tabellenführung abgeluchst und wollen nun natürlich auch auf dem Platz an der Sonne in die Winterpause gehen.

AusfälleFür den SC 1960 Hanau ist Platz sieben bislang schon ein Erfolg, andererseits ist das Polster zu den Abstiegsrängen nicht üppig. „Mit einem Punkt in Neu-Isenburg könnten wir gut leben“, betont Zangir. Wieder einmal muss er sein Team umbauen.

Aus der siegreichen Elf des Geinsheim-Spiels fallen zwei Akteure weg. Max Grammel ist wegen seiner Roten Karte gesperrt, Furkan Usta laboriert seit dem letzten Spiel an einer Gehirnerschütterung. Fraglich ist zudem das Mitwirken von Serhat Yildiz. „Uns wird schon etwas einfallen“, schmunzelt Seref Zangir. Er hat sich an das Improvisieren längst gewöhnt und weiß um den angenehmen Nebeneffekt, dass durch die vielen Wechsel auch die Spieler aus der zweiten Reihe gut bei Laune gehalten werden können.

Nadelstiche nach vorneKompakt stehen und nach vorne immer wieder Nadelstiche setzen, lautet die Erfolgsformel der Hanauer für den Auftritt beim Spitzenreiter. In der Hinrunde funktionierte das prima. „Wir können in diesem Spiel nur gewinnen“, macht Seref Zangir seinen Jungs vor dem Auftritt beim Ligaprimus Mut.

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