Noch ist nicht sicher, ob Tegaday Ramos-Nuez seine Spieler beim Auswärtsspiel in Obernburg coachen kann. Er wurde am Mittwoch an der Schulter operiert. Archivfoto: TAP

Handball

Oberliga: SGB will für ihren verletzten Trainer siegen

Handball. Zum Jahresabschluss steht für die SG Bruchköbel am Samstagabend ein Gastspiel bei der TuSpo Obernburg auf dem Programm.

Beim Tabellenzwölften der Oberliga will die SGB einen Sieg einfahren und damit nicht nur an den jüngsten Heimsieg gegen Wettenberg anknüpfen, sondern auch ihrem Trainer Tegaday Ramos-Nuez eine Freude bereiten – dieser hatte sich gegen Wettenberg erneut das Schlüsselbein gebrochen und wurde am Mittwoch operiert.

Für das Team sei die neuerliche Verletzung ihres Coaches ein schwerer Schock gewesen, wie der Bruchköbeler Torwart Mike Bätz betont. „Das ist unglaublich tragisch und traurig für Tega, ich kann meinen Frust darüber kaum in Worte fassen“, so der Schlussmann, der auch bei Ramos-Nuez erstem Schlüsselbeinbruch vor über einem halben Jahr dabei war. „Uns alle hat das schwer getroffen und wir hoffen, dass er so schnell wie möglich zurückkommt.“

Video mit Genesungswünschen

Ob Ramos-Nuez am Samstagabend auf der Trainerbank sitzen kann, steht wegen der neuerlichen Verletzung noch in den Sternen. Bätz rechnet damit, dass sein Trainer in Obernburg eher nicht auf der Bank sitzen und das Team diesmal von jemand anderem betreut werde. Die Mannschaft ließ es sich derweil nicht nehmen, für Ramos-Nuez ein Video mit Genesungswünschen in verschiedenen Sprachen aufzunehmen – darunter auch auf Spanisch, der Muttersprache ihres Trainers.

Der Ausfall des Coaches kommt für die Bruchköbeler jedenfalls zur Unzeit, denn die SGB macht aktuell ihre schwierigste Phase seit dem Abstieg in die Oberliga durch: Nach zuvor drei Niederlagen konnten Bätz und Co. am vergangenen Sonntag gegen Wettenberg zwar gewinnen, das 28:26 war allerdings ein Zittersieg wie aus dem Lehrbuch, bei dem der letztjährige Drittligist die beiden Punkte nur mit Ach und Krach in der Dreispitzhalle behielt.

„Durch die Niederlagen zuvor haben wir viel Selbstvertrauen verloren“, so Bätz, „dadurch haben wir auch gegen Wettenberg wieder viele Bälle hergeschenkt.“ Gegen die Mittelhessen hätte die SGB in den Augen ihres Schlussmannes „höher gewinnen können, die Chancen dazu hatten wir. Aber bei uns war wieder ein bisschen Verunsicherung dabei.“

Sicheres Auftreten erwünscht

Der Torwart hofft, dass seine Mannschaft nach dem jüngsten Heimsieg wieder sicherer auftritt und sieht sein Team als klaren Favoriten. „Allerdings wird Obernburg bestimmt extrem motiviert sein, die werden alles reinwerfen. Sie haben nichts zu verlieren“, spielt Bätz darauf an, dass die TuSpo als Zwölfter tief im Abstiegskampf steckt, „sie wollen sicherlich für eine Überraschung sorgen.“

Dass Obernburg für Überraschungen gut sein kann, haben in dieser Saison die TSG Offenbach-Bürgel und die HSG Pohlheim erfahren, denn beiden Spitzenteams unterlag der Abstiegskandidat nur knapp. Aus den beiden vergangenen Spielen sammelte der Tabellenzwölfte drei Zähler und wird sicher alles daransetzen, weiterhin emsig für den Klassenerhalt zu punkten. Ein wichtiger Faktor dürfte dabei Torjäger Tobias Raab sein, der neun seiner 73 Saisontore am vergangenen Wochenende erzielte.

Mit seinen Paraden könnte Bätz dafür sorgen, dass am Samstagabend nicht mehr viele weitere Treffer dazukommen, ein Sieg in Obernburg ist jedenfalls das erklärte Ziel der Bruchköbeler: „Wir wollen selbstverständlich mit einem schönen Erfolgserlebnis in die Winterpause gehen und für Tega siegen.“ rob

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