Selbst 14 Tore von Kristin Amos halfen nicht: Die Bruchköbelerinnen müssen weiter um den Klassenerhalt in der Oberliga zittern. Foto: Kalle

Bruchköbel

Oberliga, Frauen: Heimpleite für SGB

Handball. In einem torreichen Oberliga-Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden gab es für die Frauen der SG Bruchköbel keinen Jubel: Sie unterlagen mit 30:36 (17:18). Insbesondere die hohe Fehlerquote in der zweiten Halbzeit brach der SGB, die weiter einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone hat, dabei das Genick.

Von Robert Giese

Beide Teams spielten vom Anpfiff weg mit viel Tempo, entsprechend oft zappelte der Ball schon in der Anfangsphase auf beiden Seiten in den Netzen. Die Gäste zeigten dabei sowohl im Umschaltspiel als auch im Positionsangriff die bessere Spielanlage und kamen gegen die löchrige Defensive der SGB immer wieder nahezu unbedrängt zum Abschluss.

Nach einer Viertelstunde führte Nieder-Roden mit 10:8, rund fünf Minuten später war dieser Vorsprung auf vier Treffer angewachsen. Die inzwischen defensiver verteidigenden Gastgeberinnen standen kurz vor der Pause in der Abwehr zumindest etwas stabiler und konnten den Rückstand bis zum Gang in die Kabinen deshalb auf ein Tor verkürzen.

Nach Wiederanpfiff gelang dem Team von Stefan Wagner der zwischenzeitliche Ausgleich, das sollte allerdings eine Momentaufnahme bleiben, denn die HSG ging durch ihre stets torgefährliche Offensive rasch wieder in Führung und lag Mitte der zweiten Hälfte mit 26:23 in Front.

Vier Nieder-Rodener Treffer in Folge besiegelten schließlich die Heimpleite der Bruchköblerinnen, denn in der Schlussphase konnten die Gastgeberinnen, bei denen Kristin Amos 14 Tore erzielte, nicht noch einmal entscheidend verkürzen.

„Insbesondere in der zweiten Hälfte haben wir im Angriff zu viele technische Fehler gemacht, das waren sicher zwanzig Ballverluste“, so Wagner.

Die Bruchköbeler Abwehr habe das gesamte Spiel über zwar schlecht gestanden, die HSG-Defensive sei jedoch ebenfalls sehr löchrig gewesen.

„Der Unterschied war, dass Nieder-Roden weniger Fehler gemacht hat“, so der SGB-Coach, dessen Team die Zeit über Ostern nutzen soll, um den Kopf frei zu bekommen – schließlich wartet Mitte April mit der Partie gegen die TGS Walldorf ein ganz wichtiges Spiel auf den Abstiegskandidaten. „Das müssen wir gewinnen“, fordert Wagner.

SG Bruchköbel:Claudia Schilling – Vanessa Amon (2), Kristin Amos (14/4), Janine Brodbeck (4), Fabienne Fleischhacker, Linda Gastgeb (1), Daniela Gebhardt (4), Carola Gick (3), Lea Heß, Selina Körbl, Jennifer Krasnansky (1), Annalena Müller, Ayla Muratoglu (1) – Schiedsrichter:Kaplan/Scheld – Siebenmeter: SGB 5/4, HSG 6/5 –Zeitstrafen:SGB 3, HSG 3 – Zuschauer:100

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