Leon Eck und die SG Bruchköbel habe die Schwächephase vom Ende des vergangenen Jahres abgehakt und peilen gegen den letzten einen Sieg an. Archivfoto: TAP

Handball

Oberliga: SG Bruchköbel will die schlechte Phase abhaken

Handball. Kontrastprogramm für die SG Bruchköbel: Waren die Bruchköbeler in der Vorwoche noch beim Oberliga-Tabellenführer ESG Gensungen/Felsberg zu Gast, so empfängt das Team von Tegaday Ramos-Nuez an diesem Sonntag ab 17 Uhr das Schlusslicht TSV Vellmar in der Dreispitzhalle.

Von Robert Giese

Gegen den Abstiegskandidaten will die SGB an die gute Leistung vom vergangenen Wochenende anknüpfen und die ersten Punkte des neuen Jahres holen.

Auftakt macht Mut

Einen hoffnungsvollen Auftakt in die Rückrunde hatte Bruchköbel beim Ligaprimus gefeiert: Gegen die stärkste Mannschaft der Liga hatte sich die SGB gut verkauft, trotz der 30:34-Niederlage konnte Ramos-Nuez zufrieden sein.

Eine derart starke Vorstellung beim Spitzenreiter war im Vorfeld nicht unbedingt erwartet worden, schließlich waren die Bruchköbeler in den letzten Spielen des vergangenen Jahres mächtig ins Straucheln gekommen und hatten eine bedenkliche Negativserie hingelegt.

Schwache Phase nur Kopfsache?

„Das war eine Kopfsache“, denkt SGB-Rückraumspieler Leon Eck an die schwachen Auftritte vor der Winterpause zurück, „wir hatten als praktisch neu zusammengestellte Mannschaft erst einige unerwartete Siege gegen Teams wie Bürgel, Pohlheim oder Kleenheim – und haben dann gegen vermeintlich schwächere Vereine verloren.“

Die Winterpause habe gut getan, um Abstand zu gewinnen, „und von Seiten des Trainers und des Vorstandes sind da auch klare Worte gefallen“.

Gegen Gensungen jedenfalls zeigte die Formkurve der Bruchköbeler steil nach oben, und auf dieser Leistung will der Tabellensechste vor eigenem Publikum nun gegen Vellmar aufbauen. „Wir dürfen sie nicht unterschätzen, auch wenn Vellmar aktuell auf dem letzten Platz steht“, fordert Eck von seiner Mannschaft, „eine gute Einstellung zu zeigen."

Gegnerische Offensive macht SGB keine Angst

Insbesondere offensiv konnte der Aufsteiger in dieser Saison zwar noch nicht überzeugen, aber die SGB-Defensive müsse dennoch aggressiv sein und kompakt stehen, um Vellmar möglichst wenige Tore zu erlauben.Schon in Gensungen habe die Defensive gut gestanden – trotz der 34 Gegentore dort. „Gensungen verfügt nun einmal über viel Qualität“, gibt Eck zu bedenken und setzt darauf, dass sein Team jetzt am Sonntag ähnlich stabil steht wie gegen den Tabellenführer und sich in der Deckung gut abspricht, um der Offensive des TSV schnell den Zahn zu ziehen. Im Hinspiel hatten die Bruchköbeler einen klaren 30:24-Sieg gefeiert, den sie nun in der Dreispitzhalle gerne wiederholen würden.

Verzichten muss Ramos-Nuez dabei allerdings erneut auf Felix Preis, der mit Rückenproblemen wohl länger ausfallen dürfte – ihn hatte Bennet Wienand in Gensungen auf Linksaußen aber gut vertreten. Ebenfalls wohl weiterhin nicht dabei sein dürfte Josip Kezic, der sich mit Knieproblemen herumplagt; eine genaue Diagnose steht hier aber ebenso aus wie das Datum für sein Comeback.

Kreisläufer Jockel wieder im Kader

Wie schon in Gensungen wieder mit von der Partie ist dagegen Kreisläufer Tobias Jockel. „Er ist nach seiner Verletzung zwar noch nicht wieder bei hundert Prozent“, so Eck, „aber es ist wichtig, dass er zurück ist, denn er ist eine große Hilfe.“ In den Spielen vor der Winterpause war Jannik Hoffmann am Kreis auf sich alleine gestellt, nun kann Jockel ihn wieder entlasten.

So gehen die Bruchköbeler trotz kleinerer Personalprobleme auf Linksaußen und im Rückraum zuversichtlich in die Partie gegen Vellmar: „Das Spiel müssen wir erfolgreich gestalten“, redet Eck Klartext, gegen den Tabellenletzten habe Bruchköbel zwei Punkte fest eingeplant.

Gegner hat erst einen Sieg auf dem Konto

Allzu gefährlich wirkt der TSV auf dem Papier tatsächlich nicht, denn in der gesamten Saison gelang den Nordhessen erst ein Sieg und auch der Start ins neue Jahr geriet für den Aufsteiger reichlich ernüchternd – gegen den direkten Konkurrenten aus Obernburg setzte es zum Rückrundenauftakt gleich einmal eine 20:35-Pleite.

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