Wieder aufstehen: Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge brennt Bruchköbels Spielführer Jannik Hoffmann (Nummer drei) auf einen Heimsieg gegen die HSG Wettenberg: "Es ist ganz wichtig, dass wir uns von den Fans für dieses Jahr gebührend verabschieden." Archivfoto: TAP

Handball

Oberliga: SG Bruchköbel will den freien Fall verhindern

Handball. Oberligist SG Bruchköbel blickt auf einige enttäuschende Wochen zurück, denn nach einem unerwartet starken Saisonstart befindet sich das Team von Tegaday Ramos-Nuez in letzter Zeit in einer kleinen Formkrise: Die vergangenen drei Partien verloren die Bruchköbeler allesamt.

Von Robert Giese

Und das sogar jeweils gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Durch diese Niederlagen ist die SGB auf den siebten Platz abgerutscht, möchte im letzten Heimspiel des Jahres am Sonntag um 17 Uhr gegen die HSG Wettenberg den Schalter aber unbedingt wieder umlegen.

Hoffmann wünscht sich positiven Jahresabschluss

„Es ist ganz wichtig, dass wir noch einmal eine gute Leistung abrufen und uns von den Fans für dieses Jahr gebührend verabschieden“, betont SGB-Kapitän Jannik Hoffmann, der sich sehr darüber freut, dass der Verein und die Zuschauer weiterhin so hinter dem Team stünden, für eine volle Halle sorgten und das Team immerzu anfeuerten.

Erfolgserlebnisse in den beiden verbleibenden Partien in diesem Kalenderjahr seien wichtig, „damit wir mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen und uns dort regenerieren können“, so der Kreisläufer, der wie einige seiner Mitspieler die Hinrunde über im Dauereinsatz war.

SGB betreibt Ursachenforschung

Gute Gefühle waren bei den Bruchköbelern in den vergangenen Wochen angesichts der drei Niederlagen in Serie rar gesät, schließlich verlor die SGB dabei jeweils gegen Mannschaften, die in der Tabelle deutlich schlechter platziert waren als der letztjährige Drittligist.

„Woran genau es liegt, dass es zuletzt nicht so gut lief, ist schwer zu sagen“, ist Hoffmann selbst ein bisschen ratlos, „denn ich sehe eigentlich keinen großen Knackpunkt oder große Unterschiede zu dem, was wir davor gespielt haben. Wir können schließlich alle noch Handball spielen.“

Chancenwucher das Hauptproblem

Auffällig war gegen die MSG Umstadt/Habitzheim allerdings die schwache Angriffsleistung im zweiten Durchgang, als die Bruchköbeler in 30 Minuten gerade einmal fünf Treffer erzielten. „In diesem Spiel hatten wir viel zu viele Fehlwürfe, insgesamt vielleicht 25“, denkt Hoffmann an das Auswärtsspiel in der Vorwoche zurück, „dabei waren die Chancen teilweise gut herausgespielt, aber wir haben sie einfach nicht genutzt.“

Hoffmann und seine Teamkollegen sind fest entschlossen, den Schalter nun gegen Wettenberg umzulegen „und aus dieser Flaute herauszukommen. Wir sind eine Klasse besser als das, was wir zuletzt gezeigt haben, und da wollen wir wieder hinkommen.“ Um an die teilweise schon sehr guten Leistungen in dieser Saison anzuknüpfen, ist es in den Augen des Bruchköbeler Kapitäns wichtig, „nach vorne zu schauen, mannschaftlich geschlossen zu sein und mit Vollgas weiter zu trainieren“.

SGB trifft auf auswärtsschwachen Gegner

Dann könnte es gegen Wettenberg mit einem Erfolgserlebnis klappen, denn der Tabellenzehnte hat auswärts bisher noch nicht überzeugen können und in fremden Hallen erst drei Punkte gesammelt. Mit Abstand wichtigster Spieler der Mittelhessen ist Linksaußen Tom Warnke, der mit 84 Saisontoren der zweitbeste Schütze der aktuellen Oberliga-Saison ist, nach dem treffsicheren Rechtshänder kommt bei Wettenberg aber lange niemand.

Der SGB-Kapitän hofft, dass bis auf Tobias Jockel, der weiterhin verletzt fehlt, alle Spieler fit sind und sich von den Erkältungen, mit denen sich einige Akteure in der Vorwoche herumschlugen, erholt haben. „Dass Tobi mir momentan nicht helfen kann“, meint Hoffmann mit Blick auf seinen verletzten Kreisläufer-Kollegen, „ist natürlich ein bisschen ungünstig, aber wir müssen auch so die richtigen Antworten finden.“

Findungsphase dauert an

Hoffmann weist allerdings darauf hin, dass die aktuelle Saison für viele Akteure im Team eine neue Situation sei: „Wir alle sind in einem Lernprozess und so gehen wir diese Saison auch an. Für mich als Kapitän ist Vieles neu, für Tega als Trainer, für einige junge Spieler und auch für erfahrenere Spieler, die vielleicht auf neuen Positionen spielen müssen.“

Ein Sieg gegen Wettenberg käme den Bruchköbelern in ihrem Lernprozess zu diesem Zeitpunkt aber sicher gerade recht.

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