Keine größeren Probleme hatten Jannik Hoffmann (Mitte) und die SG Bruchköbel im ersten Heimspiel des Jahres gegen das Tabellenschlusslicht TSV Vellmar. Foto: Scheiber

Handball

Oberliga: SG Bruchköbel feiert ungefährdeten Sieg gegen Vellmar

Handball. Erstes Heimspiel des neuen Jahres, erster Sieg für die SG Bruchköbel in der Rückrunde: Das Team von Tegaday Ramos-Nuez hatte am Sonntagabend trotz einiger Personalprobleme mit dem TSV Vellmar wenig Probleme und setzte sich gegen den Tabellenletzten der Oberliga klar mit 36:28 (22:16) durch.

Von Robert Giese

Das Schlusslicht präsentierte sich vor über 300 Zuschauern in der Dreispitzhalle allerdings hochmotiviert und gab deshalb zumindest in den Anfangsminuten den Ton an: Nach gut fünf Minuten lag Bruchköbel unerwartet mit 3:5 zurück. Mit vier Treffern in Folge wendete die SGB allerdings rasch das Blatt, wie ihr Betreuer Christian Beller feststellte: „Nach zehn Minuten hatten wir die Kontrolle über das Spiel gewonnen.“

Gestützt auf den gut aufgelegten Mike Bätz zwischen den Pfosten bauten die Hausherren ihre Führung aus, auch wenn sich der TSV immer wieder einmal näher herankämpfte. „Wir hatten hier und da schwächere Phasen, in denen Vellmar verkürzte. Das lag auch daran, dass unsere 6:0-Abwehr nicht immer gut stand“, merkte Beller an, mit der 22:16-Halbzeitführung waren die Bruchköbeler aber durchaus zufrieden.

Gegner hält nur am Anfang mit

Nach dem Seitenwechsel verteidigten die Gäste zeitweise offensiver, durchschlagenden Erfolg hatte das aber nicht, denn die SGB hatte wenig Mühe, den Tabellenletzten auf Distanz zu halten. Während die Bruchköbeler nämlich eine konzentrierte Angriffsleistung zeigten, ging bei den Nordhessen der Spielfluss immer wieder verloren. „Sie haben ziemlich viel durchgewechselt“, so Beller, „deshalb war ihr Spiel oft sehr zerfahren.“

Den Bruchköbelern, bei denen inzwischen Ivica Simic im Tor stand und ähnlich gut hielt wie Bätz, konnte es recht sein, schließlich gerieten sie dadurch nicht noch einmal in Bedrängnis. „Unsere Abwehr stand im zweiten Durchgang besser und im Angriff waren wir vor allem über die Außen sehr torgefährlich“, zeigte sich Beller zufrieden.

Leon Eck traf sechs Mal

Dort fehlte mit Felix Preis allerdings ein Torgarant, denn der Linksaußen musste wegen Rückenproblemen aussetzen. Bei ihm sollen in den nächsten Tagen genauere Untersuchungen Auskunft geben über die Schwere der Verletzung. Ebenfalls nicht im Kader war Josip Kezic, der am Knie verletzt ist und möglicherweise für den Rest der Saison ausfallen wird – auch hier ist erst in den nächsten Tagen mit einer genauen Diagnose zu rechnen.

Ihre Teamkollegen machten es jedenfalls auch ohne die beiden Verletzten gut und fuhren am Ende einen deutlichen und nie ernsthaft gefährdeten Sieg ein. „Wir hatten einfach mehr Qualität und haben mit einer geschlossenen Teamleistung dominiert“, freute sich Beller über die beiden Punkte, ein Sonderlob bekam Leon Eck, der fünf seiner sechs Treffer bereits in der ersten Halbzeit erzielte.

SG Bruchköbel:Mike Bätz, Ivica Simic; Hrvoje Batinovic (2), Leon Eck (6), Jan Fegert, Jannik Hoffmann (3), Tobias Jockel (1), Florian Juli (1), Moritz Kosch (3/1), Tobias Kraft (1), Milos Kreckovic (10/5), Bennet Wienand (5), Sergej Zutic (4) – Schiedsrichter: Hegebart/Schönberger – Siebenmeter:SGB 7/6, TSV 6/3 – Zeitstrafen: SGB 3, TSV 5 – Zuschauer: 320

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