Hanaus Torwart Armend Brao hielt gegen Regionalliga-Absteiger Stadtallendorf seinen Kasten sauber.
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Hanaus Torwart Armend Brao hielt in Steinbach seinen Kasten sauber.

Hessenliga

Nullnummer beim Schlusslicht bringt Hanau 93 nicht voran

Der FC Hanau 93 wollte gestern Abend mit einem Sieg beim Tabellenletzten SV Steinbach seine Position im Kampf um Platz fünf der Fußball-Hessenliga, Gruppe A stärken. Daraus wurde nichts, das Spiel endete torlos.

Burghaun – Die 93er gaben auf schwer bespielbarem Geläuf im Mühlengrund sofort den Takt vor. Nach ersten Angriffen über Francesco Calabrese (3.) und Dominik Wüst (9.) sorgte Tarik Sejdovic im wahrsten Sinne des Wortes für den ersten Knaller des Spiels: Der Hanauer Innenverteidiger zog in der zwölften Minute aus 35 Metern fulminant ab - Steinbachs Torhüter Nico Fischer konnte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenken. Sieben Minuten später scheiterte Deniz Topcu am Steinbacher Schlussmann.

In der 24. Minute dann die erste brenzlige Situation für den HFC: Nach guter Einzelaktion von Dominik Hanslik schob Homan Halimi den Ball am Hanauer Gehäuse vorbei. Hanaus Spielertrainer Kreso Ljubicic hätte in der 37. Minute das 0:1 erzielen müssen, scheiterte aber am gut reagierenden Fischer; den Nachschuss setzte Semih Sentürk an den Pfosten. Kurz vor der Pause scheiterte auch Deniz Topcu mit einem Fernschuss am besten Steinbacher, Torwart Nico Fischer.

Fazit der torlosen ersten Halbzeit: Die vor allem spielerisch klar überlegenen Hanauer hätten führen müssen, auch wenn der SVS im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen den Favoriten gut dagegenhielt.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, wieder übernahm die Ljubicic-Elf sofort das Kommando. Die erste dicke Chance des zweiten Abschnitts hatten aber die Hausherren: Max Stadler kam freistehend zum Schuss, fand in Armend Brao aber seinen Meister (54.). Auf der Gegenseite scheiterte Topcu zwei Mal (60./63.). Steinbachs starke Szenen häuften sich. Niclas Biehrer musste nach einem Abschluss von Max Stadler per Kopf retten (65.), wenig später hatte Routinier Petr Kvaca das 1:0 für das Schlusslicht auf dem Fuß.

Mit der Hereinnahme des erstmals nach längerer Verletzungspause wieder im Kader stehenden Varol Akgöz erhöhten die 93er das Risiko, schließlich zählte im Duell bei den Osthessen nur ein Dreier. In der 79. Minute tauchte Calabrese vor dem SVS-Tor auf, doch Fischer rettete per Fußabwehr.

Sechs Minuten vor dem Abpfiff hatten die Fans der Gastgeber den Torschrei auf den Lippen, doch Kvaca ballerte die Kugel drüber. „Wir haben in der Schlussviertelstunde etwas den spielerischen Faden verloren und auch ein paar Mal Glück gehabt. Unter dem Strich geht das Unentschieden aus meiner Sicht in Ordnung“, resümierte HFC-Sprecher Hans Jung. Ob das Resultat für beide Teams wirklich hilfreich war, steht auf einem anderen Blatt.

Steinbach: Fischer - Reichmann, Zvekic, M. Wiegand, F. Wiegand - Stadler, Neacsu, Uth, Kvaca - Hanslik (61. Manß), Halimi (84. Madzar).

Hanau 93: Brao - Sejdovic, Sentürk (76. Shoshaj), Biehrer, Kovjenic (76. De Carvalho) - Ljubicic, Abdel-Ghani - Calabrese, Topcu, Cetin (68. Akgöz) - Wüst

Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Waldinger (Rauschenberg) - Zuschauer: 140 - Beste Spieler: Fischer, Stadler / Calabrese, Ljubicic, Abdel-Ghani  fs

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