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Niederlage bei "Hanau bebt": White Wings verlieren Saisonauftakt

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Jonathan Williams (links) setzte sich mit den Hamburg Towers gegen Paul Albrecht und die Hebeisen Whtie Wings Hanau durch. Foto: TAP
Jonathan Williams (links) setzte sich mit den Hamburg Towers gegen Paul Albrecht und die Hebeisen Whtie Wings Hanau durch. Foto: TAP

Basketball. Die Hebeisen White Wings haben bei ihrem groß inszenierten ProA-Saisonauftakt „Hanau bebt“ eine Niederlage eingesteckt. Die Mannschaft von Trainer Simon Cote unterlag in der Main-Kinzig-Halle den favorisierten Hamburg Towers mit 58:70.

Von Dominik Sharaf

Die neu formierte Hanauer Truppe bot bis zum Schlussviertel in der Verteidigung eine ansprechende Leistung. In den letzten fünf Minuten schwanden aber trotz Kampfgeists die Kräfte. Ein Publikumserfolg war die Veranstaltung trotzdem – rund 1 000 Zuschauer säumten die Arena.

Wolf erkennt gute AnsätzeGrund genug für Sportdirektor Helmut Wolf, ein versöhnliches Fazit zu ziehen: „Die richtigen Ansätze waren zu erkennen. Die Jungs wollten und haben gefightet“, lobte er. Schließlich präsentierten sich die White Wings nach einem nervösen und fahrigem Beginn beider Teams auf Augenhöhe mit dem BBL-Kandidaten aus Hamburg. Die starken Schützen der Towers hatte die Verteidigung meist im Griff, zur Halbzeit war beim Stand von 44:46 alles offen. Kapitän Christian von Fintel betonte, dass die Stärke unter dem eigenen Korb nicht von ungefähr kam: „Es war unser Steckenpferd in der Vorbereitung, mit allen Spielern intensiv zu verteidigen – wie im vergangenen Jahr, jedoch mit einer Schippe draufgelegt.“ Der Plan ging auf, ehe fünf Minuten vor Ende der White-Wings-Akku leer war. Hamburg profitierte von Fehlern im Spielaufbau und setzte sich mit zwölf Punkten ab – zu viel für schlappe Gastgeber.

Dünne PersonaldeckeSimon Cote bestätigte: „Wir sind in guter Verfassung, aber wenn im ersten Saisonspiel so viel Adrenalin drin ist, brechen die Jungs am Ende ein.“ Verantwortlich war auch die dünne Personaldecke. Kurzfristig hatten die White Wings den Ausfall Chase Adams' zu beklagen: Nachdem der neue US-Profi in den vergangenen Tagen über Muskelschmerzen geklagt hatte, waren sie am Samstagmorgen extrem. „Ich wusste, dass er spielen wollte – aber auch, dass es hart werden würde“, erklärt Cote, der sich entschloss, Adams 40 Minuten auf der Bank zu lassen. „Ich habe geglaubt, dass wir auch gewinnen könnten, ohne ein Risiko bezüglich seiner Gesundheit einzugehen.“

Jönke spielt weiter mit MaskeTill-Joscha Jönke lief mit einer Gesichtsmaske auf – und wird es für den Rest seiner Karriere tun, nachdem er sich fünf Nasenbeinbrüche zugezogen hatte. „Wenn es ein weiteres Mal passiert, muss seine Nase geschient werden. Es war aber nur am Anfang eine Ablenkung, mittlerweile hat er sich an die Maske gewöhnt“, gibt Trainer Cote Entwarnung. Trotz des Adams-Ausfalls kam Youngster Jonas Herold nicht zu seinem Debüt. Cote: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass es der richtige Moment gewesen wäre.“

Adams bester WerferAuch mit sieben Spielern in der Rotation – bei den Towers waren es zehn – und ihren physischen Problemen am Ende wäre ein Sieg White Wings möglich gewesen. Wurfquoten von 42 Prozent aus der Zone und 18 Prozent von der Dreierlinie waren aber zu schwach. Bester Werfer war mit 14 Punkten der neue US-Profi Christopher Brady. „Unsere Offensive war lange gut. Ein paar Würfe sind eben nicht reingefallen“, relativiert von Fintel und zieht positive Erkenntnisse aus der Partie gegen Favorit Hamburg: „Wenn es vorne läuft, können wir es mit den Großen aufnehmen.“

White Wings: Brady (14 Punkte / 7 Rebounds), Jönke (13/9), Albrecht (10/10), von Fintel (9/1), Choice (7/5), Eichler (3/1), Long (2/2)

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