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Neuer Trainer, alte Ziele: SG Marköbel will auch mit Marc Außenhof die Klasse halten

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Große Fußstapfen: Marc Außenhof hat bei der SG Marköbel das Traineramt von Langzeitcoach Wolfram Rohleder übernommen.
Große Fußstapfen: Marc Außenhof hat bei der SG Marköbel das Traineramt von Langzeitcoach Wolfram Rohleder übernommen. © Scheiber

Nach der nach zwölf Jahren endeten Trainer-Ära Wolfram Rohleder bricht bei Gruppenligist SG Marköbel unter dem neuen Coach Marc Außenhof eine neue Zeitrechnung an. Die Zielsetzung des Vereins ändert sich indes auch in der 17. Gruppenligasaison am Stück nicht. Es geht bei der SGM vordergründig immer zunächst um den Klassenerhalt.

Hammersbach – Die personelle Fluktuation bei den Hammersbachern war in dieser Sommerpause etwas größer als in den Vorjahren. Als Abgänge sind Yasir Bashir (Victoria Heldenbergen), Marius Weitzel (VfB Höchst/Nidder) und Anton Clauss (FSV Bischofsheim) zu verzeichnen. Schwer zu ersetzen sein wird zudem Michael Kuhl. Der erfahrene Mittelfeldspieler hat sein Karriereende verkündet und wird allenfalls noch als Standby-Spieler seine Fußballschuhe schnüren.

Kuhl wird dem Team fehlen. Menschlich, aber auch aufgrund seiner großen und langjährigen Gruppenligaerfahrung. Ihn ersetzen könnte der vom Ligakonkurrenten SVG Steinheim verpflichtete Julian Quantz. Gruppenligaerfahrung aus seiner Zeit im Trikot des SC Viktoria Nidda bringt auch Mittelfeldspieler Lucas Schmidt mit. Er war zuletzt beim Büdinger Kreisoberligisten SV Seemental. Für die Offensive wechselte Pierre Maurice Jung vom KSV Eschenrod zur SGM.

SG Marköbel hat Lehren aus Abstiegskampf der Vorsaison gezogen

Ebenfalls neu im Kader ist Stürmer Berkant Kement, der zuletzt für den Hanauer A-Ligisten Hilalspor spielte. Mit Lucas Zimmer holte die SGM einen hochtalentierten Mittelfeldspieler von den A-Junioren der Spvgg. Langenselbold. Die Zielsetzung lautet einmal mehr Klassenerhalt. „Etwas anderes brauchen wir gar nicht herausgeben bei der Vielzahl der Absteiger“, meint der Spielausschuss-Vorsitzende Manfred Eckhardt. Der Blick auf die zurückliegende Spielzeit rechtfertigt jede Vorsicht. Selbst 34 Punkte zur Halbserie waren für die SGM kein Ruhekissen. Das Team kam schlecht aus der Winterpause und musste noch lange Zeit um den erneuten Ligaverbleib zittern. Wer weiß, ob es ohne die Last-Minute-Siege gegen Absteiger Viktoria Nidda und die SG Nieder-Roden gereicht hätte. „Unser Trainer Wolfram Rohleder hat frühzeitig gewarnt, dass man diesmal 50 Punkte für den Klassenerhalt brauchen wird. Das haben vermutlich nicht alle geglaubt“, sagt Eckhardt.

Das Ende ist bekannt: Der VfB Offenbach musste als punktbester der sechs Absteiger mit 49 Punkten ins Gras beißen. Die SG Marköbel hatte schlussendlich 53 Punkte auf dem Konto und schloss damit auf Rang elf ab. Erst am vorletzten Spieltag war der Klassenerhalt rechnerisch gesichert, das abschließende Heimspiel gegen die Sportfreunde Oberau (3:0-Sieg) konnte schließlich entspannt und ganz im Zeichen der Verabschiedung von Rohleder über die Bühne gehen. „Ich bin sehr erleichtert, dass ich die Mannschaft in der Gruppenliga übergeben durfte“, sagte er direkt nach dem abermals vollbrachten Klassenerhalt.

Neu-Coach Marc Außenhof spielte selbst schon für die Hammersbacher

Neu-Trainer Marc Außenhof, der zuletzt drei Jahre lang gemeinsam mit Lars Weingärtner den Gelnhäuser Kreisoberligisten SV Altenmittlau coachte, freut sich auf seine neue Aufgabe. Der ehemalige Mittelfeldspieler kann auf ein erfahrenes Team setzen, das in der Gruppenliga mit einer äußerst disziplinierten und kompakten Spielweise schon oftmals den Favoriten das Leben richtig schwer gemacht hat. Die Tatsache, vor wenigen Jahren als Spieler schon einmal für die SG Marköbel tätig gewesen zu sein, dürfte dem in Limeshain lebenden Außenhof den Einstieg am Ortsmittelpunkt etwas erleichtern. „Bei aller Wertschätzung für Wolfram Rohleder, es ist innerhalb des Vereins eine Neugierde und Vorfreude auf einen neuen Trainer zu spüren“, sagt Eckhardt und auch seine Vorstandskollegen erhoffen sich durch den Wechsel auf der Trainerposition frische Impulse.

Klar ist: Es sollen in der nächsten Halbserie mehr als die 19 im Kalenderjahr 2022 eingefahrenen Punkte gesammelt werden. Die SG Marköbel ist meist gut damit gefahren, sich bis zum Winter einen gewissen Punktevorrat anzulegen. Andrerseits haben die Hammersbacher auch schon Klassenerhalte mit famosen Aufholjagden gefeiert. Die Gruppenliga Frankfurt Ost ist dem neuen Trainer nicht fremd. Etliche Spielzeiten verbrachte Außenhof einst als Spieler und später auch als Trainer des FC Hochstadt in dieser Klasse, die längst die Stammliga der SG Marköbel geworden ist. 17 Saisons am Stück kann in dieser Liga kein anderer Verein aufweisen. (Von Frank Schneider)

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