Großer Jubel: Die A-Jugendlichen der HSG Hanau haben nach dem Hinspiel in der Main-Kinzig-Halle auch das Rückspiel bei der TSG Friesenheim knapp gewonnen.
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Großer Jubel: Die A-Jugendlichen der HSG Hanau haben nach dem Hinspiel in der Main-Kinzig-Halle auch das Rückspiel bei der TSG Friesenheim knapp gewonnen.

A-Jugend-Bundesliga

Nach Zitterpartie weiter in der Bundesliga: A-Jugend der HSG Hanau gewinnt Qualifikationsspiele

  • vonRobert Giese
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Seit Gründung der A-Jugend-Bundesliga waren die Handballer der HSG Hanau immer in der besten Nachwuchsliga Deutschlands vertreten, um die erneute Teilnahme musste das Team von Trainer Hannes Geist aber bis Sonntagabend zittern. Erst kurz vor dem Schlusspfiff im Rückspiel gegen die TSG Friesenheim – im Hinspiel hatten sich die Hanauer denkbar knapp mit 18:17 durchgesetzt – fiel der erlösende Siegtreffer.

Hanau/Friesenheim – Dabei war die HSG wie schon beim ersten Duell mit den Friesenheimern besser in die Partie gestartet und erarbeitete sich rasch einen kleinen Vorsprung. Grundlage dafür war erneut der starke Defensivverbund: Im Tor zeigte sich Benedikt Weigand gut aufgelegt, vor ihm rührte die 6:0-Abwehr der Hanauer Beton an und ließ nur wenig zu. „Wir standen wieder sehr stabil und konnten uns dadurch absetzen“, freute sich Geist über den 10:8-Vorsprung, mit dem sein Team in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste aus Hanau dann richtig auf, verzeichneten wieder und wieder Ballgewinne und konnten diese auch in Tore ummünzen. „Wir haben unsere Chancen konsequent genutzt und weiter gut verteidigt“, so der HSG-Coach zum Erfolgsrezept seines Teams im zweiten Durchgang, das den Hanauern Mitte der zweiten Hälfte eine scheinbar vorentscheidende 19:14-Führung bescherte.

Hanau: HSG hatte Probleme mit der Chancenverwertung

Doch die Kuh war für die Gäste noch lange nicht vom Eis: Plötzlich wussten die Hanauer ihre Möglichkeiten nicht mehr zu verwerten und hatten Probleme mit einer Abwehrumstellung der TSG, die in der Schlussphase ballorientiert mit einem Vorgezogen deckte. „Da haben wir den Ball nicht schnell genug bewegt“, monierte Geist, der den Vorsprung seines Teams immer weiter dahinschwinden sah.

100 Sekunden vor dem Abpfiff glichen die Hausherren schließlich zum 22:22 aus und der dünne Vorsprung der Hanauer aus dem Hinspiel geriet in höchste Gefahr. „In den entscheidenden Situationen waren wir dann aber treffsicher“, freute sich der HSG-Coach, denn in der Schlussminute zeigte erst Miguel Vazques von der Siebenmeterlinie Nervenstärke, ehe 30 Sekunden vor Schluss Cedric Schiefer mit seinem achten Treffer alles klar machte.

Hanau qualifiziert sich zum zehnten Mal in Folge für die A-Jugend-Bundesliga

Geist war überglücklich über den 24:23-Sieg, der für sein Team die erneute Teilnahme an der A-Jugend-Bundesliga bedeutet – nun zum zehnten Mal in Folge.

„Spielerisch haben wir sicherlich noch Verbesserungspotenzial“, so die erste Manöverkritik des Hanauer Trainers, „aber wir lagen über die beiden Spiele nie in Rückstand und sind emotional immer dabei geblieben. Ich bin total stolz auf die Mannschaft.“

HSG Hanau: Justin Hohenberger, Benedikt Weigand; Philipp Busse (4), Alen Durmic, Marlon Faust, Peer Kreuzkam, Max Moock (4), Cedric Schiefer (8), Niklas Schierling (4), Torben Scholl, Vincent Schramm (1), Justin Schreiber, Nils Schröder (1), Miguel Vazques (2/2).
Schiedsrichter: L. Bärmann/N. Bärmann
Siebenmeter: TSG 1/1, HSG 4/2
Zeitstrafen: TSG 5, HSG 3
Zuschauer: 150

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