Mit Sascha Ries verlässt ein zuverlässiger Spieler den FC Hanau 93.
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Mit Sascha Ries verlässt ein zuverlässiger Spieler den FC Hanau 93.

Hessenliga

Nach sechs Jahren bei Hanau 93: Sascha Ries schlägt nächstes Kapitel auf

Sascha Ries ist ein bodenständiger Typ. Sowohl im Privaten als auch im Sportlichen schätzt der 29-Jährige geordnete Verhältnisse. So verwundert es nicht, dass der als Lehrer am Bruchköbeler Lichtenberg-Oberstufengymnasium beschäftigte Außenbahnspieler im Seniorenbereich erst zwei Vereine in seiner Vita stehen hat: die Sportfreunde Seligenstadt und den FC Hanau 93.

Hanau –Im Sommer steht wieder mal eine Veränderung an. Nach sechs Jahren wird Sascha Ries dem Hessenliga-Vierten Hanau 93 Adieu sagen, um eine neue Herausforderung zu suchen (wir berichteten). Wo das sein wird, weiß der in Rodgau-Jügesheim lebende Fußballer noch nicht. Gespräche mit interessierten Vereinen gibt es, Ries möchte keineswegs sportlich kürzertreten, sondern weiterhin bei einem ambitionierten Verein höherklassig spielen.

Allerdings, da legt sich der „Bodenständige“ fest, kommen in der Hessenliga nicht viele Vereine in Frage, da Ries kein Abenteuer mit weiten Fahrtstrecken anstrebt, sondern viel lieber in der Rhein-Main-Region seinem Hobby Fußball nachgehen möchte. Einen Wechsel zu einem Verbands- oder Gruppenligisten schließt der im Juniorenbereich bei Eintracht Frankfurt und Kickers Offenbach ausgebildete Fußballer nicht aus.

Trainerjob ist mittelfristig auch eine Option

Mittelfristig kommt für Sascha Ries auch ein Trainerjob infrage. Allein schon wegen seiner pädagogischen Ausbildung und seiner Tätigkeit als Sportlehrer könnte er sich das gut vorstellen.

Dass sein Abschied nach sechs Jahren bei den 93ern bedingt durch die Coronazeit eher abrupt daherkommt, findet Sascha Ries schade, doch aufgrund der Gesamtsituation hatte er mit dem Abbruch der seit Ende Oktober unterbrochenen hessischen Amateurfußballsaison gerechnet. Gewiss wird der Hessenligist nach einem Re-Start eine passende Gelegenheit finden und nutzen, um den Außenbahnspieler würdig zu verabschieden.

Die Verdienste von Sascha Ries beim HFC sind groß, feierte er zwei Aufstiege mit den Hanauern. Lange Zeit schien er auf der rechten Seite gesetzt, doch zu Beginn dieser Saison wurden mit der Verpflichtung des Steinheimers Rico Kaiser vom Regionalligisten FC Bayern Alzenau die Karten neu gemischt. Kaiser spielte - wie zuvor erwartet - regelmäßig. „Ich habe trotzdem meine Einsatzzeiten gehabt, manchmal links in der Kette, aber auch direkt vor Rico“, sagt Sascha Ries und betont, dass diese neue Situation für ihn kein Grund gewesen ist, einen Wechsel anzustreben. „Ich hatte schon das Gefühl, dass weiter mit mir geplant wird, doch ich will einfach noch mal etwas Neues machen“, ergänzt der 29-Jährige.

Viele gute Erinnerungen an FC Hanau 93

Vermissen wird er die Hanauer Fans. Den Einsatz der „Supporters“ fand er immer herausragend. „So etwas gibt es in diesen Ligen recht selten, dass man als Fußballer von Außen – und das bei Wind und Wetter – lautstark angefeuert wird“, findet Sascha Ries. Schöne Momente im Trikot des ältesten Fußballverein Hessens werden ihm in Erinnerung bleiben, etwa das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt vor drei Jahren. Freundschaften zu langjährigen Mitspielern sind entstanden und sollen natürlich erhalten bleiben. Das Kapitel Hanau 93 endet für Sascha Ries bald und wird für den vereinstreuen Fußballer als wertvoller Part der eigenen Karriere in guter Erinnerung bleiben. (Von Frank Schneider)

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