Ein Handballspieler sitzt auf dem Boden vor dem Tor in einer leeren Halle
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Aufstehen und noch mehr Gas geben: Die Handball-Teams können nun auch wieder das komplette Mannschaftstraining aufnehmen.

Ab dem 1. August

Nach Lockerungen der Landesregierung: Handballer freuen sich auf uneingeschränktes Training

  • vonRobert Giese
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Große Freude herrscht bei den Handballvereinen in der Region über die Entscheidung der hessischen Landesregierung, ab 1. August einen weitgehend uneingeschränkten Trainingsbetrieb ebenso wieder zuzulassen wie das Austragen von Testspielen – bisher durften maximal zehn Spieler zeitgleich trainieren.

Oliver Lücke vom klassenhöchsten Verein, dem Drittligisten HSG Hanau, hatte im Vorfeld mit Lockerungen während der Sommerferien gerechnet und die Trainingsplanung auch darauf ausgerichtet.

HSG Hanau: Vorfreude der Spieler ist riesengroß

„Uns spielt es in die Karten, dass wir jetzt vom Kleingruppentraining wegkommen und im August ins Mannschaftstraining einsteigen können, denn das benötigen wir einfach, um unsere neuen Spieler in das Team zu integrieren.“

Die genauen Regelungen hinsichtlich der Testspiele müssten zwar noch abgewartet werden, wie Lücke zu bedenken gibt, aber bei den Hanauer Spielern war die Freude auf ihr liebstes Aufwärmspiel schon wieder riesengroß: „Die erste Reaktion im Chat war“, sagt der HSG-Coach und lacht, „dass wir zum Aufwärmen jetzt endlich wieder Fußball spielen können.“

Freude auf Training unter normaleren Bedingungen

Auch Torsten Weber, der Trainer des Bezirksoberligisten HSG Maintal, zeigt sich erleichtert über die Lockerungen. „Als Sportler braucht man Ziele, auf die man hinarbeiten kann, daher freuen wir uns schon auf die ersten Testspiele und Trainingseinheiten unter ‚normalen“ Bedingungen‘, so Weber, denn schließlich sind die Hygienevorschriften immer noch einzuhalten.

Der Trainer der Maintaler wirft schon einen Blick voraus auf den möglichen Saisonbeginn und hofft, „dass weiter alles positiv verläuft und die Punktrunde im September starten kann.“

Vereine planen bereits die ersten Testspiele

Björn Döhring, der ab dieser Saison als Betreuer der Oberliga-Mannschaft der SG Bruchköbel tätig ist, verweist ebenfalls darauf, „dass es für die Motivation der Spieler wichtig ist, dass Spiele ab August wieder möglich sind – auch wenn wir abwarten müssen, wie das schließlich im Detail geregelt ist.“

Die Bruchköbeler haben in den beiden kommenden Wochen allerdings ohnehin Pause, nachdem der erste Teil der Vorbereitung mit Fokus auf Kondition und Kraft abgeschlossen sei; für die Zeit danach laufen die Planungen für erste Testspiele bereits.

Drei Einheiten statt nur einer: TV Langenselbold zurück im Trainingsalltag

Überaus frohe Kunde sind die Nachrichten über die Lockerungen auch für Stefan Wagner, den Coach der Landesliga-Handballerinnen des TV Langenselbold: „Alle sehnen sich danach, endlich wieder in die Halle zu können und dreimal die Woche trainieren zu können statt einmal.“

Der Langenselbolder Trainer hofft, dass die Träger der Hallen diese Vorgaben nun schnell umsetzen und sein Team wieder zu einem „normalen“ Trainingsalltag zurückkehren könne.

Sechs Wochen Vorbereitung bis zum Saisonstart

Einen Blick auf den Kalender wirft derweil Norbert Wess, Trainer von Oberliga-Aufsteiger HSG Hanau II – denn vom 1. August bis zum ursprünglich angedachten Saisonstart Mitte September seien es sechs Wochen. „Diese sechs Wochen können wir so gestalten, dass wir in den nötigen Rhythmus kommen“, zeigt sich der erfahrene Trainer optimistisch.

Ganz wichtig sei es, „mal sieben gegen sieben spielen zu können, damit wir neue Spieler integrieren und ein neues Deckungssystem üben können“, wie der HSG-Coach betont.

Weiter offene Fragen wegen Zuschauern bei den Spielen

Allerdings verweist Wess auch darauf, dass aktuell noch viele Fragen offen seien, vor allem, was Zuschauer bei Spielen angeht: Da es bei den Testspielen nur wenige Zuschauer gebe, sei das zunächst zwar noch kein so drängendes Problem, aber spätestens mit dem Start der Punktrunde, in der die Hanauer Derbys gegen Bruchköbel und Bürgel bestreiten werden, werde das ein wichtiges Thema.

Auch Benjamin Gast, der die erste Frauenmannschaft der SG Bruchköbel in der Bezirksoberliga trainiert, freut sich über etwas mehr Planungssicherheit durch die Lockerungen: „Mit Blick auf den geplanten Saisonstart Mitte September ist das notwendig, um Spiel- und Wettkampfpraxis zu bekommen.“

Wie für seine Trainerkollegen auch sind die Lockerungsmaßnahmen für Gast „eine schöne Nachricht, da es ein weiterer Schritt in Richtung Normalität ist, nach der sich alle sehnen.“

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