Bei seiner offiziellen Verabschiedung bekommt der langjährige Kapitän Till-Joscha Jönke (links) ein White-Wings-Trikot überreicht. Botschaft: „Danke für alles“!
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Bei seiner offiziellen Verabschiedung bekommt der langjährige Kapitän Till-Joscha Jönke (links) ein White-Wings-Trikot überreicht. Botschaft: „Danke für alles“!

White Wings

Mit geballter Offensivpower zum ersten Saisonsieg: Sorge um verletzten Walz

  • Jörn Polzin
    VonJörn Polzin
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Eine Mischung aus Freude und Erleichterung machte sich gestern Abend in der Main-Kinzig-Halle breit. Mit dem 81:70 (37:40) gegen die Arvato College Wizards aus Karlsruhe holten sich die Basketballer der Hanau White Wings den ersten Sieg und dürften nun in der Drittliga-Saison angekommen sein. „Wir sind nach der langen Pause froh, dass es mit dem ersten Sieg geklappt hat.

Hanau – Das nimmt jetzt auch etwas Druck von den Jungs“, freute sich Geschäftsführer Sebastian Lübeck. Wermutstropfen: Philipp Walz verletzte sich in der zweiten Hälfte am Oberschenkel, der daraufhin dick bandagiert werden musste.

Den ersten emotionalen Moment erlebten die Zuschauer bereits vor der Partie, als der langjährige Kapitän Till-Joscha Jönke offiziell verabschiedet wurde. Jönke hatte sich nach sechs Spielzeiten in Hanau für einen Wechsel nach Tübingen entschieden.

Jönkes Ex-Team legte gleich richtig los, allen voran ein Mann: Philipp Walz. Der Power Forward, vor der Saison vom FC Bayern München gekommen, bestätigte die bisherigen Eindrücke als treffsicherer Schütze. Von den ersten zwölf Hanauer Punkten gingen elf auf das Konto von Walz, der dafür sorgte, dass die Gastgeber mal mehr und mal weniger deutlich in Führung lagen.

Bis zur Pause standen beim 20-Jährigen bereits 13 Punkte zu Buche, davon vier Dreier. Über 16:8 setzten sich die im Reboundduell (42:26) klar überlegenen White Wings bis zum Ende des ersten Viertels auf 21:12 ab, Bei Karlsruhe tat sich lediglich Christoph Rupp hervor, der es bis zur Halbzeit auf 21 Punkte brachte.

Als erneut Walz zum 30:20 traf, schien sich die Hanauer Dominanz fortzusetzen, doch mit der nachlassenden Wurfquote nahmen auch die Ballverluste zu. Karlsruhe nutzte die Schwächephase und drehte die Begegnung per 17:2-Lauf zum 40:34 (Pausenstand: 37:40)

In der Kabine schien White-Wings-Trainer Kamil Piechucki die richtigen Worte gefunden zu haben. So gelang es den Gastgebern, Rupp weitgehend zu kontrollieren, auch Routinier Rouven Roessler war kaum ein Faktor. In der mitunter zerfahrenen und häufig unterbrochenen Partie wurde die Last im Angriff nach dem Ausfall von Walz auf mehrere Schultern verteilt. Dabei taten sich Dion Braimoh und Philip Hecker aus der Distanz hervor, Niklas Krause schloss erfolgreich in Korbnähe ab. Der Vorsprung der Gastgeber pendelte sich zwischen vier (63:59) und neun Punkten (71:62) ein. Krause mit seinem Korb zum 77:66 und Victor Demetrio zum 79:68 machten schließlich den Deckel drauf.

Hanau White Wings: Walz (16), Hecker (16), Krause (15), Braimoh (15), Demetrio (9), Tisdale (5), Vasovic (3), Fichtner (2), Katumbayi, Eibelshäuser, Stenger

Von Jörn Polzin

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