1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit ausgeglichener Bilanz im tristen Mittelmaß: Die Lage bei Alemannia und TSV Klein-Auheim und SVG Steinheim

Erstellt:

Der spielende Co-Trainer von Alemannia Klein-Auheim, Timo Röder, bei der 0:8-Niederlage gegen den JSK Rodgau II (Damjan Balic, links).
Der spielende Co-Trainer von Alemannia Klein-Auheim, Timo Röder, bei der 0:8-Niederlage gegen den JSK Rodgau II (Damjan Balic, links). © Scheiber

Mit dem SVG Steinheim sowie dem FC Alemannia und dem TSV Klein-Auheim sind drei Hanauer Fußballklubs seit Jahren im Offenbacher Fußballkreis zu Hause. Angesichts teils misslicher Umstände sind die Verantwortlichen mit den bisherigen Leistungen ihrer Kicker zufrieden. Während die erste Mannschaft der Steinheimer in der Gruppenliga Frankfurt Ost im Abstiegskampf steckt, sieht es für die beiden anderen SVG-Teams besser aus.

Hanau – Die Zweite liegt in der B-Liga auf dem dritten Platz, die dritte Mannschaft in der C-Liga auf dem sechsten Rang. Die Alemannia ging in der A-Liga als Neunter in die Winterpause, Ortsrivale TSV ziert in der C-Liga Rang acht.

Alemannia Klein-Auheim

„Angesichts der Vielzahl an Verletzten sind wir mit dem Tabellenplatz zufrieden“, erklärt Giuseppe Sbano. Der Alemannia-Coach leitet seit Februar 2020 die Geschicke auf dem Sportplatz am Main. Nach einem guten Saisonstart verhinderten teils bis zu neun Ausfälle von Stammspielern eine bessere Platzierung. So liegt die Alemannia nach 15 Begegnungen mit ausgeglichener Bilanz - sieben Siege, ein Unentschieden, sieben Niederlagen - auf Platz neun. Darunter waren Kantersiege (17:1 bei Rot-Weiß Offenbach und 15:1 bei Italsud Offenbach) sowie derbe Pleiten (0:8 gegen JSK Rodgau II).

Belmin Dzanovic (neun Treffer) und Andrej Bilandzija (acht) schossen die meisten der bisherigen 59 Saisontreffer. „Wenn wir in diesem Jahr komplett sind, können wir noch etwas nach oben kommen. Am Ende sollte mindestens ein guter Mittelfeldplatz herauskommen“, sagt Sbano. Sein Dank geht an die erst zu Rundenbeginn neu formierte zweite Mannschaft (Platz elf in der C-Liga), die die Erste in der schwierigen Zeit „sensationell unterstützt hat“. Mit Ali Güclü und Gökhan Bulgurcu (beide FC Mittelbuchen) hatte die Alemannia zwei Winterabgänge. Neuzugänge sind noch keine zu vermelden.

SVG Steinheim II und III

Nach zwölf Begegnungen rangiert die von Spielertrainer Stefan Kovacevic betreute Steinheimer Zweite mit 28 Punkten hinter Spitzenreiter TSV Lämmerspiel II (31) und dem TSV Dudenhofen II (29) aussichtsreich auf Platz drei. Zu den 42 erzielten Toren haben Fabian Emanuel Meisel mit sieben und Steffen Oeler mit sechs Treffen die meisten beigetragen.

Steinheims Sportchef Bernd Hartmann: „Wir wollen versuchen, im neuen Jahr die Mannschaft wieder besser aus dem Erst-Mannschaftskader zu unterstützen, was zuvor aufgrund vieler Ausfälle leider nicht möglich war. Die Chance ist da nach oben zu kommen, doch der Druck auf die Jungs nicht.“ Wenn es in dieser Saison mit dem Aufstieg nichts wird, soll es im nächsten Jahr klappen. Dann sei es, nicht so wie in dieser Spielzeit, auch eine Zielsetzung seitens der Klubführung.

Die von Spielertrainer Jürgen Schürer geführte dritte Mannschaft hat nach zwölf Partien mit sieben Siegen, zwei Unentschieden, drei Niederlagen und Platz sechs eine ordentliche Halb-Runde absolviert. Nach ganz oben fehlen sieben Punkte. Ein Aufstieg der Dritten ist aber ohnehin derzeit kein Thema. Hartmann: „Im Grunde ist es eine Hobbymannschaft, die sich in der Regel einmal die Woche zum Training trifft und dann am Wochenende spielt. Dafür ist das mehr als in Ordnung.“

TSV Klein-Auheim

Zwölf Spiele, 15 Punkte, achter Platz. So lautet die nüchterne Bilanz des TSV in der mit nur zwölf Mannschaften bestückten C-Liga. „Mehr war auch nicht zu erwarten. Das sind Jungs, die einfach nur kicken wollen. Das ist von unserer Seite so auch völlig in Ordnung“, erzählt Reiner Dieser.

Der TSV-Vorsitzende macht aber auch keinen Hehl daraus, dass die Fußballabteilung für den Gesamtverein teils schon eine Belastung sei. Derzeit könne man deren Geschäfte im Vorstand noch mit übernehmen. Auf Dauer würde dies aber nicht gehen. So sei man auf der Suche nach Helfern, die die Abteilung auf allen Ebenen unterstützen.

Dieser räumt ein, dass man ohnehin keine zweite Mannschaft mehr habe, geschweige denn eine einzige Jugendmannschaft. „Wir brauchen eine Abteilungsleitung, die sich der Sache widmet, sonst lässt sich das Ganze wohl nicht mehr lange halten“, erklärt der Vorsitzende. So rücke das sportliche Abschneiden der Mannschaft um Trainer Jonathan Urbino in den Hintergrund. „Der Fußball verbreitet bei uns im Verein derzeit leider nur wenig Spaß“, so Dieser.  ard

Auch interessant