Gegen die Niederlage gestemmt: HSG Hanaus Torben Scholl (am Ball) und Nils Prüfert (Nr. 15).
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Gegen die Niederlage gestemmt: HSG Hanaus Torben Scholl (am Ball) und Nils Prüfert (Nr. 15).

DHB-POKAL

Minimalchance nicht genutzt: Für HSG Hanau ist Saison nach Niederlage beendet

  • VonRobert Giese
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Aue – Die A-Jugend der HSG Hanau hat am Samstagnachmittag bei der NSG EHV/Nickelhütte Aue nicht gewonnen und ist damit aus dem DHB-Pokal ausgeschieden. Für die Hanauer Handballer ist durch die 23:29 (12:14)-Niederlage nach lange ausgeglichenem Spielverlauf die Saison somit beendet.

Schon vor dem abschließenden Gruppenspiel waren die Chancen der HSG auf ein Weiterkommen gering: Einerseits hätte das Team von Adrian Schild bei den Sachsen gewinnen müssen, andererseits hätte die TSG Münster im anderen Gruppenspiel nur knapp gegen den TV Gelnhausen gewinnen dürfen. Dennoch legten sich die Hanauer mächtig ins Zeug und lieferten sich mit den Gastgebern von der ersten Minute an einen intensiven Kampf: Kein Team konnte sich im ersten Durchgang absetzen.

Verlassen konnte sich Schild dabei insbesondere auf die eigene Deckung, die auch den gegnerischen Schlüsselspieler Daniel Sova gut im Griff hatte – der Spielmacher der NSG kam auf lediglich zwei Treffer. „Wir haben sie häufig ins Zeitspiel gezwungen“, zeigte sich Schild zufrieden mit der Abwehrarbeit, „auch wenn Aue über die Außen oft doch noch getroffen hat.“

TV Gelnhausen steht im Halbfinale des DHB-Pokals

Das Hinspiel um die deutsche Handball-Meisterschaft der A-Junioren wird am Montag, 7. Juni 2021, um 17 Uhr zwischen den Füchsen Berlin Reinickendorf und dem TSV Bayer Dormagen angepfiffen, Das Rückspiel findet am Sonntag, 13. Juni, statt (16 Uhr). Derweil stehen auch die Halbfinalisten des DHB-Pokals fest. Oliver Hubbert, einstiger Drittliga-Aufstiegstrainer mit den Männern der SG Bruchköbel, ist mit dem TV Gelnhausen dabei. Vervollständigt wird das Halbfinale durch den SC Magdeburg, SC DHfK Leipzig und die SG Pforzheim/Eutingen. (mei)

Ausbaufähig war hingegen erneut die Offensivleistung der Gäste, die sich nicht nur ungewohnt viele technische Fehler erlaubten, sondern vor dem gegnerischen Kasten auch oft die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen ließen. „Wir haben uns gute Chancen herausgespielt“, meinte der HSG-Coach dazu, „diese aber zu selten genutzt.“ Beim Seitenwechsel war angesichts von nur zwei Toren Rückstand jedoch noch alles offen.

Nach Wiederanpfiff holten sich die Hanauer die Führung zurück und lagen gut zehn Minuten nach dem Seitenwechsel mit 18:17 in Front. Dann aber folgten neun torlose Minuten. Um den Sieg doch noch zu erzwingen, riskierten die Gäste in den Schlussminuten mehr, wurden von Aue aber ausgespielt. „Kompliment, dass die Jungs hier 60 Minuten lang gekämpft haben, aber leider hat es nicht ausgereicht“, so Schild. Etwas Trost könnte den Hanauern das Ergebnis des anderen Gruppenspiels gespendet haben: Dort gab es ein Unentschieden, die HSG wäre also auch bei einem eigenen Sieg ausgeschieden. (Von Robert Giese)

HSG Hanau: Philipp Spenkoch, Benedikt Weigand; Philipp Busse (2), Akos Csaba (5/2), Alen Durmic (1/1), Marlon Faust (2), Leon Gutknecht, Peer Kreuzkam, Max Moock (2), Niels Prüfert (4), Cedric Schiefer (4), Niklas Schierling (2), Torben Scholl (1), Justin Schreiber - Schiedsrichter: Mischock/Riebesam - Siebenmeter: NSG 3/3, HSG 5/3 - Zeitstrafen: NSG 3, HSG 3

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