Michael Fink. Archivfoto: TAP

Hanau

Michael Fink: "Der Support der Fans ist überragend"

Michael Fink (36) spielte von 2006 bis 2009 für Eintracht Frankfurt. Der defensive Mittelfeldspieler bestritt in dieser Zeit 87 Partien. Später wurde er mit Besiktas Istanbul türkischer Pokalsieger, und spielte und ‧coachte bei Waldhof Mannheim in der Regionalliga.

Aktuell ist Fink Chefscout beim Hessenligisten FC Gießen, wo er seit seinem Abschied aus Hanau nach der vergangenen Saison auch spielt.

Was ist Ihre schönste Eintracht-Erinnerung:„Ich verbinde viele gute Erinnerungen mit der Zeit in Frankfurt. Aber ich denke, als wir damals im UEFA-Cup gespielt haben (Saison 2006/07, Anm. d. Red.), das waren besondere Erfahrungen, vor allem die Atmosphäre und Stimmung bei den Heimspielen. Das ist ähnlich wie jetzt beim Spiel gegen Lazio Rom (4:1-Sieg am vergangenen Donnerstag, Anm. d. Red.).“

Worauf freuen Sie sich am Donnerstag besonders?„Ich habe ja im Herbert-Dröse-Stadion schon ein paar Mal gespielt, aber unter Flutlicht wird auf jeden Fall eine besondere Atmosphäre herrschen. Und dann noch gegen die Eintracht vor der hoffentlich großen Zuschauerkulisse – da freue ich mich schon sehr drauf.“

Wie waren solche Spiele gegen unterklassige Teams früher für Sie als Profi?„Man geht vielleicht nicht mit derselben hundertprozentigen Einstellung in solche Spiele, wie in ein Bundesligaspiel. Aber jetzt ist ja Länderspielpause und dadurch haben Spieler, die vielleicht bisher nicht im Kader oder im Fokus standen, die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Die Eintracht hat einen großen Kader und gerade Spieler wie zum Beispiel Marco Fabián werden heiß sein und versuchen, den Trainer zu überzeugen.“

Was ist Ihr Wunschergebnis für das Testspiel?„Wir würden gerne ein Unentschieden mitnehmen, was aber nur ein Wunschgedanke ist. Die Frankfurter als Bundesligist werden wahrscheinlich als Sieger vom Platz gehen. Aber unser Ziel ist es, die Gegentore niedrig zu halten und selbst ein bis zwei Tore zu schießen. Vor allem aber wollen wir mit Spielfreude auftreten, ein tolles Spiel zeigen und den Zuschauern etwas bieten.“

Wer war Ihr bester Trainer?„Das ist schwer zu sagen. Friedhelm Funkel war damals Trainer bei der Eintracht und hat mich natürlich auch geprägt. In Gladbach habe ich dann unter Lucien Favre gespielt. Favre ist ein sehr guter Trainer, der taktisch und von der Einstellung her hervorragend ist. Aber auch zu Uwe Rapolder habe ich einen persönlichen Bezug. Er hat mir damals bei Arminia Bielefeld die Chance gegeben, mich im Profifußball zu beweisen.“

Ist Hanau 93 bereit für die Hessenliga?„Ja, ich glaube schon. Letzte Saison haben wir uns mit dem dritten Platz in der Verbandsliga rangepirscht. Dass es nach dem bisherigen schnellen Durchmarsch nicht jedes Jahr mit einem Aufstieg klappt, ist natürlich klar. Aber Hanau 93 ist ein Traditionsverein, im Hintergrund wird professionell gearbeitet. Wenn man die Spieler‧liste und die Zugänge betrachtet, sieht man das Potenzial und auch den Stellenwert des Vereins. Außerdem ist der Support der Fans überragend. Also ja, Hanau 93 ist bereit für die Hessenliga.“ djk

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