Maximilian Walter fühlte sich einst beim FSV Bischofsheim sehr wohl. Nach einer Zwischenstation bei der SG Bruchköbel spielt er nun für Germania Dörnigheim. Foto: Roland Adrian

Fußball

Maximilian Walter bringt frischen Wind auf Flügeln Dörnigheims

Gruppenliga-Aufsteiger Germania Dörnigheim ist in der Offensive exzellent aufgestellt. Mit Neuzugang Maximilian Walter soll auf den Flügeln zusätzlich die Post abgehen. Vor einigen Jahren hätte sich Walter nicht träumen lassen, dass er einmal das Trikot der Dörnigheimer Germania tragen würde.

Von Frank Schneider

„Als ich in Bischofsheim weg bin, war es für mich eigentlich ausgeschlossen, dass ich einmal zu einem anderen Maintaler Verein wechseln würde.“ Zu groß war seinerzeit die Rivalität zwischen dem FSV und der Germania sowie dem FC Hochstadt.

Mehrere Jahre spielten alle drei Clubs in der Gruppenliga Frankfurt Ost. Maximilian Walter hat diese Zeiten als junger Spieler der Frösche hautnah miterlebt. Der FSV Bischofsheim stand seinerzeit für gepflegten und temporeichen Offensivfußball, auch wenn es zum ganz großen Wurf – sprich dem Verbandsliga-Aufstieg – trotz glänzend besetzter Kader nicht reichen sollte. Das persönliche Ziel, als Fußballer einmal in der zweithöchsten hessischen Amateurklasse zu spielen, erfüllte sich Walter dann mit seinem Wechsel zur SG Bruchköbel.

Dass er dort im zweiten Jahr mit dem eher sang- und klanglosen Abstieg ein Horrorjahr miterlebte, soll den positiven Gesamteindruck nicht trüben. „Sicher war dieser Abstieg nicht die schönste Erfahrung, doch das Erlebte hat jeden einzelnen weitergebracht. Schließlich haben wir mit Spaß die Runde beendet“, blickt Walter zurück.

Vergangenes Jahr deutlich besser

Im vergangenen Jahr lief es in Bruchköbel deutlich besser. Auch für Walter selbst, der hin und wieder mangels Alternativen im Sturmzentrum aushelfen musste. „Wir hatten in Bruchköbel eine starke Defensive, doch irgendwie hat uns ein echter 'Knipser' gefehlt, vielleicht wäre noch mehr als Platz drei drin gewesen“, meint der 27-Jährige.

Max Walter

Alter: 27Wohnort: SteinheimBeruf:VerwaltungssachbearbeiterFamilienstand:ledigLieblingsspieler:Ronaldinho Lieblingsverein: FC PortoFrühere Vereine:SG Bruchköbel, FSV Bischofsheim

Der Abschied von der SGB fiel ihm nicht leicht, doch den Wechsel nach Dörnigheim bezeichnet Maximilian Walter als Herzensangelegenheit. Das Vereinsumfeld muss er zwar erst kennenlernen, doch neben Trainer Hicham Abdessadki trifft er dort auf acht weitere ehemalige Fußballkumpels aus Bischofsheimer Zeiten. Mimoun Attanin, Emanuel Becker, Cihan Aydin, Henrik Saal, Patrick Schreiber, Lukas Barfuß und Gjorgi Trajanov freuen sich neben Trainer Hicham Abdessadki auf das Wiedersehen mit Maximilian Walter.

Sechs Jahre spielte Maximilian Walter für den FSV am Fechenheimer Weg, es waren seine ersten wichtigen im Seniorenbereich. In der Jugend spielte der in Steinheim lebende Außenbahnspieler für den SVG Steinheim, Alemannia Klein-Auheim, TGS Jügesheim und den VfR Kesselstadt.

Ehemaliger Mitspieler als Trainer

„In Bischofsheim hatte ich eine tolle Zeit, dort habe ich gelernt, wie man guten Fußball spielt.“ Als junger Spieler kickte er an der Seite von Mittelfeldregisseur Hicham Abdessadki, der nun erstmals sein Trainer ist. „Man merkt an der Art, wie er Fußball spielen lassen will, dass Hicham Fan des FC Barcelona ist“, erzählt Walter.

Der Außenbahnspieler hätte auch weitere Wechseloptionen gehabt, doch das von Abdessadki vorgelegte Konzept habe ihn vollauf überzeugt. Der Neuzugang ist gespannt, welche Position er beim Aufsteiger spielen wird. „Man muss flexibel sein“, weiß Walter. Er kann auf beiden Flügeln, aber eben auch als Sturmspitze spielen. „Ich will meine Torgefährlichkeit an den Tag legen. Dabei ist es mir eigentlich egal, ob ich den Treffer selbst erziele, oder den Ball einem Mitspieler auflege“, erzählt Maximilian Walter.

Der sichere Klassenerhalt wäre im ersten Jahr nach dem Aufstieg gewiss das Sahnehäubchen und eine gute Basis, um in den folgenden Jahren ähnlich wie einst beim FSV Bischofsheim in der oberen Tabellenregion angreifen zu können.

Kader, Wechsel und Ziel

Zugänge: Gjorgi Trajanov, Ugur Erdogan (beide SC 1960 Hanau), Maximilian Walter (SG Bruchköbel), Mario Cardaci (FC Büdesheim), Henrik Saal (SV Gronau)

Abgänge: Fabian Glaser (SV Oberdorfelden), Sercan Günes (Türk Seligenstadt), Engin Hökelekli (Spvgg Roßdorf), Marco Doppel (Karriereende)

Trainer: Hicham Abdessadki (2. Jahr)

Saisonziel:Klassenerhalt

Favoriten:SG Bruchköbel

Tor:Jamal El Maged, Philip Schmidt, Christian Marggraf

Abwehr: Gerrit Friedel, Luka Schaefer, Daniel Hofmann, Henrik Saal, Mevludin Demirovic, Michael Roth, Kevin Schmidt

Mittelfeld: Nicko Erb, Hicham Abdessadki, Emanuel Becker, Mimoun Attanin, Max Walter, Vincent Borack, Gjorgi Trajanov, Felix Teicher, Valbon Cakaj, Guiseppe Mantagna, Cihan Aydin

Sturm: Patrick Schreiber, Alexander Turan, Ugor Erdogan, Mario Cardaci

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