Der Mann mit dem knallharten Wurf: Maximilian Bergold ist bei der HSG Hanau für Gefahr aus der zweiten Reihe zuständig. Archivfoto: TAP
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Der Mann mit dem knallharten Wurf: Maximilian Bergold ist bei der HSG Hanau für Gefahr aus der zweiten Reihe zuständig. Archivfoto: TAP

HSG Hanau

Maximilian Bergold bleibt bei der HSG Hanau

  • VonRobert Giese
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Hanau – Die Rückspiel-Niederlage in Potsdam besiegelte für die HSG Hanau am vergangenen Wochenende nicht nur das Aus in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga, sondern markierte auch das Ende einer ungewöhnlichen Saison. Dennoch blickt deren Sportlicher Leiter Reiner Kegelmann mit Stolz zurück auf die vergangenen Wochen und Monate – und mit Zuversicht in die Zukunft.

„Was wir von der Aufstiegsrunde erwartet haben, hat sich mehr als erfüllt“, so Kegelmann. Die Mannschaft sei zusammengewachsen und habe sich weiterentwickelt, außerdem hätte das Team gelernt, mit Drucksituationen umzugehen. In sportlicher Hinsicht sind die Hanauer trotz des Ausscheidens in der Zwischenrunde hochzufrieden. „Es war klar, dass irgendwann ein Gegner kommt, dem wir nicht das Wasser reichen können. Wir wollten“, so Kegelmann zur Zielsetzung, „in unserer Gruppe den vierten Platz erreichen. Das war ein hochgestecktes Ziel, aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch solche Ziele erreichen kann.“

Der Sportliche Leiter der HSG verweist dabei auch auf die Qualität der Gegner, mit denen Hanau sich messen musste: „Dass wir zum Beispiel in Krefeld nur knapp verlieren“, verweist Kegelmann auf das Duell mit dem letztjährigen Zweitligisten, „hätte ich vorher nie gedacht.“ Die starken Auftritte der HSG hätten dafür gesorgt, dass der Verein „in aller Munde war, das war eine tolle Außendarstellung, und zwar deutschlandweit“, freut sich der Sportliche Leiter, „und das ist ja auch für unsere Sponsoren nicht unwichtig.“

Mannschaft bekommt eine Verschnaufpause

Auch strukturell hätten die Hanauer durch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde „gesehen, wo wir stehen“ und im Zuge dessen bereits wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Kegelmann verweist dabei auf die Gründung einer GmbH für den Spielbetrieb, „und den Lizensierungsprozess für die 2. Bundesliga haben wir jetzt auch schon durchgespielt.“ Von den Strukturen und den gesammelten Erfahrungen würde der Verein in Zukunft profitieren.

Zunächst einmal können Verein und Mannschaft nun aber durchschnaufen: Das Team legt aktuell eine mehrwöchige Pause ein, ehe es über individuelles Training Mitte Juli wieder ins Mannschaftstraining einsteigt. „Diese Pause ist auch nötig“, betont Kegelmann, „denn die Jungs sind körperlich und mental an ihre Grenzen gegangen.“ Auch für den Sportlichen Leiter selbst wird es jetzt etwas ruhiger, denn inzwischen steht fest, dass auch Maximilian Bergold der HSG erhalten bleibt, die somit keinen einzigen Abgang hinnehmen muss. Veränderungen im Kader seien deshalb nicht geplant, auch wenn Kegelmann nicht ausschließen wollte, dass die Hanauer sich bei einer günstigen Gelegenheit noch einmal personell verstärken.

Stärken würde sich die HSG auch gerne auf anderen Ebenen: „Infrastrukturell hatten unsere Gegner teilweise ganz andere Voraussetzungen und Vermarktungsmöglichkeiten“, so Kegelmann unter anderem mit Blick auf Potsdam, wo gleich drei Trainingshallen in direkter Nachbarschaft zur Verfügung stehen. „Zur Spitze“, so das Fazit des Sportlichen Leiters, „fehlt uns da noch etwas. Da brauchen wir das Umfeld, die Stadt und den Kreis.“ (Von Robert Giese)

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