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Nicht mehr im Hanauer Jersey: Matthias Schwalbe (am Ball) zieht es von der HSG weg zur SG Leutershausen.

3. Liga Mitte

Matthias Schwalbe wechselt zu Ligakonkurrent SG Leutershausen

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Etwas überraschend kam in der vergangenen Woche wieder Bewegung in den Transfermarkt der 3. Liga Mitte: Matthias Schwalbe, der eigentlich für eine weitere Saison bei der HSG Hanau eingeplant war, verkündete dort seinen Wechsel zum Ligakonkurrenten SG Leutershausen.

Den Ausschlag für den Transfer zur SGL gab dabei das Gesamtpaket, welches die Leutershausener dem Linkshänder anboten. Leutershausen war schon länger händeringend auf der Suche nach einem Linkshänder für den Rückraum, denn die Kurpfälzer waren bisher das einzige Spitzenteam der Liga, das im rechten Rückraum auf Rechtshänder zurückgreifen musste. In Schwalbe haben sie nun einen Linkshänder für die vakante Position gefunden und den 23-Jährigen gleich für zwei Spielzeiten an sich gebunden. 

Für Schwalbe selbst hätten beim Wechsel nicht unbedingt sportliche Gründe den Ausschlag gegeben, schließlich spielen Hanau und Leutershausen in der gleichen Liga. „Das Gesamtpaket dort hat einfach gepasst“, so der Linkshänder, der damit vor allem die berufliche Perspektive meint: „Es ist wichtig, neben dem Handball eine gewisse Sicherheit zu haben.“ Wie schnell sich beim Handball Pläne ändern können, hat Schwalbe in dieser Saison am eigenen Leib erlebt, denn er riss sich im Oktober das Kreuzband und war seitdem dazu verdammt, die Spiele seines Teams von der Seitenlinie aus zu verfolgen. 

Schwalbe ist nach Yannick Woiwod bereits der zweite Abgang der HSG Hanau

Nach Hanau war der 23-Jährige erst im vergangenen Sommer gewechselt und war dort ebenfalls der langersehnte Linkshänder im rechten Rückraum, den die HSG lange Zeit gesucht hatte. Wegen seiner Verletzung absolvierte Schwalbe schließlich aber nur sieben Liga-Partien für die Hanauer, und dazu werden keine weiteren hinzukommen: „Reha und Aufbautraining verlaufen zwar gut und ich liege im Zeitplan, aber ich bin frühestens Ende April wieder spielfähig“, und zu diesem Zeitpunkt ist die Saison für die HSG bereits beendet. 

Die HSG Hanau hat mit dem Linkshänder derweil nach Yannick Woiwod den zweiten Abgang zu verzeichnen, will angesichts der Vertragsverlängerungen von 16 Spielern und der zwei Neuzugänge von der HSG Bieberau-Modau personell vorerst nicht nachlegen. „Wir haben einen Kader mit 18 Spielern und sind deshalb nicht auf der Suche nach einem weiteren Zugang“, stellte Reiner Kegelmann, der Sportliche Leiter der Hanauer, klar. 

Auf Schwalbes Position im rechten Rückraum verfügt die HSG Hanau zudem in Luca Braun, der während der Saison nach Hanau wechselte, über einen weiteren Linkshänder.

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