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Marköbel muss den freien Fall stoppen: 2022 sieglose SG in akuter Abstiegsgefahr

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Alle im Abstiegskampf: Der Marköbeler Sven Wesenberg (links) sowie die Spieler von Türk Gücü Hanau.
Alle im Abstiegskampf: Der Marköbeler Sven Wesenberg (links) sowie die Spieler von Türk Gücü Hanau. © Scheiber

Die SG Marköbel steckt nach einer sehr guten Vorrunde in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost plötzlich mitten im Abstiegskampf. Nach zehn sieglosen Partien in Serie sind jetzt altbekannte Marköbeler Kämpfertugenden gefragt. Das Heimspiel gegen Germania Klein-Krotzenburg könnte richtungsweisend für den restlichen Saisonverlauf sein. Germania Dörnigheim möchte nach zwei Auswärtsniederlagen ebenfalls wieder in die Erfolgsspur zurück. Im Heimspiel gegen Abstiegskandidat Sportfreunde Oberau zählen keine Ausreden.

SG Marköbel - Germania Klein-Krotzenburg (Sonntag, 15 Uhr): Die SGM will und muss den freien Fall stoppen. Der aktuelle Trend ist besorgniserregend, die Abstiegsränge plötzlich bedrohlich nahe. In allen zehn Punktspielen des Jahres 2022 ist die SGM sieglos geblieben. Die Leistung beim 1:3 am Donnerstag in Oberndorf bewerteten sowohl Coach Wolfram Rohleder als auch der stellvertretende Vorsitzende Mark Wesenberg als schwach.

„Mit der gleichen Einstellung werden wir auch am Sonntag gegen Klein-Krotzenburg nichts holen, es bedarf einer klaren Leistungssteigerung“, betont Rohleder. In Oberndorf waren nicht nur Auftreten und Ergebnis bitter, sondern auch der verletzungsbedingte Ausfall von Defensivallrounder Michael Meinzer, dem wegen des Verdachts auf Bänderriss nun sogar das vorzeitige Saisonende droht. „Das wiegt schwer für uns“, sagt Rohleder mit Blick auf den Zettel mit den ohnehin schon vorhandenen Langzeitverletzten. Immerhin kehrt Daniel Schabet nach abgelaufener Sperre wieder in den Kader der Hammersbacher zurück.

FC Hanau 93 II - SC Viktoria Nidda (Sonntag, 15 Uhr): Die Chancen auf den Klassenerhalt sind nur noch theoretischer Natur, doch gegen Schlusslicht Viktoria Nidda will die Hessenliga-Reserve die drei Punkte auf jeden Fall an der Kastanienallee behalten. Hinsichtlich der gezeigten Leistungen gab es für das Hanauer Trainerduo Ersoy Yalcin und Adolfo Alonso zuletzt kaum etwas zu meckern. „Unsere jungen Spieler machen das zurzeit sehr gut und es ist eine positive Entwicklung zu beobachten“, erzählt Yalcin, der sich nach der unglücklichen 2:4-Niederlage in Obertshausen nun für seine Jungs wieder einmal ein Erfolgserlebnis wünscht.

FSV Bad Orb - SG Bruchköbel (Sonntag, 15.30 Uhr): So schnell wie möglich den Deckel draufmachen, lautet das Motto bei der SGB. Trotz 47 Punkten schaut Trainer Claus Schäfer noch nach hinten, doch mit einem Sieg in Bad Orb und dem Erreichen der 50-Punkte-Marke könnte auch der erfahrene Coach seine Warnungen auf lautlos stellen. Die Gastgeber kamen in der Rückrunde nicht in die Gänge und sind schon so gut wie abgestiegen. „Bad Orb wird sich bestimmt extrem wehren“, stellt sich Bruchköbels Trainer auf ein schweres Auswärtsspiel ein. „Weiter gut trainieren und den Fokus nicht verlieren“, lautet seine Vorgabe für die letzten Saisonwochen. Kapitän Marius Lehr wird die Fahrt Richtung Spessart aus privaten Gründen nicht mitmachen, auch Rodney Kurz und Kristian Skocibusic drohen auszufallen. Dagegen könnte der wiedergenesene Michel Völke eine Option sein.

Germania Dörnigheim - Sportfreunde Oberau (Sonntag, 15.30 Uhr): Aufsteigende Form hat der Germania in den Auswärtsspielen in Offenbach bei der SG Rosenhöhe und dem abstiegsbedrohten VfB keine Punkte beschert. Im Heimspiel gegen den wahrscheinlichen Absteiger Oberau zählen nur drei Punkte. Die Maintaler wollen in die erste Tabellenhälfte zurück, um sich gar nicht erst mit Abstiegskampf-Rechenspielen auseinandersetzen zu müssen. „Unsere Punktausbeute in der Rückrunde ist verheerend. Unabhängig davon, wie viele Punkte man für den Klassenerhalt braucht, wollen wir eine kleine Serie starten, zumal wir fast nur noch zu Hause spielen“, macht Germania-Trainer Jochen Kostiris seinen Jungs Dampf. Mert Özkan und Daniel Hofmann werden wohl auch gegen Oberau nicht mit von der Partie sein.

SG Rosenhöhe Offenbach - SVG Steinheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Sechs, sieben Punkte, so die Rechnung von Fußball-Abteilungsleiter Bernd Hartmann, benötigt Steinheim noch für den abermaligen Gruppenliga-Klassenerhalt. Die Niederlage bei Absteiger Nidda war für die Verantwortlichen um den zum Saisonende scheidenden Trainer Murat Kurtulus ein absolutes Ärgernis. „Auf der Rosenhöhe treffen wir auf eine Mannschaft, die zurecht oben mitspielt, doch gegen solche Gegner tun wir uns meist etwas leichter“, sagt Kurtulus. Der Tabellendritte aus Offenbach präsentierte sich in der Rückrunde nicht mehr so konstant stark wie noch in der ersten Saisonhälfte, was die SVG-Hoffnung auf Auswärtspunkte nährt. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir da was holen“, erklärt Kurtulus. Für den verletzten Stammkeeper Kai Lopez wird erneut der zweite Torhüter Ubeyd Mermertas das Steinheimer Gehäuse hüten.

FC Gelnhausen - Türk Gücü Hanau (Sonntag, 18 Uhr): Türk Gücü macht im Abstiegskampf mobil. Mit dem erfahrenen Spielmacher Ismail Amallah (einst FC Dietzenbach, zuletzt TSG Neu-Isenburg) zauberte der neue Trainer Raduan Belaajel die nächste Verstärkung aus dem Hut. Trotz des jüngsten 2:1-Erfolgs gegen die SG Nieder-Roden steht Türk Gücü in Gelnhausen unter Zugzwang, da der VfB Offenbach die Hanauer am Mittwoch mit seinem Sieg über Dörnigheim wieder auf einen Abstiegsrang geschubst hat. Gelnhausen ist seit neun Spieltagen ungeschlagen und möchte mit einem Sieg den Klassenerhalt vorzeitig eintüten. „Sie haben sehr starke Einzelspieler, die eine Partie alleine entscheiden können, doch in dieser Liga kann man vielleicht mit Ausnahme von Seligenstadt gegen jeden Gegner gewinnen“, meint Belaajel.  fs

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