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Maintaler Stadtmeisterschaft: Dörnigheim sichert sich den Titel

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Umjubelter Torschütze: Felix Teicher (rechts) lässt Germania Dörnigheim mit seinem goldenen Treffer gegen Jannik Köhler und Kewa Wachenbuchen jubeln. Foto: TAP
Umjubelter Torschütze: Felix Teicher (rechts) lässt Germania Dörnigheim mit seinem goldenen Treffer gegen Jannik Köhler und Kewa Wachenbuchen jubeln. Foto: TAP

Fußball. Germania Dörnigheim ist neuer Maintaler Stadtmeister. Der ranghöchste Maintaler Fußballverein holte sich den Pott von Kewa Wachenbuchen durch einen entscheidenden 1:0-Sieg im letzten Spiel zurück.

Die Germania hatte als Ausrichter bei der Gestaltung des Spielplans ein goldenes Händchen. Im Modus Jeder-gegen-Jeden trafen die beiden besten Teams ganz am Schluss aufeinander. Beide Mannschaften hatten in den Spielen zuvor nichts anbrennen lassen und jeweils alle drei Spiele gewonnen. Der Germania genügte im letzten Spiel bereits ein Unentschieden, da der Gruppenligist über die bessere Tordifferenz verfügte. Bei ständigem Regen schenkten sich die Kontrahenten nichts, wobei die Kewa die aktivere Mannschaft war.

Der Germania merkte man dagegen das Fehlen einiger Stammkräfte an. Lange Zeit neutralisierten sich die Teams im Mittelfeld, die erste nennenswerte Chance bot sich Germaniastürmer Patrick Schreiber (19.), der jedoch vorbeizielte. Auf der Gegenseite prüfte kurz vor dem Seitenwechsel Elco Bajramovic-Schmidt (28.) Germania-Nachwuchskeeper Colin Strnad mit einem Freistoß. In den zweiten 30 Minuten machte die Kewa viel Druck, ohne aber die gutstehende Germania-Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Konter drei Minuten vor Abpfiff

In der 36. Minute setzte Lucas Thiel einen Nachschuss zu hoch an, in der Schlussphase wurde ein Schuss von Tim Eibelshäuser noch geblockt. Die Germania verlegte sich auf Konter und hatte damit drei Minuten vor dem Abpfiff Erfolg. Der wieselflinke Felix Teicher (57.) überlief die Kewa-Deckung und netzte zum 1:0 ein.

Die Germania war am Mittwoch mit einem klaren 4:0-Sieg gegen den FSV Bischofsheim ins Turnier ge-startet. Ein Tag später folgte ein ebenso deutliches 5:0 gegen den FC Hochstadt. Wesentlich schwerer taten sich die Gastgeber am Schlusstag beim 3:1 gegen Nachbar Dörnigheimer SV. Nicht nur in diesem Spiel wusste der Underdog zu gefallen. Schon im Eröffnungsspiel überraschte der DSV trotz der 4:7-Klatsche gegen die Kewa.

Und es sollte für den A-Ligisten noch besser kommen. Beim 1:3 gegen Hochstadt war der DSV das bessere Team, vergab jedoch zu viele Chancen. Noch bitterer als die Niederlage gegen die Lila-Weißen war die Rote Karte für Torwart Jasin Bousinci wegen einer Notbremse. Gegen Bischofsheim (2:2) wurde das neuformierte DSV-Team für seinen Einsatz belohnt. „Wenn man bedenkt, dass wir eine vollkommen neue Mannschaft aufbauen mussten, haben wir uns sehr gut verkauft“, lobte DSV-Spielausschussvorsitzender Wolfgang Leinweber sein Team. Besonders freute ihn, dass sechs Akteure mit Migrationshintergrund den Sprung schafften.

Auch B-Mannschaft gewinnt

Dass auch die Zweite des DSV das Blitzturnier der B-Mannschaften am Samstag gewann, rundete den positiven Eindruck ab. Eine gewohnt solide Leistung spulte Wachenbuchen ab. Die Kewa eröffnete den gestrigen Schlusstag mit einem 3:2-Sieg gegen Hochstadt – nach 0:2-Rückstand.

In der Nachspielzeit hatte das Team von Thorsten Maier das Glück auf seiner Seite als der FCH nur den Pfosten traf. Trotz der engagierten Vorstellung gegen die Kewa zählten die Lila-Weißen neben den „Fröschen“ zu den Enttäuschungen der Stadtmeisterschaft. Im direkten Aufeinandertreffen betrieben beide Klubs bei strömendem Regen trotzt einer Nullnummer Imagepflege.

Wolfgang Marx war mit dem Turnierverlauf zufrieden, auch wenn die hohen Temperaturen an den ersten drei Tagen den einen oder anderen vom Besuch der Spiele abhielten. Insgesamt knapp 400 Besucher konnte der Germania-Vorsitzende an der Dicken Buche begrüßen. geb

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