Zwei Trainer, ein Ziel: Sahin Arslanergül, Trainer des FC Hochstadt, (links) und Cedric Liuzzo, Coach des FSV Bischofsheim, wollen um den Aufstieg mitspielen. Archivfotos: TAP

Kreisoberliga

Maintaler Stadtderby: Kreisoberliga startet mit Kracherspiel

Fußball. Die Kreisoberliga Hanau startet am ersten Spieltag sofort mit einem richtigen Kracher in die neue Saison: Im Maintaler Stadtderby treffen mit dem FSV Bischofsheim und dem FC Hochstadt zwei ehemalige Gruppenligavereine aufeinander.

Sowohl der FSV Bischofsheim als auch der FC Hochstadt strauchelten in der letzten Saison nach dem Abstieg zunächst, konnten sich in der Rückrunde aber erheblich steigerten und wollen nun wieder oben angreifen.

„Wir wollen oben um den Aufstieg mitspielen. Das sieht bei Hochstadt sicher nicht anders aus“, sagt der FSV-Coach Cedric Liuzzo, der die Bischofsheimer gemeinsam mit Haris Sejdovic als Spielertrainer-Duo zur Winterpause übernahm und nach einer starken Rückrunde das Vertrauen von den Verantwortlichen für die neue Saison ausgesprochen bekam.

Guter Start in die Saison wichtig

Hochstadts Trainer Sahin Arslanergül will mit seiner Mannschaft am Saisonende ebenfalls eine bessere Platzierung erreichen als in der letzten Saison, also unter die ersten fünf. „Unsere Rückrunde war wirklich gut. Unter die ersten fünf zu kommen, muss unser Ziel sein.“

Beide Trainer betonen, dass man vor dem Saisonstart noch nicht genau weiß, wo die Mannschaft steht. Wichtig sei, dass man gut in die Runde starte, da beide Teams kein leichtes Auftaktprogramm haben. „Es gibt einige Kandidaten, die da oben mitspielen wollen, deshalb ist es umso wichtiger, gut aus den Startlöchern zu kommen“, so Liuzzo.

Müdigkeit beim FSV Bischofsheim

Die letzten Wochen, in denen sich beide Mannschaften vorbereitet haben, bewerten beide Trainer unterschiedlich: Arslanergül spricht von einer „sehr guten“, Liuzzo von einer „durchwachsenen“ Vorbereitung. „Die Ergebnisse haben nicht immer gestimmt“, sagt der Bischofsheimer, der dafür aber auch eine Erklärung hat: Mit 35 Spielern, die alle ihre Chance bekommen sollten, war der FSV-Kader enorm groß, bevor er nun auf 22 Mann reduziert wurde. Die nicht zufriedenstellenden Ergebnisse bei der Stadtmeisterschaft erklärt der Innenverteidiger mit der Müdigkeit seiner Mannschaft, die regelmäßig sechs Tage in der Woche auf dem Platz stand.

Für den FC Hochstadt lief die Vorbereitung deutlich besser. Gegen die Ligakonkurrenten TSV Niederissigheim (3:0) und VfR Kesselstadt (1:0) gewann der FCH zuletzt zweimal zu Null. Die Ergebnisse will Arslanergül jedoch nicht überbewerten. Er hebt stattdessen die gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft hervor: „Die Stimmung und der Zusammenhalt sind super“, so der Coach, der dies in der vergangenen Saison mehrfach kritisiert hatte.

Wehmut bei Trainer Arslanergül

Sorgen machen ihm lediglich die Verletzten und die Urlauber. Gleich sieben Hochstädter, darunter Kapitän Jonas Markhof (Bänderverletzung im Sprunggelenk), fallen aus oder sind für die Begegnung am Sonntag fraglich. Mit Gierrino Fangacci, Cihan Deger und eventuell Mariusz Ragamann stehen zudem voraussichtlich drei Stammspieler aus der vergangenen Saison nicht zur Verfügung. „Das ist der Grund, warum ich mit ein bisschen Wehmut ins Spiel gehe“, sagt der Coach, der jedoch nachschiebt, trotzdem „zuversichtlich“ zu sein, dass sein Team ein gutes Spiel zeigen wird.

Auch beim anderen Maintaler Klub sind nicht alle Mann an Bord: Der FSV Bischofsheim könnte ohne das eigene Spielertrainer-Duo auflaufen. Hinter Liuzzo und Sejdovic steht aufgrund von zurückliegenden Knieverletzungen und Trainingsrückstand noch ein Fragezeichen. Spielgestalter Jonas Gatzka wird dem FSV wegen seines Urlaubs in den ersten drei Spielen fehlen.

Neuzugänge in der Startelf

Verändert hat sich die Bischofsheimer Mannschaft ansonsten kaum: Kai Köhler ist weg. Seine Position auf der linken Abwehrseite wird Philipp Hess bekleiden, der zuletzt überwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam.

Beim FC Hochstadt könnte hingegen auch der eine oder andere Neue im Vergleich zum letzten Jahr in der Startelf stehen. Julian Quantz kam aus Bruchköbel zurück, macht seine Sache laut Arslanergül gut. Offensiv-Allzweckwaffe Huesyin Karabulut, der vom SV Zeilsheim gekommen ist, sei zwar leicht angeschlagen, müsse aber spielen.

Endlich geht es los

Im Vergleich zum Duell bei der Stadtmeisterschaft, wo beim 0:0 noch viel getestet wurde, wird wohl zum Saisonauftakt auf beiden Seiten eine besser besetzte Mannschaft auf dem Platz stehen.

Beide Trainer freuen sich darauf, dass die Saison nun endlich beginnt. Die vielen Zuschauer, die bei gutem Wetter wohl auf dem Bischofsheimer Sportplatz anzutreffen sein werden, dürften auf ein gutes Spiel hoffen. dli

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