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Maintaler Gruppenligisten vor schwerer Saison

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Der FC Hochstadt mit Gierro Fangacci (links) und Kewa Wachenbuchen mit Lucas Thiel sind beim Hammersbach-Cup aufeinander getroffen. Archivfoto: Kalle
Der FC Hochstadt mit Gierro Fangacci (links) und Kewa Wachenbuchen mit Lucas Thiel sind beim Hammersbach-Cup aufeinander getroffen. Archivfoto: Kalle

Fußball. Am Donnerstagabend startet mit der Maintaler Stadtmeisterschaft ein wichtiger Gradmesser für die am 5. und 6. August beginnende Saison. Grund genug, einen Blick auf die Maintaler Teams zu werfen.

Von Michael Bellack

Die bisherige Vorbereitung lief für die Maintaler Vereine unterschiedlich erfolgreich, beide Gruppenligisten stehen vor einer ungewissen Spielzeit. Neue Gesichter auf der Trainerbank gibt es nur bei den Dörnigheimer Clubs.

„Wo der Weg hingeht, können wir uns denken“, sagt Bischofsheims Trainer Michael Raudnitzky mit Blick auf die neue Spielzeit in der Gruppenliga Frankfurt Ost. Er rechnet damit, gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Viele namhafte Abgänge mussten die „Frösche“ im Sommer verkraften, als Neuzugänge wurden keine Hochkaräter präsentiert. Vielmehr versucht man, den personellen Aderlass mit Spielern aus der eigenen Jugend zu kompensieren. Das klappt bisher ganz gut, die Ergebnisse der Testspiele sind ordentlich.

Stammkräfte fehlen zunächstDennoch merkt man, dass die jungen Spieler noch Zeit brauchen: „Sie passen gut rein, von der Qualität her sind sie aber nicht so stark wie die Abgänge.“ Kein Wunder, schließlich hätte es jeder Gruppenligist schwer, Abgänge á la Michael Kohnke zu verkraften.

In den restlichen Wochen vor Saisonbeginn will Raudnitzky mit seiner Mannschaft noch an der Spritzigkeit arbeiten, auch wenn viele Spieler vorerst fehlen werden. „Die Urlaubszeit geht los, bei den ersten fünf Spielen fehlen allein drei Stammkräfte“, gibt er zu bedenken. Den Kopf in den Sand steckt man natürlich nicht, vielmehr lasse man alles auf sich zukommen, so Raudnitzky.

FC HochstadtIn der vergangenen Saison haperte es beim Gruppenligisten FC Hochstadt oft an der Breite des Kaders, schaut man sich die Vorbereitungsspiele an, dürfte die Außenhof-Elf in Zukunft vor den gleichen Problemen stehen. Deutlich breiter ist der Kader nicht aufgestellt, mit Emanuel Becker und Ilker Bicakci haben zwei absolute Leistungsträger den Verein bekanntermaßen verlassen. Die bisherigen Ergebnisse lesen sich dementsprechend bescheiden. Nur gegen Kewa Wachenbuchen gab es einen Sieg. Ansonsten stehen drei Niederlagen und ein Unentschieden auf dem Papier.

Bezeichnend für die Personallage ist, dass der eigentliche Trainer der zweiten Mannschaft Roger Neumann in fast allen Spielen von Beginn an auflaufen musste. Der Routinier machte seine Sache sehr gut, dennoch dürfte das für die Gruppenliga-Saison keine endgültige Lösung sein. Beim FCH ist daher nicht klar, wohin die Reise geht. Dass man oben mitspielt, gilt als unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte man sich im Mittelfeld der Tabelle wiederfinden.

Germania DörnigheimBei Germania Dörnigheim steht mit Michael Leisegang ein neuer starker Mann an der Seitenlinie. „Ich fühle mich sauwohl, es gibt null Probleme. Bisher kann ich nur sagen: alles richtig gemacht“, berichtet er von seinen ersten Eindrücken beim Kreisoberligisten. Die Mannschaft mache laut Leisegang einen guten Eindruck, auch charakterlich hat er nichts zu beanstanden. Bei den Germanen stehen viele A-Jugendliche vor ihrer ersten Spielzeit bei den Senioren. „Sie machen einen guten Eindruck, da bin ich recht optimistisch“, sagt der Trainer.

Mit den Testspielen ist er bisher durchaus zufrieden. Auffällig sei vor allem die körperliche Frische der Germanen. „Wir haben körperlich und läuferisch Vorteile, das macht sich am Ende der Spiele bemerkbar.“ Während also zunächst die körperliche Verfassung im Vordergrund stand, will man sich nun den taktischen Aufgaben widmen. „Da müssen wir einiges nachholen, da sind wir jetzt dabei“, teilt der Coach mit. Zudem gebe es noch fußballerische Defizite, die man vor dem Saisonstart noch ausräumen will.

Bekannte Gesichter in WachenbuchenIn Wachenbuchen trifft man in der kommenden Kreisoberliga-Saison auf bekannte Gesichter. Sowohl Trainer Thorsten Maier als auch die gesamte Mannschaft sind der Kewa erhalten geblieben. Mit einer eingespielten Truppe geht man in die neue Spielzeit.

„Das hat den Vorteil, dass man weiß, wo die Stärken und Schwächen liegen“, sagt Maier, „daran kann man gezielt arbeiten.“ Allerdings würden Neuzugänge immer neue Herausforderungen mitbringen und den Wettbewerb steigern, zeigt er auch eine mögliche Negativseite der personellen Konstanz auf.

Taktische FeinheitenAuch die Kewa wird die letzten Wochen der Vorbereitung nutzen, um taktisch zu arbeiten. „Da sind wir noch nicht auf der Höhe“, weiß Maier. Die Ergebnisse der Vorbereitung bezeichnet er als „mittelmäßig“. Gegen die Sportfreunde Oberau (1:5) und die BC Eslohe (1:6) gab es deftige Niederlagen. „Mit der Intention der Spieler war ich aber zufrieden“, meint Maier dennoch.

Bis zum Saisonstart soll das noch besser werden. Schließlich geht die Kewa ambitioniert in die Runde, auch wenn man sich nicht zu den unbedingten Aufstiegskandidaten zählt. „Wir werden versuchen, oben mitzuspielen. Aber erzwingen werden wir nichts“, so Maier.

Dörnigheimer SVOben mitspielen will der Dörnigheimer SV. Mit neuem Trainer und vielen neuen Spielern möchte der DSV nach einer Spielzeit wieder raus aus der Kreisliga B. Neu-Trainer Kemal Kocak hat den Kader kräftig umgekrempelt, viele Akteure hat er vom Ex-Verein VfR Kesselstadt mit nach Dörnigheim gebracht. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen der Konkurrenz, die den DSV zu den heißesten Anwärtern auf den Aufstieg zählt.

In der Vorbereitung lieferte die neue Mannschaft bereits gute Ergebnisse ab, die durchaus aufhorchen lassen. In den Tests gegen die Hanauer Kreisoberligisten Safakspor Hanau (2:2), VfR Kesselstadt (2:2), 1860 Hanau (3:0) und Hilalspor Hanau (2:1) gab es sehr gute Ergebnisse. Die Kicker haben gezeigt, dass sie auch bei höherklassigen Mannschaften mithalten können. Behält man diese Form in der Saison, können sich die B-Ligisten auf einiges gefasst machen.

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