Feilt an der Technik: Christine Wostruha ist bei den Männern der HSG Maintal für das Torwarttraining zuständig. Foto: Jan Max Gepperth

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Sie macht Maintals Keepern Beine: Wostruha ist Torwarttrainerin

Handball. Zur neuen Saison erweitert Bezirksoberligist HSG Maintal seinen Trainerstab: Künftig wird sich dort Christine Wostruha um das Torwarttraining kümmern.

Von Robert Giese

Die frühere Zweitligaspielerin will den Maintaler Torhütern dabei vor allem die richtige Technik vermitteln, für die im normalen Mannschaftstraining oft nur wenig Zeit bleibt, und die Schlussmänner der HSG dadurch noch stärker machen.

„Am Anfang waren sie schon ein bisschen skeptisch, dass da eine Frau steht“, erinnert sich Wostruha an die ersten Trainingseinheiten mit ihren neuen Schützlingen, „den Respekt musste ich mir erst erarbeiten.“ Inzwischen hätten die Maintaler Torhüter aber gesehen, „dass ich keine leeren Versprechungen mache“, meint die 37-Jährige. Erfahrung als Torwarttrainerin bringt Wostruha ohnehin mit, denn sie hat unter anderem auch schon einmal beim HSG-Ligakonkurrenten TGS Niederrodenbach deren Schlussmänner trainiert.

Jede Menge höherklassige Erfahrung

Als Spielerin hat Wostruha zudem jede Menge höherklassige Erfahrung gesammelt, spielte über drei Jahre Regionalliga in Ortenberg und in Ober-Eschbach schließlich in der 2. Bundesliga, ehe es sie nach Nieder-Roden zog. ‧Zuletzt ließ die dreifache ‧Mutter ihre Karriere im Tor der HSG Preagberg ausklingen, wo sie auch unter Torsten Weber trainierte – der hat seit einem Jahr in Maintal das Sagen und lotste Wostruha nun zur HSG Maintal.

Dort nimmt sie seit Beginn der Saisonvorbereitung mindestens einmal pro Woche die Torhüter unter ihre Fittiche und feilt vor allem an der Technik. „Technik und Körperarbeit sind in meinen Augen am wichtigsten, werden aber häufig vernachlässigt“, erklärt die Torwarttrainerin, die ihren Schützlingen aber auch vermitteln will, die Gegenspieler zu „lesen“ und ihr Stellungsspiel zu verbessern.

Bei den Spielen der Maintaler wird Wostruha künftig ebenfalls auf der Bank sitzen und dabei ein Auge auf die Torhüter haben, auch in der Vorbereitung auf die Partien ist die Torwarttrainerin gefragt: „Vor den Spielen werde ich Wurfbilder erstellen“, so die frühere Zweitligaspielerin, also analysieren, wie Gegenspieler bevorzugt aufs Tor werfen. „Da kann man vielleicht 80 Prozent herausarbeiten und anschließend das Stellungsspiel der Torhüter anpassen, sodass sie gegen die gegnerischen Schützen letztendlich besser aussehen“, erklärt Wostruha.

Stammtorwart der HSG profitiert

Davon dürfte insbesondere Jonas Treutler profitieren, der Stammtorwart der HSG: „Er hat wirklich gute Reflexe, auf denen man aufbauen kann“, hat Wostruha beobachtet, „wenn wir das noch mit einer guten Technik kombinieren, wird er sicherlich einer der besten Torhüter der Liga.“

Wer neben Treutler künftig im Kasten der Maintaler stehen wird, steht allerdings noch nicht fest – für die Kaderplanung ist Weber verantwortlich. Wostruhas Trainingsgruppe steht indes allen Torhütern der HSG offen: „Ob jetzt aus der ersten und zweiten Mannschaft oder aus der Jugend – ich weiß schon, wie ich die Jungs quälen kann“, meint die Torwarttrainerin mit einem Augenzwinkern.

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