Tegaday Ramos-Nuez soll nach dem Willen seines Trainers mit seiner Erfahrung die zuletzt fehlende Struktur zurück ins Spiel bringen. (Archivfoto: TAP)

Bruchköbel

3. Liga: SGBs Ramos-Nuez gefordert

Handball. Nach der deutlichen Auswärtsniederlage bei der MSG Groß-Bieberau/Modau steht für die SG Bruchköbel am Samstag (17 Uhr) gleich die nächste schwierige Auswärtsfahrt in der 3. Liga Ost an. Für den Aufsteiger geht es zum SV Anhalt Bernburg.

Von Robert Giese 

Um bei dem heimstarken Verein aus Sachsen-Anhalt bestehen zu können, fordert SGB-Coach Oliver Hubbert im Vergleich zur Vorwoche eine deutliche Leistungssteigerung – und kann erstmals auf einen weiteren Neuzugang zurückgreifen.

„Wenn wir in Bernburg so spielen wie am letzten Wochenende, gehen wir unter“, warnt der Bruchköbeler Trainer vor dem heimstarken Tabellensiebten. Bei der Aufarbeitung der Auswärtspleite im Odenwald seien zahlreiche Defizite im Spiel der Bruchköbeler zu Tage getreten, im Angriff wie in der Abwehr. „Vorne haben wir viel zu schnell unsere Konzepte aufgegeben, dadurch den Faden verloren und uns dann in Einzelaktionen verzettelt“, so Hubberts Analyse, „außerdem haben wir ein schlechtes Entscheidungsverhalten gezeigt und den freien Mann oft übersehen – da müssen wir uns wieder deutlich verbessern und klarere Aktionen zeigen.“

Keine gute Defensivleistung

Auch die sonst so sattelfeste Defensive habe in der Vorwoche keine gute Leistung gezeigt: „Da waren wir nicht stabil und kompakt genug, das muss sich in Bernburg ändern.“ Die Stärken der Bernburger, die in eigener Halle erst eine Partie verloren haben, sieht der SGB-Coach im Positionsangriff und im Spiel über den Kreis, zuweilen trete Bernburg auch mit zwei Kreisläufern an. „Gegen ihre hochgewachsenen Rückraumspieler müssen wir ordentlich dagegen halten, dürfen ihren Kreisläufern dabei aber nicht zu viel Raum lassen“, beschreibt Hubbert das Dilemma, vor dem die Bruchköbeler Abwehr steht.

SGB-Coach trotzdem zuversichtlich

Für Torgefahr sorgen bei Bernburg, das bei Heimspielen im Schnitt auf fast 30 Tore kommt, vor allem Gabor Pulay und Steffen Cieszynski, der beim überzeugenden Auswärtssieg des Tabellensiebten in Northeim in der ersten Halbzeit gleich sechsmal einnetzte. Auch Kreisläufer Tim Ackermann zeigte sich mit zuletzt fünf Treffern im Schnitt als torgefährlich. „Sie sind eine robuste, abgezockte und sehr ausgeglichene Mannschaft“, fasst Hubbert die Stärken des nächsten Gegners zusammen.

Der SGB-Coach ist dennoch zuversichtlich, dass sein Team diese Herausforderung meistert, habe sie in dieser Saison doch bereits mit starken Auftritten gezeigt, wozu sie fähig sei. „Das müssen wir nur endlich konstanter abrufen und uns auf diesem Niveau stabilisieren“, fordert Hubbert und setzt dabei auf Routinier Tegaday Ramos-Nuez: „Mit seiner Erfahrung kann er bei uns die Struktur reinbringen, die uns gegen Groß-Bieberau ein bisschen gefehlt hat.“

Bis auf Bouali und Günes alle einsatzfähig

Ein anderer Routinier muss dagegen weiter pausieren: Iteb Bouali wird seinem Team auch am Samstag nicht helfen können, für ihn rückt erneut Mike Bätz in den Kader. Ebenfalls mit an Bord sein wird Milos Kreckovic, der jüngste Neuzugang der Bruchköbeler (wir berichteten). Der Linkshänder soll den Aufsteiger auf Rechtsaußen verstärken, für mehr Torgefahr sorgen und mit seiner Schnelligkeit das Tempospiel der SGB beleben. „Das haben wir zuletzt ein bisschen vernachlässigt, gegen Bernburg könnte es aber ein gutes Mittel sein, darum wollen wir über die Erste und Zweite Welle wieder mehr Gefahr ausstrahlen und so vielleicht zu ein paar leichten Toren kommen.“

Da bei den Bruchköbelern bis auf Bouali und den langzeitverletzten Aydin Günes alle Spieler einsatzfähig sind, hat Hubbert die Qual der Wahl, wenn es um die Nominierung des Kaders geht. „Michael Nath wird wieder mit dabei sein“, verrät der SGB-Coach, bei anderen Spielern sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

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