Konnte seiner Mannschaft gleich im ersten Spiel helfen: Dennis Weits Einstand im Trikot der SG Bruchköbel gegen den TV Erlangen-Bruck ist geglückt. Foto: Scheiber

Bruchköbel

3. Liga Ost: SGB-Zugang mit acht Treffern beim Debüt

Handball. Pünktlich zum Kellerduell in der 3. Liga Ost gegen den TV Erlangen-Bruck hat die SG Bruchköbel einen Neuzugang aus dem Hut gezaubert, der sich bereits bei seinem ersten Einsatz im SGB-Trikot als die erhoffte Verstärkung erwiesen hat.

Von Robert Giese

Gleich acht Treffer steuerte Dennis Weit, der zuletzt bei Eintracht Hildesheim unter Vertrag stand, zum 31:26 (17:13)-Heimsieg der Bruchköbeler bei, die dadurch zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf sammelten und auf Platz 14 kletterten.

Traumeinstand für Weit: Acht Treffer beim Debüt

Dabei musste sich Weit zunächst mit der Rolle des Zuschauers begnügen, denn der Bruchköbeler Spielertrainer Tegaday Ramos-Nuez setzte auf seine bewährte Mannschaft, die den Gästen insbesondere durch ihre Stärke im Eins-gegen-Eins das Leben schwer machte. Da sich Erlangen-Bruck häufig nur durch rustikales Einsteigen zu helfen wusste, hagelte es schon in der Anfangsviertelstunde Zeitstrafen für die Franken. Die SGB leistete sich zu Beginn auch Fehler wie einige ungenaue Kreisanspiele, deshalb blieb Erlangen-Bruck zunächst dran – 6:6 stand es nach zehn Minuten.

Was dann folgte, glich einer Demontage: Während die Bruchköbeler wie aus einem Guss spielten, präsentierten sich die Gäste alles andere als drittliga-reif. Technische Fehler am Fließband, schwache Abschlüsse, dilettantisches Defensivverhalten – bei den Franken kam alles zusammen. Erlangen-Bruck gelang sogar das Kunststück, eine Überzahlsituation derart schlecht auszuspielen, dass sie während der zwei Minuten kein Tor erzielten, aber selbst eines kassierten.

9 Tore in Folge für die Bruchköbler

Weit kam auf der Bank indes gar nicht mehr aus dem Jubeln heraus, denn seine neue Mannschaft erzielte neun Treffer in Folge – ein Lauf, den auch zwei Auszeiten der Gäste zunächst nicht stoppen konnten.

Als der Bruchköbeler Neuzugang rund fünf Minuten vor dem Seitenwechsel erstmals ins Spiel kam, hatte Erlangen-Bruck nach mehr als zehnminütiger Durststrecke gerade zum 15:7 aus Sicht der SGB getroffen. Weit stand gleich vor der Herausforderung, im Rückraum das Spiel der Hausherren koordinieren zu müssen, denn die Gäste nahmen inzwischen sowohl Tegaday Ramos-Nuez als auch Jonas Ulshöfer in Manndeckung. Diese taktische Maßnahme brachte die Bruchköbeler aus dem Konzept, denn ihr Vorsprung schmolz bis zum Halbzeitpfiff auf vier Tore – obwohl Weit bereits zweimal traf.

Nach dem Seitenwechsel baute die SGB ihre Führung rasch wieder auf sieben Treffer aus, was jedoch weniger an ihrer eigenen Leistung lag als an der des Gegners, denn die Franken produzierten erneut zig technische Fehler. Als ein punktgenauer Pass über drei Gästespieler hinweg bei Milos Kreckovic landete und dieser zum 23:15 vollstreckte, schien die Messe in der Dreispitzhalle nach gut 40 Minuten bereits gelesen.

31:26-Sieg im Kellerduell

Wie im ersten Durchgang steckte Erlangen-Bruck aber nicht auf, drückte weiterhin permanent aufs Tempo und konnte dadurch wieder verkürzen. Die Bruchköbeler haderten in dieser Phase zu Recht mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, denn während die weiterhin sehr robust verteidigenden Gäste keine Zeitstrafen mehr bekamen, setzte es auf der Gegenseite für Allerweltsfouls Siebenmeter in Serie. Acht Minuten vor Schluss tobte die Halle daher, teils wegen der unausgewogenen Schiedsrichterpfiffe, teils, weil die Hausherren nur noch mit 26:23 vorn lagen.

In dieser schwierigen Situation übernahm Weit Verantwortung, und auch wenn nicht jede seiner Aktionen Erfolg hatte, so trug er durch drei Treffer in den Schlussminuten erheblich dazu bei, dass nichts mehr anbrannte.Der Neuzugang Weit freute sich über seinen gelungenen Einstand: „So ein gutes Debüt hatte ich mir im Vorfeld erhofft“, so der Rückraumspieler mit Blick auf den Heimsieg und seine gute Leistung, „ich freue mich richtig, hier zu sein.“

SG Bruchköbel: Mike Bätz, Marius Sulzbach; Markus Breyer, Stephan Denhard, Sebastian Dietrich, Aydin Günes (1), Milos Kreckovic (8/2), Max Panther (1), Edi Pjanic, Tegaday Ramos-Nuez (2), Jonas Ulshöfer (2), Ante Vuko, Dennis Weit (8), Sergej Zutic (9/1) – Schiedsrichter: Engeln/Schmitz – Siebenmeter: SGB 4/3, TV E-B 5/3 – Zeitstrafen: SGB 3, TV E-B 4 –Zuschauer: 400

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